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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Aktenzeichen:41.21-653/8.1
Erlassdatum:02.03.2017
Fassung vom:27.11.2017
Gültig ab:14.11.2017
Gültig bis:30.06.2021
Quelle:Wappen Sachsen-Anhalt
Gliederungs-Nr:793
Fundstelle:MBl. LSA. 2017, 716, ber. S. 735
Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Fischerei und Aquakultur (Richtlinie Fischerei und Aquakultur)

793



Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Fischerei und Aquakultur
(Richtlinie Fischerei und Aquakultur)



Erl. des MULE vom 2. 3. 2017 – 41.21-653/8.1



Fundstelle: MBl. LSA 2017, S. 716, ber. S. 735

Geändert durch Erl. des MULE vom 27.11.2017 (MBl. LSA 2017, S. 755)





1.


1.1 Das Land Sachsen-Anhalt gewährt Zuwendungen für Maßnahmen, die der Förderung der Erhaltung und Entwicklung einer ökologisch nachhaltigen, ressourcenschonenden, innovativen und wettbewerbsfähigen Fischerei und Aquakultur sowie der Verbesserung der Strukturen im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung von Erzeugnissen der Fischerei und Aquakultur dienen.



1.2 Rechtsgrundlagen und anzuwendende Verwaltungsvorschriften sind



a)
die §§ 23 und 44 der Landeshaushaltsordnung des Landes Sachsen-Anhalt (LHO) vom 30. 4. 1991 (GVBl. LSA S. 35), zuletzt geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 17. 2. 2012 (GVBl. LSA S. 52, 54), einschließlich der dazu ergangenen Verwaltungsvorschriften (VV-LHO, RdErl. des MF vom 1. 2. 2001, MBl. LSA S. 241, zuletzt geändert durch RdErl. vom 28. 1. 2013, MBl. LSA S. 73) sowie der Zuwendungsrechtsergänzungserlass (RdErl. des MF vom 6. 6. 2016, MBl. LSA S. 383),


b)
das GAK-Gesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. 7. 1988 (BGBl. I S. 1055), zuletzt geändert durch Gesetz vom 11. 10. 2016 (BGBl. I S. 2231), mit dem Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“,


c)
das Agrarstatistikgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. 12. 2009 (BGBl. I S. 3886), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 5. 12. 2014 (BGBl. I S. 1975),


d)
das Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 21. 7. 2014 (BGBl. I S. 1066), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 22. 12. 2016 (BGBl. I S. 3106, 3124),


e)
das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz vom 21. 12. 2015 (BGBl. I S. 2498), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. 12. 2016 (BGBl. I S. 3106),


f)
die Verordnung (EU) Nr. 1388/2014 der Kommission vom 16. 12. 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen zugunsten von in der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Erzeugnissen der Fischerei und der Aquakultur tätigen Unternehmen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ABl. L 369 vom 24. 12. 2014, S. 37),


g)
die Verordnung (EU) Nr. 508/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. 5. 2014 über den Europäischen Meeres- und Fischereifonds und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 2328/2003, (EG) Nr. 861/2006, (EG) Nr. 1198/2006 und (EG) Nr. 791/2007 des Rates und der Verordnung (EU) Nr. 1255/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 149 vom 20. 5. 2014, S. 1),


h)
die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. 5. 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22. 7. 1992, S. 7), zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU (ABl. L 158 vom 10. 6. 2013, S. 193),


i)
die Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. 11. 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. L 20 vom 26. 1. 2010, S. 7), geändert durch Richtlinie 2013/17/EU (ABl. L 158 vom 10. 6. 2013, S. 193),


j)
die Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. 6. 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 (ABl. L 189 vom 20. 7. 2007, S. 1; L 300 vom 18. 10. 2014, S. 72), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 517/2013 (ABl. L 158 vom 10. 6. 2013, S. 1),


k)
die Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 des Rates vom 20. 11. 2009 zur Einführung einer Kontrollregelung der Union zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften der gemeinsamen Fischereipolitik und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 847/96, (EG) Nr. 2371/2002, (EG) Nr. 811/2004, (EG) Nr. 768/2005, (EG) Nr. 2115/2005, (EG) Nr. 2166/2005, (EG) Nr. 388/2006, (EG) Nr. 509/2007, (EG) Nr. 676/2007, (EG) Nr. 1098/2007, (EG) Nr. 1300/2008, (EG) Nr. 1342/2008 sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 2847/93, (EG) Nr. 1627/94 und (EG) Nr. 1966/2006 (ABI. L 343 vom 22. 12. 2009, S. 1), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2015/812 (ABl. L 133 vom 29. 5. 2015, S. 1),


l)
die Verordnung (EU) Nr. 1379/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. 12. 2013 über die gemeinsame Marktorganisation für Erzeugnisse der Fischerei und der Aquakultur, zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1184/2006 und (EG) Nr. 1224/2009 des Rates und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 104/2000 des Rates (ABl. L 354 vom 28. 12. 2013, S. 1), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2015/812 (ABl. L 133 vom 29. 5. 2015, S. 1),


m)
die Verordnung (EG) Nr. 1005/2008 des Rates vom 29. 9. 2008 über ein Gemeinschaftssystem zur Verhinderung, Bekämpfung und Unterbindung der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei, zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 2847/93, (EG) Nr. 1936/2001 und (EG) Nr. 601/2004 und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 1093/94 und (EG) Nr. 1447/1999 (ABl. L 286 vom 29. 10. 2008, S. 1), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 202/2011 (ABl. L 57 vom 2. 3. 2011, S. 10),


n)
die Richtlinie 2008/99/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. 11. 2008 über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt (ABl. L 328 vom 6. 12. 2008, S. 28)


in den jeweils geltenden Fassungen, ausgenommen die Buchstaben h, i und n.



1.3 Ein Anspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsbehörde entscheidet aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.





2.


2.1


ist der in Binnengewässern mit Booten oder anderem Gerät ausgeübte kommerzielle Fischfang. Hierzu genutzte Boote dürfen nicht im Fischereiflottenregister der Europäischen Union erfasst sein.


2.2


ist die Vermarktung von selbst erzeugten Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen. Bezogen auf die Vermarktungseinrichtung werden mindestens 33 v. H. des Gesamtumsatzes aus eigenen Erzeugnissen erzielt. Bei angeschlossener Vermarktung mit eigenem gewerblichem Charakter, muss mindestens 33 v. H. der zugekauften Ware vom familieneigenen Fischerei- oder Aquakulturbetrieb stammen. Der Umsatzanteil aus Fremderzeugnissen beträgt maximal 67 v. H. Die Einordnung in eigene oder fremde Erzeugnisse richtet sich dabei nach der steuerlichen Definition, mit der Ausnahme, dass der Zukauf aus familieneigenen Binnenfischerei- oder Aquakulturunternehmen nicht als Fremderzeugnisse bewertet werden.


2.3


ist die kontrollierte Aufzucht aquatischer Organismen mit Techniken zur Steigerung der Produktion dieser Organismen über die natürlichen ökologischen Kapazitäten hinaus; die Organismen verbleiben in allen Phasen der Aufzucht bis einschließlich der Ernte im Eigentum einer natürlichen oder juristischen Person.


2.4


sind künstliche zur Fischzucht (Aquakultur) angelegte oder genutzte, in der Regel vollständig ablassbare Stillgewässer, die über einen Zu- und regulierbaren Ablauf verfügen.


2.5


ist eine funktionelle Einheit, bestehend aus der Wasserfläche des jeweiligen Teiches, etwaigen Inseln und Verlandungszonen im Teich und im Uferbereich, zugehörigen Dämmen und Wirtschaftswegen sowie zu- und abführenden Gräben sowie Staueinrichtungen, welche anhand von Luftbildern amtlich bestimmt wird. In Teichgruppen können die dabei zu bildenden Flächenblöcke mehrere Teiche umfassen, sofern die zwischen den Teichen liegenden Dämme eine Breite von fünf Metern nicht überschreiten.


2.6


ist die tatsächlich zur Fischproduktion nach Abzug von Dämmen, Wirtschaftswegen, Staueinrichtungen, Inseln und Verlandungszonen zur Verfügung stehende, von der Bewilligungsbehörde festgesetzte Wasserfläche.


2.7


sind Unternehmen, die nach § 68a des Agrarstatistikgesetzes auskunftspflichtig sind, unbeschadet der gewählten Rechtsform; die Einschränkungen des § 2 Satz 1 Nr. 2 der Agrarstatistikverordnung gelten nicht.


2.8


ist die Produktion oder der Fang und die Erstvermarktung von Fischen.


2.9


sind Unternehmen, die der Definition gemäß Artikel 3 Nr. 5 der Verordnung (EU) Nr. 1388/2014 entsprechen.




3.


Förderfähig sind angemessene Ausgaben in den nachfolgenden Bereichen.



3.1


3.1.1
Investitionen in Ausrüstungen der Binnenfischerei;


3.1.2
Investitionen in die Ausrüstung von Booten sowie der Austausch von Bootsmotoren, sofern der neue Motor bei Booten mit einer Länge bis zu zwölf Metern keine höhere Leistung (in Kilowatt) als der bisherige Motor hat;


3.1.3
Investitionen in den Bau, die Erweiterung, die Ausrüstung und die Modernisierung von Anlagen im Bereich der Verarbeitung und Direktvermarktung von eigenen Binnenfischereierzeugnissen;


3.1.4
Erweiterung der Einkommensquellen durch den Aufbau ergänzender Tätigkeiten;


3.1.5
Beratungsdienste, fachliche Beratungsleistungen, Machbarkeitsstudien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, zur Förderung einer nachhaltigen Binnenfischerei sowie zur Verringerung der Umweltauswirkungen;


3.1.6
Investitionen in Ausrüstungen zur Reduzierung von physischen und biologischen Folgen des Fischfangs auf das Ökosystem;


3.1.7
Investitionen in Ausrüstungen zum Schutz der Fanggeräte und der Fänge vor Säugetieren und Vögeln, die unter dem Schutz der Richtlinie 92/43/EWG oder der Richtlinie 2009/147/EG stehen, sofern alle Maßnahmen ergriffen werden, die geeignet sind, eine Verletzung der geschützten Tiere zu verhindern;


3.1.8
Partnerschaften zwischen Wissenschaftlern und Fischern;


3.1.9
Organisation und Durchführung von Kommunikations- und Absatzförderungskampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit hinsichtlich nachhaltiger Binnenfischereierzeugnisse.


3.2


3.2.1
Investitionen zur Produktionssteigerung und Modernisierung bestehender oder für den Bau neuer Aquakulturanlagen;


3.2.2
Erweiterung des Angebotes der Aquakulturerzeugnisse und der gezüchteten Arten;


3.2.3
Verbesserung der Arbeits- und Sicherheitsbedingungen für die in der Aquakultur beschäftigten Personen;


3.2.4
Verbesserung und Modernisierung in Bezug auf die Tiergesundheit und den Tierschutz einschließlich des Erwerbs von Ausrüstungen zum Schutz der Zuchtanlagen gegen wild lebende Tiere;


3.2.5
Investitionen zur Verringerung von negativen Auswirkungen oder zur Steigerung der positiven Auswirkungen auf die Umwelt und die Erhöhung der Ressourceneffizienz;


3.2.6
Investitionen zur Steigerung der Qualität oder des Mehrwerts von Aquakulturerzeugnissen;


3.2.7
Sanierung bestehender Fischteiche durch Entschlammung oder Investitionen zur Verhinderung der Verlandung;


3.2.8
Erweiterung der Einkommensquellen durch den Aufbau ergänzender Tätigkeiten;


3.2.9
Investitionen, die die Auswirkungen der Aquakulturunternehmen auf den Wasserverbrauch und die Wasserqualität deutlich reduzieren, insbesondere durch die Verringerung der verwendeten Mengen an Wasser oder Chemikalien und durch Verbesserung der Qualität des Ablaufwassers;


3.2.10
Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Förderung der Umstellung von Aquakulturbetrieben auf erneuerbare Energiequellen;


3.2.11
Investitionen in den Bau, die Erweiterung, die Ausrüstung und die Modernisierung von Anlagen im Bereich der Verarbeitung und Direktvermarktung von eigenen Aquakulturerzeugnissen;


3.2.12
Umstellung von einer konventionellen Aquakultur auf eine ökologische und biologische Aquakultur;


3.2.13
Organisation und Durchführung von Kommunikations- und Absatzförderungskampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit hinsichtlich nachhaltiger Aquakulturerzeugnisse;


3.2.14
Beratungsdienste, fachliche Beratungsleistungen, Machbarkeitsstudien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, zur Förderung einer nachhaltigen Aquakultur sowie zur Verringerung der Umweltauswirkungen;


3.2.15
Innovationen in der Aquakultur;


3.2.16
Umweltleistungen in der Karpfenteichwirtschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Förderung der biologischen Vielfalt;


3.2.17
Ausgaben im unmittelbaren Zusammenhang mit der Teilnahme an der Erhaltung und Reproduktion von Wassertieren außerhalb ihres natürlichen Vorkommens im Rahmen von Programmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt, die von öffentlichen Stellen entwickelt oder von diesen überwacht werden.


3.3


3.3.1
Investitionen in den Bau, die Erweiterung, die Ausrüstung und die Modernisierung von Anlagen der Verarbeitung von Fischerei- oder Aquakulturerzeugnissen;


3.3.2
Organisation und Durchführung von Kommunikations- und Absatzförderungskampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit hinsichtlich nachhaltiger Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse.


3.4


Vorhaben nach den Nummern 3.1, 3.2 und 3.3 sind nach Artikel 29, 30, 31, 32, 36, 37, 41 und 42 der Verordnung (EU) Nr. 1388/2014 im Sinne von Artikel 107 Abs. 2 oder 3 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) mit dem Binnenmarkt vereinbar und von der Anmeldepflicht nach Artikel 108 Abs. 3 AEUV ausgenommen.


3.5


3.5.1
 Vorhaben, die wegen nicht ausreichender Garantien für ihre Durchführbarkeit oder eine nicht gesicherte Gesamtfinanzierung, wegen nicht ausreichender Absatzmöglichkeiten, wegen mangelnder Rentabilität, wegen zu hoher Verschuldung oder aus anderen Gründen eine hinreichende Wirtschaftlichkeit nicht erwarten lassen oder den Förderzielen dieser Richtlinie nicht entsprechen;


3.5.2
 Übertragung von Eigentum an einem Unternehmen, eingebrachte Grundstücke, Gebäude, Einrichtungen und technische Anlagen;


3.5.3
 öffentliche Beiträge, satzungsgemäße Anschlussbeiträge, Stromerschließungs- und -anschlussbeiträge, Umsatzsteuer, Skonti und sonstige Preisnachlässe, Sollzinsen und Kreditbeschaffungskosten, Pachten, Erbbauzinsen, Grunderwerbsteuer, Provisionen, Versicherungsbeiträge, Erwerb von Produktions- und Lieferrechten sowie von Geschäftsanteilen, Notarkosten, laufende Betriebsausgaben wie Telefongebühren, Mieten, Pachten, Betriebsmittel, Abschreibungen, Leasingkosten sowie Raten- und Mietkauf, Kauf von Patenten, Lizenzen, Marken, Ersatzbeschaffungen vergleichbarer technischer Ausstattung und Reparaturkosten, der Erwerb von Grundstücken, Wohnbauten nebst Zubehör, soweit diese nicht zur Überwachung von Aquakulturanlagen oder im Rahmen der Erweiterung der Einkommensquellen von Fischerei- und Aquakulturunternehmen erforderlich sind;


3.5.4
 Ausgaben für Büroeinrichtungen, Büromaschinen und -geräte sowie Bürosoftware, Wohnbauten und deren Inventar sowie Einzäunungen, außer zur Abwehr von wild lebenden Tieren;


3.5.5
 Eigenleistungen bei investiven Vorhaben in Form von Arbeits- und Sachleistungen (unbare Eigenleistungen), ausgenommen bei Vorhaben nach den Nummern 3.1.8, 3.2.15 und 3.2.17;


3.5.6
 Ankäufe von Kapazitäten, die mit öffentlichen Mitteln, die der Strukturverbesserung dienen, gefördert worden sind;


3.5.7
 Investitionen im Einzelhandel, ausgenommen Direktvermarktung;


3.5.8
 Anschaffungskosten für Fahrzeuge, ausgenommen Fahrzeuge, die nachweislich nur zur Direktvermarktung eingesetzt werden oder soweit sie der Abfischung und dem innerbetrieblichen Transport dienen;


3.5.9
 Neuanlagen, wenn dem Aus- oder Umbau bestehender Anlagen oder dem Ankauf von geeigneten Gebäuden, die vor ihrem Ankauf einem anderen Zweck gedient haben oder nicht zum gleichen Zweck bereits gefördert worden sind, wirtschaftlich der Vorzug zu geben ist;


3.5.10
 Investitionen in Anlagen zur Zucht von genetisch veränderten Organismen sowie in Anlagen zur Produktion von aquatischen Organismen auf Brack- oder Salzwasserbasis;


3.5.11
 Ausgaben für die Bestandsaufstockung oder von Besatzmaterial, ausgenommen Vorhaben nach Nummer 3.2.17;


3.5.12
 Vorhaben, die die Fangkapazität eines Bootes erhöhen, oder Ausrüstungen, die die Fähigkeit eines Bootes zum Aufspüren von Fischen verbessern;


3.5.13
 Investitionen nach Nummer 3.2 in Intensivanlagen, die nicht von einer ausreichend fischwirtschaftlich qualifizierten Person betreut werden (Mindestqualifikation Fischwirt) oder in die Produktion von Arten ohne Vermarktungspotenzial.




4.


4.1


4.1.1
Unternehmen der Binnenfischerei im Haupt- oder Nebenerwerb mit fischereilicher Urproduktion unabhängig von ihrer Rechtsform, bei Maßnahmen nach Nummer 3.1;


4.1.2
Aquakulturunternehmen im Haupt- oder Nebenerwerb mit fischereilicher Urproduktion unabhängig von ihrer Rechtsform, bei Maßnahmen nach Nummer 3.2;


4.1.3
in der Verarbeitung und Vermarktung von Erzeugnissen der Fischerei und der Aquakultur tätige Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform, bei Maßnahmen nach Nummer 3.3;


4.1.4
Betreiber, Zusammenschlüsse von Fischern einschließlich Erzeugerorganisationen oder Einrichtungen des öffentlichen Rechts bei Maßnahmen nach Nummer 3.1.5;


4.1.5
rechtsfähige Vereinigungen von Unternehmen der Binnenfischerei, der Aquakultur oder von in der Verarbeitung und Vermarktung von Erzeugnissen der Fischerei und der Aquakultur tätigen Unternehmen, bei Maßnahmen nach den Nummern 3.1.9, 3.2.13 oder 3.3.2;


4.1.6
Einrichtungen des öffentlichen Rechts, Zusammenschlüsse von Fischern und Nichtregierungsorganisationen, bei Maßnahmen nach den Nummern 3.1.8;


4.1.7
Körperschaften des öffentlichen Rechts oder andere Einrichtungen, die von der Bewilligungsbehörde bei Maßnahmen nach Nummer 3.2.14 für die Einrichtung von Betriebsberatungsdiensten anerkannt worden sind;


4.1.8
Vereinigungen von Unternehmen der Aquakultur einschließlich Erzeugerorganisationen bei Maßnahmen nach Nummer 3.2.14, die den Erwerb von Beratungsdiensten betreffen.


4.2


4.2.1
Unternehmen in Schwierigkeiten;


4.2.2
Unternehmen, ausgenommen die in Nummer 4.1.4 aufgeführten Fälle, an denen die öffentliche Hand mittelbar und unmittelbar zu mehr als 25 v. H. beteiligt ist;


4.2.3
Unternehmen die nicht der Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gemäß Artikel 3 Nr. 2 der Verordnung (EU) Nr. 1388/2014 entsprechen;


4.2.4
Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen sind.


4.2.5
Antragsteller, für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr, die


a)
eine Umweltstraftat gemäß den Artikeln 3 und 4 der Richtlinie 2008/99/EG begangen haben;


b)
einen schweren Verstoß gemäß Artikel 42 der Verordnung (EG) Nr. 1005/2008 oder Artikel 90 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 begangen haben;


c)
am Betrieb, am Management oder am Besitz von Fischereifahrzeugen beteiligt sind, die auf der Gemeinschaftsliste der IUU- Schiffe gemäß Artikel 40 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 1005/2008 geführt werden, oder am Besitz von Schiffen, die unter der Flagge eines Landes fahren, das nach Artikel 33 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1005/2008 als nichtkooperierendes Drittland eingestuft wurde oder


d)
einen schweren Verstoß gegen die Vorschriften der gemeinsamen Fischereipolitik nach anderen Vorschriften des Europäischen Parlaments und des Rates begangen haben.


Beginn, Ende und Dauer des Förderausschlusses richtet sich nach den Maßgaben des Artikels 10 Abs. 4 der Verordnung (EU) Nr. 508/2014.




5.


5.1


5.1.1 Zuwendungen dürfen nur für solche Maßnahmen bewilligt werden, die vor Antragstellung noch nicht begonnen worden sind. Als Beginn der Maßnahme gilt die erste rechtliche Verpflichtung zur Bestellung von Ausrüstung oder Inanspruchnahme von Dienstleistungen oder eine andere Verpflichtung, die die Maßnahme unumkehrbar macht. Nicht als Beginn gelten Vorarbeiten, wie die Einholung von Genehmigungen, Beratungen und die Erstellung von Durchführbarkeitsstudien, es sei denn, sie sind alleiniger Zweck der Zuwendung. Durchführbarkeitsstudien zählen selbst dann weiter zu den förderfähigen Ausgaben, wenn aufgrund ihrer Ergebnisse keine Ausgaben getätigt werden.



5.1.2 Der Zuwendungsempfänger muss seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt haben und die Investition muss im Land Sachsen-Anhalt getätigt werden.



5.1.3 Geförderte Vorhaben müssen dem Unionsrecht und dem in Bezug auf dessen Umsetzung einschlägigen nationalen Recht entsprechen. Gefördert werden ausschließlich die unter Nummer 3 genannten Maßnahmen, die den einschlägigen Vorgaben des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) (2014 – 2020) entsprechen.



5.1.4 Vorhaben zur Erfüllung zukünftiger nationaler oder europarechtlicher Auflagen können nur bis zu dem Zeitpunkt unterstützt werden, zu dem derartige Auflagen für die Unternehmen verbindlich werden.



5.1.5 Die Zuwendung wird unter der Voraussetzung gewährt, dass der Zuwendungsempfänger mit der Antragstellung



a)
erklärt,


aa)
dass gegen sein Unternehmen keine Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt vorliegt, der er nicht fristgerecht in voller Höhe Folge geleistet hat,


bb)
im Rahmen der Förderprogramme des Europäischen Fischereifonds (EFF) (2007 – 2013) und des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (2014–2020) keinen Betrug im Sinne des Artikels 1 Abs. 1 des Übereinkommens aufgrund von Artikel K.3 des Vertrags über die Europäische Union über den Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaften (ABl. C 316 vom 27. 11. 1995, S. 49) begangen zu haben und derzeit auch kein Verfahren anhängig ist und


cc)
keinen schweren Verstoß gegen die Vorschriften der gemeinsamen Fischereipolitik oder Umweltvorschriften im Sinne von Nummer 4.2.4 Satz 1 begangen zu haben und


b)
sich verpflichtet, für die Dauer der Durchführung des beantragten Vorhabens sowie mindestens für fünf Jahre nach Abschluss des Vorhabens (nach letzter Zahlung) nicht gegen die vorstehenden Vorschriften zu verstoßen.


5.2


5.2.1 Als unterste Grenze zum Nachweis der erwerbsmäßigen fischereilichen Urproduktion muss mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:



a)
Mindestteichfläche 0,3 Hektar,


b)
Mindesterzeugungsmenge: 500 Kilogramm pro Jahr oder


c)
Mindesterzeugungswert: 1 500 Euro pro Jahr.


Bei Neugründungen, die diese Grenzen vor der beantragten Förderung noch nicht erreichen, ist zur Antragstellung ein Geschäftsplan vorzulegen, aus dem eindeutig hervorgeht, dass diese Kriterien nach der Investition erfüllt werden.



5.2.2 Vorhaben nach Nummer 3.1.2, die den Austausch von Motoren betreffen, sind nur dann förderfähig, wenn der Kraftstoffverbrauch des neuen Motors unter dem des alten Motors liegt und die Leistung nicht höher als die des alten Motors ist. Sofern zum alten Motor keine Unterlagen (Rechnungen, technische Beschreibungen) mehr vorliegen, ist keine Förderung möglich.



5.2.3 Investitionen nach Nummer 3.1 müssen zur Verwirklichung eines der folgenden Ziele beitragen:



a)
Verbesserung der Größen- oder Artenselektivität von Fanggeräten,


b)
Verbesserung der Hygiene-, Gesundheits-, Sicherheits- und Arbeitsbedingungen,


c)
Steigerung des Mehrwertes,


d)
Verbesserung der Produktqualität,


e)
Verbesserung des Schutzes der Umwelt durch Steigerung der Energieeffizienz und Reduzierung des Schadstoffausstoßes.


5.2.4 Bei Vorhaben nach den Nummern 3.1.1 bis 3.1.4, 3.2.1 bis 3.2.11 und 3.3.1 ist auf Verlangen der Bewilligungsbehörde die Wirtschaftlichkeit nachzuweisen. Ab einem Investitionsvolumen von 50 000 Euro ist:



a)
eine Vorwegbuchführung für mindestens zwei Jahre vorzulegen,


b)
ein Nachweis in Form eines Investitionskonzeptes über die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und des Vorhabens zu erbringen.


5.2.5 Bei Vorhaben nach den Nummern 3.1.3 und 3.2.11 ist die Einhaltung der Grenzwerte zur Abgrenzung der Direktvermarktung vom nicht zuwendungsfähigen Einzelhandel nach Nummer 2.2 vom Antragsteller in einer Erläuterung zum Vorhaben im Antrag darzulegen und mit aktuellen Betriebsdaten zu plausibilisieren (Buchführung oder andere geeignete Unterlagen; gegebenenfalls Nachweis durch Steuerberater).



5.2.6 Zuwendungsempfänger für Vorhaben nach Nummer 3.1.4 müssen über eine angemessene Berufsqualifikation verfügen und einen Geschäftsplan vorlegen. Die Unterstützung nach den Nummern 3.1.4 und 3.2.8 wird nur gewährt, wenn die ergänzenden Tätigkeiten eine Verbindung zum Kerngeschäft des Fischerei- oder Aquakulturunternehmens aufweisen. Dies schließt insbesondere Tätigkeiten in Bereichen wie Angeltourismus, Umweltleistungen und Umweltbildung ein.



5.2.7 Vorhaben nach den Nummern 3.1.4 und 3.2.8 zur Erweiterung der Einkommensquellen von Fischerei- und Aquakulturunternehmen, die Investitionen in die Gastronomie beinhalten, sind nur dann förderfähig, wenn sie der Vermarktung von Fischgerichten dienen. Sie dürfen ferner nicht nach anderen Förderprogrammen gefördert werden. Abweichend von Nummer 6.5 ist eine Kumulation der Zuwendung nicht möglich.



5.2.8 Öffentliche oder private wissenschaftliche oder technische Einrichtungen unabhängig von ihrer Rechtsform oder Sachverständige, die für Maßnahmen nach den Nummern 3.1.5, 3.1.8, 3.2.14, 3.2.15 oder 3.2.17 Zuwendungen erhalten oder mit deren Durchführung beauftragt werden, müssen ihre fachliche Eignung gegenüber der Bewilligungsbehörde durch die Vorlage von Gutachten oder den Nachweis von entsprechenden Tätigkeiten belegen. Dies gilt nicht für vereidigte und bestellte Sachverständige in den jeweils einschlägigen Sachgebieten1 sowie die Fischereiforschungseinrichtungen des Bundes und der Länder2.



Bei der Anerkennung öffentlicher oder privater wissenschaftlicher oder technischer Einrichtungen unabhängig von ihrer Rechtsform oder Sachverständiger nach Absatz 1 sind die Nummern 2 und 3.2 bis 3.7 des Beratererlasses (Erl. des MULE vom 28. 4. 2017, MBl. LSA S. 292) sinngemäß anzuwenden. Anerkannte Personen sind auf Antrag im Internet zu veröffentlichen.



5.2.9 Vorhaben nach Nummer 3.1.8 müssen der Einrichtung oder Arbeit von Netzwerken, Partnerschaftsabkommen oder Vereinigungen zwischen unabhängigen wissenschaftlichen Einrichtungen und Fischern oder Zusammenschlüssen von Fischern, an denen sich technische Einrichtungen beteiligen können, dienen. Sie können Tätigkeiten der Datenerhebung und -verwaltung, Studien, Pilotprojekte, die Verbreitung von Kenntnissen und Forschungsergebnissen, Seminare und bewährte Verfahren umfassen. Soweit die Maßnahmen Innovationen und Pilotprojekte beinhalten sind die Ergebnisse der unterstützten Maßnahmen auf angemessene Art und Weise öffentlich zugänglich zu machen.



5.2.10 Vorhaben nach den Nummern 3.1.9, 3.2.13 und 3.3.2 dürfen nicht auf Handelsmarken ausgerichtet sein.



5.2.11 Neueinsteiger in den Aquakultursektor haben für Vorhaben nach Nummer 3.2 einen Geschäftsplan und ab einem Investitionsvolumen von 50 000 Euro eine Durchführbarkeitsstudie, die eine Umweltprüfung der Vorhaben enthält, vorzulegen.



5.2.12 Maßnahmen nach Nummer 3.2.1 sind nur dann förderfähig, wenn sie im Einklang mit den im Nationalen Strategieplan Aquakultur für Deutschland3 in der jeweils geltenden Fassung verankerten Zielsetzungen stehen. Soweit diese Maßnahmen den Neubau von Aquakulturkreislaufanlagen beinhalten, sind folgende Antragsunterlagen vorzulegen:



a)
Wirtschaftlichkeitsberechnung,


b)
Darstellung der Wirtschaftlichkeit anhand bestehender Anlagen gleichen Bautyps,


c)
Darstellung der Absatzwege und Vermarktungsstrategie der erzeugten Produkte,


d)
Nachweis der Sicherstellung der Satzfischversorgung.


Auf Verlangen der Bewilligungsbehörde sind die Nachweise in Form eines Gutachtens durch eine den Anforderungen von Nummer 5.2.8 entsprechende wissenschaftliche oder technische Einrichtung oder einen Sachverständigen zu erbringen. Die hierdurch entstehenden Kosten können vorbehaltlich anderslautender Regelungen im Falle einer späteren Förderung als förderfähig anerkannt werden.



5.2.13 Vorhaben nach Nummer 3.2.10, die Investitionen in Energiegewinnungsanlagen beinhalten, sind nur an Standorten ohne Stromanschluss, die nicht durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz oder durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz begünstigt werden können, förderfähig. Die Umstellung auf Anlagen zur Gewinnung von Wärme aus erneuerbaren Energiequellen sowie Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sind ausschließlich für den betrieblichen Verbrauch (Auflage im Förderbescheid für die Dauer der Zweckbindung) förderfähig. Mit dem Antrag sind der betriebliche Verbrauch und die geplante Leistung aus erneuerbaren Energiequellen nachvollziehbar darzustellen.



5.2.14 Für Vorhaben nach Nummer 3.2.12 wird die Zuwendung nur Antragstellern gewährt, die sich für mindestens fünf Jahre zur Einhaltung der Anforderungen an die ökologische und biologische Produktion verpflichten. Die Zuwendung erfolgt in Form von Ausgleichszahlungen über höchstens drei Jahre während der Zeit der Umstellung des Unternehmens auf ökologische und biologische Produktion. Die entstandenen Einkommensverluste oder Mehrausgaben gegenüber der konventionellen Wirtschaftsweise sind vom Zuwendungsempfänger nachzuweisen und in einer Aufstellung der Bewilligungsbehörde vorzulegen.



5.2.15 Vorhaben nach Nummer 3.2.14 müssen mindestens einem der folgenden Ziele dienen:



a)
Steigerung der Gesamtleistung und Wettbewerbsfähigkeit oder


b)
Verringerung der Umweltauswirkungen der Aquakultur.


Sie können die Einrichtung von Betriebsführungs-, Vertretungs- und Beratungsdiensten für Aquakulturunternehmen sowie den Erwerb von Betriebsberatungsdiensten technischer, wissenschaftlicher, rechtlicher, ökologischer oder wirtschaftlicher Art umfassen.



Der Erwerb von Beratungsdiensten betrifft:



a)
die Betriebsführungserfordernisse zur Einhaltung der Umweltschutzvorschriften der Union und nationale Umweltschutzvorschriften;


b)
Umweltverträglichkeitsprüfungen im Sinne der Richtlinie 2001/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. 6. 2001 über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme (ABl. L 197 vom 21. 7. 2001, S. 30) und der Richtlinie 92/43/EWG;


c)
die Betriebsführungserfordernisse zur Einhaltung nationaler und Unionsvorschriften über Gesundheit und Schutz von Wassertieren und über öffentliche Gesundheit;


d)
Gesundheits- und Sicherheitsnormen auf der Grundlage von Rechtsvorschriften der Union und nationalen Rechtsvorschriften;


e)
Vermarktungs- und Geschäftsstrategien.


Für jede Art von Beratungsdiensten gemäß Absatz 2 wird nur einmal pro Jahr eine Unterstützung gewährt.



5.2.16 Vorhaben nach Nummer 3.2.15 müssen zur Verwirklichung eines der folgenden Ziele beitragen:



a)
Entwicklung technischer, wissenschaftlicher oder organisatorischer Erkenntnisse in Aquakulturunternehmen, mit denen insbesondere die Umweltauswirkungen und die Abhängigkeit von Fischmehl und -öl verringert, eine nachhaltige Ressourcenverwendung in der Aquakultur gefördert, der Tierschutz verbessert oder neue nachhaltige Produktionsmethoden erleichtert werden;


b)
Entwicklung oder Markteinführung von neuen Zuchtarten mit guten Marktaussichten, neuen oder entscheidend verbesserten Erzeugnissen, neuen oder verbesserten Verfahren oder neuen oder verbesserten Systemen der Verwaltung oder Organisation oder


c)
Prüfung der technischen Durchführbarkeit oder der Wirtschaftlichkeit von Innovationen, Erzeugnissen oder Verfahren.


Sie müssen durch eine den Anforderungen von Nummer 5.2.8 entsprechende wissenschaftliche oder technische Einrichtung oder einen Sachverständigen begleitet werden. Die Ergebnisse dieser Vorhaben sind in geeigneter Weise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.



5.2.17 Eine Förderung nach Nummer 3.2.16 setzt voraus, dass sich das Aquakulturunternehmen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren verpflichtet, die nachfolgenden Umweltleistungen in der Teichwirtschaft und Maßnahmen zum Erhalt der Kulturlandschaft sowie zur Förderung der biologischen Vielfalt nach Maßgabe des Merkblatts4 zur Teilnahme an Umweltmaßnahmen in der Karpfenteichwirtschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft und zu Förderung der biologischen Vielfalt durchzuführen:



a)
Führen eines Teichbuches4,


b)
Nachweis der Bewirtschaftung, die einen Ertrag von mindestens 150 Kilogramm Nutzfische je Hektar teichwirtschaftliche Nutzfläche erwarten lässt,


c)
jährliche Durchführung der zur Erhaltung der Teiche notwendigen Pflege- und Sicherungsmaßnahmen, insbesondere Teichdamm- und Böschungspflege, Pflege der Wirtschaftswege, Grabenpflege, sowie Instandhaltung von Stauanlagen,


d)
Erhaltung röhrichtfreier Bereiche,


e)
Desinfektion mit Branntkalk ausschließlich in unbespannter Fischgrube oder zur Bekämpfung von Fischkrankheiten,


f)
Trockenlegung über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen pro Jahr.


Die zuwendungsfähigen teichwirtschaftlichen Flächen dürfen nicht nach anderen öffentlichen Förderprogrammen gefördert werden.



5.2.18 Vorhaben nach Nummer 3.3 müssen zur Verwirklichung eines der folgenden Ziele beitragen:



a)
Verbesserung der Organisation der Märkte für Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse oder


b)
Förderung von Investitionen in den Bereichen Verarbeitung und Vermarktung.


5.2.19 Investitionen nach Nummer 3.3.1 müssen innerhalb von drei Jahren durchgeführt werden und mindestens zur Verwirklichung eines der folgenden Ziele beitragen:



a)
Erhöhung der Energieeffizienz oder Verringerung der Umweltbelastung,


b)
Herstellung von neuen oder verbesserten Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen,


c)
Steigerung des Mehrwertes und Verbesserung der Qualität der Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse,


d)
Verbesserung der Arbeits-, Gesundheits-, Sicherheits- und Hygienebedingungen,


e)
Verarbeitung von Nebenerzeugnissen, die bei der Hauptverarbeitung anfallen, oder


f)
Verarbeitung von ökologischen und biologischen Aquakulturerzeugnissen.




6.


6.1


Projektförderung.



6.2


Festbetragsfinanzierung bei den Ausgleichszahlungen für Mehrausgaben oder Einkommensverluste für Umweltleistungen nach Nummer 3.2.16 zur Teichpflege und zum Erhalt der Kulturlandschaft.



Anteilsfinanzierung bei allen übrigen Fördertatbeständen.



6.3


Nicht rückzahlbarer Zuschuss.



6.4


Die Höhe der Zuwendung wird auf maximal 200 000 Euro pro Unternehmen innerhalb der gesamten Laufzeit dieser Richtlinie begrenzt. Für die Berechnung der Zuwendungshöhe und der zuwendungsfähigen Ausgaben werden die Beträge vor Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben herangezogen. Die zuwendungsfähigen Ausgaben sind durch schriftliche Unterlagen zu belegen, die klar, spezifisch und aktuell sein müssen.



In der Regel erfolgt die Förderung mit einem Zuschuss in Höhe von maximal 50 v. H. der zuwendungsfähigen Ausgaben.



Abweichend hiervon beträgt der Zuschuss bei Vorhaben



a)
nach den Nummern 3.1 und 3.2 mit einem kollektiven Begünstigten, die sowohl von kollektivem Interesse sind als auch mindestens auf lokaler Ebene innovative Aspekte aufweisen, maximal 90 v. H. der zuwendungsfähigen Ausgaben,


b)
nach Nummer 3.1.2, die den Austausch oder die Modernisierung von Bootsmotoren beinhalten, maximal 30 v. H. der zuwendungsfähigen Ausgaben,


c)
nach Nummer 3.1.4 maximal 50 v. H. der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 75 000 Euro je Unternehmen,


d)
nach den Nummern 3.1.5 und 3.2.14 je begünstigtes Aquakultur- oder Fischereiunternehmen maximal 2 500 Euro pro Kalenderjahr,


e)
nach Nummer 3.2.12 höchstens 10 000 Euro pro Kalenderjahr je Aquakulturunternehmen und maximal 75 v. H. der von der Bewilligungsbehörde berechneten Mehrausgaben oder Einkommensverluste auf der Basis der tatsächlich verkauften Fische, die noch nicht als ökologisches und biologisches Aquakulturerzeugnis vermarktet werden konnten,


f)
nach Nummer 3.2.16 maximal 186 Euro pro Hektar zuwendungsfähige teichwirtschaftliche Nutzfläche je Kalenderjahr,


g)
nach Nummer 3.3 maximal 25 v. H. der zuwendungsfähigen Ausgaben.


6.5


Zuwendungen nach dieser Richtlinie, mit Ausnahme von Maßnahmen nach den Nummern 3.2.12 und 3.2.16, dürfen mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombiniert werden. Sofern Vorhaben auch mit Mitteln aus anderen öffentlichen Förderprogrammen gefördert werden, dürfen jedoch die in Artikel 95 der Verordnung (EU) Nr. 508/2014 genannten Beihilfeintensitäten, in Verbindung mit den in Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 508/2014 aufgeführten spezifischen Beihilfeintensitäten, nicht überschritten werden.





7.


Die Förderung von Investitionen erfolgt unter dem Vorbehalt des Widerrufs für den Fall, dass die geförderten Bauten und baulichen Anlagen innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Jahren, Maschinen, technischen Einrichtungen und Geräte innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren ab Abschlusszahlung veräußert oder nicht mehr dem Zuwendungszweck entsprechend verwendet werden.



Die Nichteinhaltung der vorgenannten Zweckbindungsfristen oder des Verpflichtungszeitraumes von mindestens fünf Jahren bei den nach den Nummern 3.2.12 und 3.2.16 geförderten Maßnahmen sowie Verstöße gegen die Verpflichtung gemäß Nummer 5.1.5 Buchst. b führen zur teilweisen oder vollständigen Rückforderung der gewährten Zuwendung.



Der Wechsel des Eigentümers eines Unternehmens, Gesellschafterwechsel oder der Hinzutritt neuer Gesellschafter innerhalb des Zweckbindungszeitraumes sind der Bewilligungsbehörde anzuzeigen. Die Förderung von Investitionen erfolgt unter dem Vorbehalt des Widerrufs für den Fall, dass infolge des Wechsels der Eigentümer oder Gesellschafter nicht mehr sämtliche Bedingungen oder Zuwendungsvoraussetzungen dieser Richtlinie, die zum Zeitpunkt der Bewilligung galten, erfüllt werden.



Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten § 44 LHO und die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P, Anlage 2 zur VV Nr. 5.1 zu § 44 LHO), soweit nicht in dieser Richtlinie Abweichungen zugelassen sind.



Abweichend von Nummer 3.1 ANBest-P (private Antragsteller) kann bei Aufträgen bis 500 Euro ohne Umsatzsteuer auf die Einholung von mehreren Angeboten verzichtet werden. Unter Berücksichtigung der Haushaltsgrundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit ist jedoch die Kostenplausibilität durch Preisvergleiche (mindestens drei) vom Zuwendungsempfänger nachzuweisen.



Abweichend von Nummer 3.2 ANBest-P (private Antragsteller) gilt auch bei Aufträgen über 100 000 Euro je Los ohne Umsatzsteuer die Regelung der Nummer 3.1 AN Best-P. Die Verpflichtung zur Einhaltung weiterer vergaberechtlicher Vorgaben auf Grund anderer Rechtsvorschriften bleibt unberührt.



Die Zuwendungen sind Subventionen im Sinne von § 264 des Strafgesetzbuches und unterliegen daher beim Vorliegen eines Subventionsbetruges der strafrechtlichen Verfolgung.



Fischerei- und Aquakulturunternehmen erhalten für Investitionen nach den Nummern 3.1.1, 3.1.2, 3.1.4, 3.1.6, 3.1.7, 3.2.7, 3.2.8, 3.2.10 und 3.2.12 regelmäßig jeweils nur einmal eine Zuwendung nach dieser Richtlinie. Die Bewilligungsbehörde kann für Investitionen nach den Nummern 3.1.6, 3.1.7, 3.2.7, 3.2.8, 3.2.10 und 3.2.12 in Einzelfällen Ausnahmen von dieser Vorschrift zulassen. Von der Ausnahmeregelung ist regelmäßig Gebrauch zu machen, sofern an der Durchführung des Vorhabens ein kollektives Interesse besteht.



Zusätzlich zu dieser Richtlinie erfolgt die Gewährung von Beihilfen für Mehrausgaben oder Einkommensverluste nach Nummer 3.2.16 nach der Maßgabe des Merkblatts4 zur Teilnahme an Umweltmaßnahmen in der Karpfenteichwirtschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft und zu Förderung der biologischen Vielfalt.





8.


8.1


Antragsvordrucke können bei der Bewilligungsbehörde angefordert oder im Internet4 heruntergeladen werden. Zusammen mit dem Antrag sind die geforderten Unterlagen (Nachweise, Zulassungen sowie andere Erklärungen oder Belege) vollständig beim Landesverwaltungsamt, Dessauer Straße 70, 06118 Halle (Saale) einzureichen.



Anträge mit einem beabsichtigten Maßnahmebeginn im laufenden Kalenderjahr sollten jeweils bis 30. 6. bei der Bewilligungsbehörde eingereicht werden.



Abweichend von Absatz 2 müssen Anträge nach Nummer 3.2.12 auf Ausgleichszahlungen für die Umstellung auf ökologische Aquakultur bis spätestens 31. 10. 2019 bei der Bewilligungsbehörde eingereicht werden.



Abweichend von Absatz 2 müssen Förderanträge (Basisantrag und Verpflichtung) nach Nummer 3.2.16



a)
das Verpflichtungsjahr 2017 betreffend bis spätestens 30. 11. 2017,


b)
das Verpflichtungsjahr 2018 betreffend bis spätestens 31. 4. 2018


eingereicht werden. Der Antragsteller hat für die beantragte teichwirtschaftliche Nutzfläche einen rechtskräftigen Pachtvertrag vorzulegen oder das Eigentum nachzuweisen.



8.2


Bewilligungsbehörde ist das Landesverwaltungsamt. Die Bewilligungsbehörde prüft den Antrag und entscheidet über die gemäß Nummer 8.1 Abs. 2 fristgerecht eingegangenen Anträge im Rahmen eines Auswahlverfahrens und einer Priorisierung gemäß der Anlage durch Bescheid.



Nicht innerhalb der Frist nach Nummer 8.1 Abs. 2 eingegangene Anträge können im Rahmen der nach Abschluss des Priorisierungs- und Auswahlverfahrens verfügbaren Haushaltsmittel bewilligt werden. Nicht innerhalb der Frist nach Nummer 8.1 Abs. 3 und 4 eingegangene Anträge auf Zuwendungen sind abzulehnen.



8.3


Die Auszahlung der Zuwendung oder von Zuwendungsteilbeträgen erfolgt ausschließlich aufgrund geleisteter und nachgewiesener Zahlungen des Zuwendungsempfängers (Erstattungsprinzip). Dem Auszahlungsantrag sind eine Belegübersicht, die Einnahme- und Ausgabebelege, Zahlungsnachweise, Verträge und die Dokumentation zur Vergabe von Aufträgen sowie alle sonstigen Dokumente zum Nachweis der förderfähigen Ausgaben beizufügen.



Ausgleichszahlungen für Umweltleistungen nach Nummer 3.2.16 werden im Folgejahr nach Prüfung des vom Zuwendungsempfänger zum 31. 1. vorzulegenden Teichbuchs ausgezahlt.



8.4


Abweichend von den Vorgaben der VV Nr. 6.1 zu § 44 der LHO gelten die auf dem dafür vorgesehenen Formular eingereichten Auszahlungsanträge als Zwischennachweis.



8.5


Die Verwendung der Zuwendung ist von den Zuwendungsempfängern auf einem von der Bewilligungsbehörde vorgegebenen Vordruck4 nachzuweisen. Auf eine erneute Vorlage der im Rahmen der Auszahlungsanträge eingereichten Einnahme- und Ausgabebelege, Zahlungsnachweise, Verträge und die Dokumentation zur Vergabe von Aufträgen kann hierbei verzichtet werden.



8.6


Das Ministerium, der Landesrechnungshof, das Landesverwaltungsamt sowie bei Vorhaben nach Nummer 3.3 auch der Bundesrechnungshof sind berechtigt, die zweckbestimmte und fristgerechte Verwendung der Zuwendung jederzeit zu prüfen oder durch Beauftragte prüfen zu lassen sowie Auskünfte einzuholen und in die förderrelevanten Unterlagen Einblick zu nehmen.



8.7


Veröffentlichungen zu den nach dieser Richtlinie geförderten Vorhaben sind mit dem Förderhinweis „Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt – Investitionen in eine nachhaltige und ressourcenschonende Fischerei und Aquakultur“ zu versehen.



Bei Investitionsmaßnahmen ab einem Investitionsvolumen von 50 000 Euro ist die breite Öffentlichkeit in geeigneter Weise (Erläuterungstafel oder Schild) über die Förderung zu informieren. Bei der Gestaltung der Erläuterungstafel ist darauf zu achten, dass das Logo des Landes Sachsen-Anhalt in gleicher Größe wie die Logos anderer Zuwendungsgeber dargestellt ist. Zudem ist das Vorhaben zu benennen. Die Erläuterungstafel ist an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle, möglichst in Investitionsnähe anzubringen oder aufzustellen und sollte von auffallender Größe (nicht kleiner als Format A 3) sein. Die Erläuterungstafel ist mindestens für den Zeitraum der Projektdurchführung und somit vom Investitionsbeginn bis zur endgültigen Fertigstellung und Schlussabnahme des Vorhabens anzubringen oder aufzustellen. Im Einzelfall ist eine Verlängerung der Zeitdauer möglich.



Bei Maßnahmen nach Nummer 3.3 ist zusätzlich über einen entsprechenden Hinweis auf die finanzielle Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ aufmerksam zu machen.



8.8


Ab einer Einzelbeihilfe von mehr als 30 000 Euro werden Informationen über die geförderten Vorhaben sowie die zuwendungsempfangenden Personen und die Beträge gemäß Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 1388/2014 auf einer ausführlichen Beihilfe-Internetseite veröffentlicht. Mit Annahme der Förderung erklären sich die zuwendungsempfangenden Personen mit der Veröffentlichung einverstanden.



8.9


Die Bewilligungsbehörde führt am Ende der Förderperiode eine Evaluierung der umweltrelevanten Maßnahmen nach den Nummern 3.1.6, 3.1.7, 3.2.16 sowie 3.2.17 durch und macht die Ergebnisse in zusammengefasster Form auf angemessene Art und Weise der Öffentlichkeit zugänglich.





9.


Personen- und Funktionsbezeichnungen in diesem Erl. gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.





10.


Dieser Erl. tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft und mit Ablauf des 30. 06. 2021 außer Kraft. Für Bewilligungsbescheide, die auf der Grundlage dieses Erl. vor dem 30. 6. 2021 erlassen worden sind, gilt dieser Erl. bis zum 31. 12. 2023.



An
das Landesverwaltungsamt


Anlagen (nichtamtliches Verzeichnis)

Anlage: Priorisierung beim Auswahlverfahren

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVST-793000-MULE-20170302-SF&psml=bssahprod.psml&max=true