Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument rtf Dokument Dokumentansicht maximierenStandardansicht wiederherstellen
Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
Amtliche Abkürzung:APVOtechRef LSA
Ausfertigungsdatum:18.10.2016
Gültig ab:01.11.2016
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Sachsen-Anhalt
Fundstelle:GVBl. LSA 2016, 264
Gliederungs-Nr:2030.100
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für das technische Referendariat im Land Sachsen-Anhalt
(APVOtechRef LSA)
Vom 18. Oktober 2016
Zum 20.07.2019 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für das technische Referendariat im Land Sachsen-Anhalt (APVOtechRef LSA) vom 18. Oktober 201601.11.2016
Eingangsformel01.11.2016
Inhaltsverzeichnis01.11.2016
Teil 1 - Allgemeiner Teil01.11.2016
§ 1 - Zweck, Ziel, Geltungsbereich und Fachrichtungen01.11.2016
§ 2 - Einstellungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 3 - Einstellungsverfahren01.11.2016
§ 4 - Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen01.11.2016
§ 5 - Dauer und Gliederung01.11.2016
§ 6 - Inhalt und Gestaltung der Ausbildung01.11.2016
§ 7 - Begleitung und Überwachung der Ausbildung01.11.2016
§ 8 - Beurteilung während der Ausbildung01.11.2016
§ 9 - Urlaub01.11.2016
§ 10 - Zweck des Staatsexamens01.11.2016
§ 11 - Abnahme des Staatsexamens01.11.2016
§ 12 - Zulassung zum Staatsexamen01.11.2016
§ 13 - Bestandteile der Prüfung01.11.2016
§ 14 - Häusliche Prüfungsarbeit01.11.2016
§ 15 - Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht01.11.2016
§ 16 - Mündliche Prüfung01.11.2016
§ 17 - Nichtantritt und Unterbrechung der Prüfung01.11.2016
§ 18 - Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen01.11.2016
§ 19 - Abschließende Bewertung, Gesamturteil01.11.2016
§ 20 - Prüfungszeugnis01.11.2016
§ 21 - Wiederholung der Prüfung01.11.2016
§ 22 - Verstöße gegen die Prüfungsordnung01.11.2016
§ 23 - Prüfungsakte01.11.2016
§ 24 - Ausführungsbestimmungen01.11.2016
Teil 2 - Besonderer Teil01.11.2016
Abschnitt 1 - Fachrichtung Architektur01.11.2016
§ 25 - Zulassungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 26 - Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde01.11.2016
Abschnitt 2 - Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation01.11.2016
§ 27 - Zulassungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 28 - Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde01.11.2016
Abschnitt 3 - Fachrichtung Landespflege01.11.2016
§ 29 - Zulassungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 30 - Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde01.11.2016
Abschnitt 4 - Fachrichtung Städtebau01.11.2016
§ 31 - Zulassungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 32 - Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde01.11.2016
Abschnitt 5 - Fachrichtung Straßenwesen01.11.2016
§ 33 - Zulassungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 34 - Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde01.11.2016
Abschnitt 6 - Fachrichtung Umwelttechnik01.11.2016
§ 35 - Zulassungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 36 - Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde01.11.2016
Abschnitt 7 - Fachrichtung Wasserwesen01.11.2016
§ 37 - Zulassungsvoraussetzungen01.11.2016
§ 38 - Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde01.11.2016
Teil 3 - Übergangs- und Schlussvorschriften01.11.2016
§ 39 - Übergangsbestimmungen01.11.2016
§ 40 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten01.11.2016
Anlage 1 - Sondervorschriften für die Fachrichtung Architektur01.11.2016
Teil 1 - Gliederung der Ausbildung01.11.2016
Teil 2 - Sonstige Vorschriften für die Ausbildung01.11.2016
Teil 3 - Ausbildungsplan der Fachrichtung Architektur01.11.2016
Teil 4 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten01.11.2016
Teil 5 - Prüfstoffverzeichnis01.11.2016
Anlage 2 - Sondervorschriften für die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation01.11.2016
Teil 1 - Gliederung der Ausbildung01.11.2016
Teil 2 - Sonstige Vorschriften für die Ausbildung01.11.2016
Teil 3 - Ausbildungsplan der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation01.11.2016
Teil 4 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten01.11.2016
Teil 5 - Prüfstoffverzeichnis01.11.2016
Anlage 3 - Sondervorschriften für die Fachrichtung Landespflege01.11.2016
Teil 1 - Gliederung der Ausbildung01.11.2016
Teil 2 - Sonstige Vorschriften für die Ausbildung01.11.2016
Teil 3 - Ausbildungsplan der Fachrichtung Landespflege01.11.2016
Teil 4 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten01.11.2016
Teil 5 - Prüfstoffverzeichnis01.11.2016
Anlage 4 - Sondervorschriften für die Fachrichtung Städtebau01.11.2016
Teil 1 - Gliederung der Ausbildung01.11.2016
Teil 2 - Sonstige Vorschriften für die Ausbildung01.11.2016
Teil 3 - Ausbildungsplan der Fachrichtung Städtebau01.11.2016
Teil 4 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten01.11.2016
Teil 5 - Prüfstoffverzeichnis01.11.2016
Anlage 5 - Sondervorschriften für die Fachrichtung Straßenwesen01.11.2016
Teil 1 - Gliederung der Ausbildung01.11.2016
Teil 2 - Sonstige Vorschriften für die Ausbildung01.11.2016
Teil 3 - Ausbildungsplan der Fachrichtung Straßenwesen01.11.2016
Teil 4 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten01.11.2016
Teil 5 - Prüfstoffverzeichnis01.11.2016
Anlage 6 - Sondervorschriften für die Fachrichtung Umwelttechnik01.11.2016
Teil 1 - Gliederung der Ausbildung01.11.2016
Teil 2 - Sonstige Vorschriften für die Ausbildung01.11.2016
Teil 3 - Ausbildungsplan der Fachrichtung Umwelttechnik01.11.2016
Teil 4 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten01.11.2016
Teil 5 - Prüfstoffverzeichnis01.11.2016
Anlage 7 - Sondervorschriften für die Fachrichtung Wasserwesen01.11.2016
Teil 1 - Gliederung der Ausbildung01.11.2016
Teil 2 - Sonstige Vorschriften für die Ausbildung01.11.2016
Teil 3 - Ausbildungsplan der Fachrichtung Wasserwesen01.11.2016
Teil 4 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten01.11.2016
Teil 5 - Prüfstoffverzeichnis01.11.2016
Anlage 801.11.2016
Anlage 901.11.2016
Anlage 1001.11.2016
Anlage 1101.11.2016
Anlage 1201.11.2016
Anlage 1301.11.2016

Aufgrund des § 28 des Landesbeamtengesetzes vom 15. Dezember 2009 (GVBl. LSA S. 648), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 25. Februar 2016 (GVBl. LSA S. 89, 93), in Verbindung mit Abschnitt II Nrn. 4, 8 und 9 des Beschlusses der Landesregierung über den Aufbau der Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom 24. Mai/7. Juni 2016 (MBl. LSA S. 369), geändert durch Beschluss vom 20. September 2016 (MBl. LSA S. 549), wird im Einvernehmen mit dem Ministerium der Finanzen verordnet:

Inhaltsübersicht
Teil 1
Allgemeiner Teil
§ 1 Zweck, Ziel, Geltungsbereich und Fachrichtungen
§ 2 Einstellungsvoraussetzungen
§ 3 Einstellungsverfahren
§ 4 Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen
§ 5 Dauer und Gliederung
§ 6 Inhalt und Gestaltung der Ausbildung
§ 7 Begleitung und Überwachung der Ausbildung
§ 8 Beurteilung während der Ausbildung
§ 9 Urlaub
§ 10 Zweck des Staatsexamens
§ 11 Abnahme des Staatsexamens
§ 12 Zulassung zum Staatsexamen
§ 13 Bestandteile der Prüfung
§ 14 Häusliche Prüfungsarbeit
§ 15 Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht
§ 16 Mündliche Prüfung
§ 17 Nichtantritt und Unterbrechung der Prüfung
§ 18 Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen
§ 19 Abschließende Bewertung, Gesamturteil
§ 20 Prüfungszeugnis
§ 21 Wiederholung der Prüfung
§ 22 Verstöße gegen die Prüfungsordnung
§ 23 Prüfungsakte
§ 24 Ausführungsbestimmungen
Teil 2
Besonderer Teil
Abschnitt 1
Fachrichtung Architektur
§ 25 Zulassungsvoraussetzungen
§ 26 Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde
Abschnitt 2
Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation
§ 27 Zulassungsvoraussetzungen
§ 28 Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde
Abschnitt 3
Fachrichtung Landespflege
§ 29 Zulassungsvoraussetzungen
§ 30 Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde
Abschnitt 4
Fachrichtung Städtebau
§ 31 Zulassungsvoraussetzungen
§ 32 Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde
Abschnitt 5
Fachrichtung Straßenwesen
§ 33 Zulassungsvoraussetzungen
§ 34 Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde
Abschnitt 6
Fachrichtung Umwelttechnik
§ 35 Zulassungsvoraussetzungen
§ 36 Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde
Abschnitt 7
Fachrichtung Wasserwesen
§ 37 Zulassungsvoraussetzungen
§ 38 Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde
Teil 3
Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 39 Übergangsbestimmungen
§ 40 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Anlage 1 Sondervorschriften für die Fachrichtung Architektur
Anlage 2 Sondervorschriften für die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation
Anlage 3 Sondervorschriften für die Fachrichtung Landespflege
Anlage 4 Sondervorschriften für die Fachrichtung Städtebau
Anlage 5 Sondervorschriften für die Fachrichtung Straßenwesen
Anlage 6 Sondervorschriften für die Fachrichtung Umwelttechnik
Anlage 7 Sondervorschriften für die Fachrichtung Wasserwesen
Anlage 8 Ausbildungsnachweis
Anlage 9 Übersicht über das technische Referendariat
Anlage 10 Beurteilung
Anlage 11 Antrag auf Zulassung zum Staatsexamen
Anlage 12 Staatsexamen
Anlage 13 Niederschrift über das Staatsexamen

Teil 1
Allgemeiner Teil

§ 1
Zweck, Ziel, Geltungsbereich und Fachrichtungen

(1) Zweck und Ziel des technischen Referendariats ist es, Hochschulabsolventinnen oder Hochschulabsolventen wissenschaftlich-technischer Studiengänge als Führungskräfte zu qualifizieren und sie auf Leitungsfunktionen in Verwaltung und Wirtschaft vorzubereiten. Dabei sollen verantwortungsbewusste Persönlichkeiten für das Management in technischen Bereichen herangebildet werden, die über grundlegende soziale, ökologische und ökonomische Kenntnisse verfügen. Ferner sind Verantwortungsbereitschaft und Initiative zu wecken und zu fördern. Staatspolitische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Belange sind zu berücksichtigen.

(2) Das technische Referendariat umfasst folgende Fachrichtungen:

1.

Architektur,

2.

Geodäsie und Geoinformation,

3.

Landespflege,

4.

Städtebau,

5.

Straßenwesen,

6.

Umwelttechnik und

7.

Wasserwesen.

(3) Das technische Referendariat schließt mit dem Staatsexamen der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt, der jeweiligen Fachlaufbahn nach der Laufbahnverordnung ab, das gleichzeitig Laufbahnprüfung ist. Das technische Referendariat ist somit auch der Vorbereitungsdienst dieser Laufbahn.

§ 2
Einstellungsvoraussetzungen

Für das technische Referendariat können Bewerberinnen oder Bewerber mit einem erfolgreichen Abschluss wissenschaftlich-technischer Studiengänge gemäß dem Besonderen Teil im Rahmen eines Master-Studiengangs an einer Hochschule und einer Regelstudienzeit von zehn Fachsemestern (einschließlich Praxis- und Prüfungssemester sowie Masterarbeit), die inhaltlich-fachlich aufeinander aufbauen und im fachlichen Zusammenhang stehen, oder eines Diplom-Studienganges an einer Technischen Hochschule oder Universität oder einer Gesamthochschule mit einer Mindeststudienzeit von acht Fachsemestern (ohne Zeiten für Praxis- und Prüfungssemester sowie Diplomarbeit) eingestellt werden, sofern dabei das gemäß dem Besonderen Teil der Fachrichtungen festgelegte Wissensspektrum nachgewiesen wird. Dieser Nachweis ist durch persönlich qualifizierende Prüfungen anhand eines Abschlusszeugnisses sowie ein Diploma Supplement zu erbringen. Die mit diesem Abschluss vorauszusetzende Fähigkeit, selbstständig Fachwissen zu beherrschen und wissenschaftsmethodisch anzuwenden, ist darüber hinaus durch eine das Studium abschließende Master- oder Diplomarbeit zu belegen.

§ 3
Einstellungsverfahren

(1) Die Bewerbung um Einstellung für das technische Referendariat ist bei der Einstellungsbehörde einzureichen. Einstellungsbehörden sind die in dem Besonderen Teil für die einzelnen Fachrichtungen genannten Stellen.

(2) Der Bewerbung sind beizufügen:

1.

Geburtsurkunde, Eheurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde, Geburtsurkunden von Kindern,

2.

Lebenslauf,

3.

Belegnachweise der Hochschule, soweit dadurch das im Besonderen Teil für die jeweilige Fachrichtung geforderte Wissensspektrum nachgewiesen werden kann,

4.

Zeugnis über die Hochschulprüfungen,

5.

Nachweise über eine etwaige berufliche Tätigkeit nach Ablegung der Hochschulprüfung,

6.

Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit gemäß Artikel 116 des Grundgesetzes oder Nachweis der Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union,

7.

persönliche schriftliche Erklärung, ob gerichtliche Strafen vorliegen oder ein gerichtliches Strafverfahren oder ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft anhängig ist und

8.

zwei Passfotos, deren Aufnahmedatum zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht länger als zwei Monate zurückliegt.

(3) Auf Anforderung der Einstellungsbehörde sind vorzulegen:

1.

Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes aus den letzten sechs Monaten,

2.

ärztliches Zeugnis über eine ärztliche Untersuchung zur Feststellung der gesundheitlichen Eignung gemäß § 10 Abs. 1 des Landesbeamtengesetzes .

(4) Über die Einstellung entscheidet die Einstellungsbehörde.

(5) Aus der Einstellung kann die Bewerberin oder der Bewerber keinen Anspruch auf eine spätere Verwendung im öffentlichen Dienst herleiten.

(6) Bei Eignung ist der Bewerberin oder dem Bewerber der Termin für die Einstellung mitzuteilen. Kommt die Bewerberin oder der Bewerber ohne triftigen Grund diesem Termin nicht nach, verliert die Zusage der Einstellung ihre Gültigkeit.

§ 4
Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen

(1) Referendarinnen und Referendare werden von der Einstellungsbehörde, sofern sie die Ausbildung nicht selbst übernimmt, einer Ausbildungsbehörde zugewiesen. Wünsche nach Zuweisung an eine bestimmte Ausbildungsbehörde werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

(2) Ausbildungsbehörden sind die im Besonderen Teil für die jeweilige Fachrichtung benannten Stellen.

(3) Die Ausbildungsbehörde weist die Referendarinnen oder Referendare den Ausbildungsstellen zu.

(4) Referendarinnen oder Referendare können nach Übereinkunft der beteiligten Stellen in einzelnen Abschnitten auch bei Verwaltungen, die dem Oberprüfungsamt nicht angeschlossen sind, oder bei sonstigen geeigneten Stellen ausgebildet werden.

§ 5
Dauer und Gliederung

(1) Das technische Referendariat dauert einschließlich Prüfungszeiten zwei Jahre. Zeiten einer förderlichen hauptberuflichen Tätigkeit oder Zeiten eines Vorbereitungsdienstes einer gleichwertigen Laufbahn können auf Antrag mit bis zu sechs Monaten angerechnet werden. Förderlich sind solche Tätigkeiten, die geeignet sind, die Ausbildung in einzelnen Abschnitten ganz oder teilweise zu ersetzen, insbesondere bei Berufstätigkeit in leitender Stellung oder verantwortlicher Projektlenkung. Die Entscheidung über eine Verkürzung trifft die Einstellungsbehörde nach Anhörung der Direktorin oder des Direktors des Oberprüfungsamtes. Ein entsprechender Antrag der Referendarin oder des Referendars ist spätestens zwei Monate nach Beginn des technischen Referendariats zu stellen.

(2) In den Fällen des § 14 Abs. 4 und 5 verkürzt sich das technische Referendariat um sechs Wochen.

(3) Über eine Verlängerung des technischen Referendariats entscheidet die Einstellungsbehörde.

(4) Das technische Referendariat gliedert sich in Ausbildungsabschnitte, deren Anzahl, Dauer und Inhalt in den Sondervorschriften der Fachrichtungen ( Anlagen 1 bis 7 ) geregelt sind. Ausbildungsstationen in längere Ausbildungsabschnitte von mindestens 16 Wochen sollen gebündelt werden, um die notwendige exemplarische Ausbildungstiefe zu erreichen. Dabei soll selbstverantwortliches Handeln ein entsprechendes Gewicht erhalten. Priorität hat die Kompetenzvermittlung von methodischen Fähigkeiten im ganzheitlichen Arbeitsprozess. Vorrang vor reiner Informationsvermittlung sollen die prozessbegleitenden Maßnahmen haben (Controlling, Personal- und Ressourceneinsatz, Kommunikation und Präsentation).

(5) Für die Ausbildungsabschnitte gemäß dem Teil 1 der jeweiligen Sondervorschrift der Fachrichtungen ( Anlagen 1 bis 7 ) wird der Referendarin oder dem Referendar eine persönliche Ausbildungsbetreuerin oder ein Ausbildungsbetreuer zugeteilt, die oder der hauptamtlich Führungsfunktionen ausüben soll.

(6) Den Referendarinnen oder Referendaren soll die Gelegenheit gegeben werden, innerhalb der Ausbildungsabschnitte Wahlstationen (Hospitationen) von mindestens einem Monat Dauer auf anderen staatlichen Ebenen, in anderen Institutionen, im kommunalen Bereich und in der Wirtschaft zu durchlaufen.

§ 6
Inhalt und Gestaltung der Ausbildung

(1) Referendarinnen oder Referendare werden gemäß den Sondervorschriften der Fachrichtungen ausgebildet. Wenn bei der Ausbildung erhebliche Abweichungen von den Vorschriften beabsichtigt werden, ist hier zu vorab das Kuratorium des Oberprüfungsamtes für das technische Referendariat (Oberprüfungsamt) zu hören.

(2) Als Einführung in das technische Referendariat ist den Referendarinnen oder Referendaren ein Überblick in das allgemeine Verwaltungsgeschehen sowie über den öffentlichen Dienst und die besonderen Aufgaben ihrer Fachverwaltung zu vermitteln. Dabei ist ihnen das Ziel der Ausbildung zu erläutern und Hinweise auf die Gliederung der Ausbildung, den Ausbildungsstoff in den einzelnen Ausbildungsabschnitten und auf die Prüfung zu geben.

(3) Die Ausbildung soll durch Lehrgänge, Seminare, Planspiele, e-Learning, integriertes Lernen, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede sowie durch Exkursionen vertieft werden. Lehrgangsinhalte für die Prüfungsfächer Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen sowie Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sollen fachrichtungsübergreifend abgestimmt sein.

(4) Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in Theorie und Praxis zu vermitteln. Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass Mechanismen und Techniken auf den Gebieten Motivation, Delegation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung und Moderation erlernt werden.

(5) Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sollen nach Möglichkeit fachrichtungsübergreifend ausgebildet werden, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, Flächenbeanspruchung und Sozialverträglichkeit.

(6) Um europarechtliche Rahmenbedingungen einschätzen zu lernen und berücksichtigen zu können, ist die EU-Kompetenz zu stärken. Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien sind deshalb in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen. Geeignet dafür sind auch Hospitationen bei europäischen Institutionen und in europäischen Mitgliedsstaaten nach § 5 Abs. 6.

§ 7
Begleitung und Überwachung der Ausbildung

(1) Dienstvorgesetzte oder Dienstvorgesetzter ist die Leiterin oder der Leiter der Ausbildungsbehörde. Diese oder dieser bestellt zur Ausbildungsleiterin oder zum Ausbildungsleiter eine geeignete Bedienstete oder einen geeigneten Bediensteten der Behörde, die oder der das technische Referendariat durchlaufen und das Staatsexamen erworben haben soll. Die Ausbildungsleiterin oder der Ausbildungsleiter lenkt und überwacht die gesamte Ausbildung. Die Ausbildung im Einzelnen obliegt jeweils der Leiterin oder dem Leiter der Ausbildungsstelle oder der von ihr oder ihm beauftragten Person (Ausbilderin oder Ausbilder).

(2) Die Ausbildungsbehörde stellt für alle Referendarinnen oder Referendare einen Ausbildungsplan auf, der die Abschnitte, Zeiten und Ausbildungsstellen sowie den Ausbildungsinhalt im Einzelnen festlegt. Wünsche der Referendarinnen oder Referendare können berücksichtigt werden.

(3) Die Ausbildungsbehörde ist dafür verantwortlich, dass der Ausbildungsplan eingehalten wird. Abweichungen sind in begründeten Fällen zulässig.

(4) Referendarinnen und Referendare haben einen Ausbildungsnachweis gemäß der Anlage 8 zu führen und darin eine Übersicht über ihre wesentlichen Tätigkeiten zu geben. Der Nachweis ist monatlich der Leiterin oder dem Leiter der Ausbildungsstellen und vierteljährlich der Ausbildungsbehörde zur Prüfung und Bestätigung vorzulegen.

(5) Die Ausbildungsbehörde führt für alle Referendarinnen und Referendare eine Übersicht über das technische Referendariat ( Anlage 9 ).

(6) Zur Begleitung der Referendarinnen oder Referendare in den Ausbildungsstellen sollen in allen längeren Ausbildungsabschnitten mit den Ausbildungsbetreuerinnen oder -betreuern ( § 5 Abs. 5) regelmäßige Ausbildungsgespräche stattfinden.

§ 8
Beurteilung während der Ausbildung

(1) Jede Ausbildungsstelle beurteilt die Referendarinnen oder Referendare nach Abschluss ihres abgeleisteten Abschnittes oder Teilabschnittes unter Angabe der Art und Dauer der Beschäftigung nach ihren Leistungen (Arbeitsgüte, Arbeitsmenge, Arbeitsweise, Führungsverhalten) und ihrer Befähigung (Denk- und Urteilsvermögen, Organisationsvermögen, Befähigung zur Kommunikation und Zusammenarbeit, Führungsfähigkeit). Die Beurteilung ( Anlage 10 ) muss erkennen lassen, ob das Ziel des Ausbildungsabschnittes erreicht ist. Besondere Fähigkeiten oder Mängel sind zu vermerken.

(2) Erreicht die Ausbildungszeit bei einer Ausbildungsstelle nicht die volle Dauer von sechs Wochen, bestätigt die Ausbildungsstelle nur die Art und Dauer der Beschäftigung sowie die Erreichung des Zieles des Ausbildungsabschnittes. Die unter Absatz 1 geforderte Beurteilung entfällt.

(3) Die Ausbildungsbehörde gibt am Schluss des technischen Referendariats unter Zusammenfassung der nach Absatz 1 erstellten Beurteilungen eine abschließende Beurteilung über die Gesamtdauer des technischen Referendariats ab. Die zusammengefassten Beurteilungen sind entsprechend des jeweils zugrunde liegenden Zeitraums zu gewichten.

(4) Die Beurteilungen sind den Referendarinnen oder den Referendaren zu eröffnen und mit ihnen zu besprechen. Die Eröffnungen sind aktenkundig zu machen und mit den Beurteilungen zur Ausbildungsakte zu nehmen.

§ 9
Urlaub

(1) Erholungsurlaub ist in den Ausbildungsplan nach § 7 Abs. 2 im gegenseitigen Benehmen einzuarbeiten.

(2) Während der Zeit für die Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit darf Erholungsurlaub nicht gewährt werden.

§ 10
Zweck des Staatsexamens

Im Staatsexamen haben die Referendarinnen oder Referendare insbesondere ihre Führungsqualifikation in ihrer Fachrichtung nachzuweisen. Im Einzelnen sollen sie zeigen, dass sie ihre auf einer wissenschaftlichen Hochschule erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden verstehen, dass sie mit den Aufgaben der Verwaltungen ihrer Fachrichtung, mit den einschlägigen Rechts-, Verwaltungs- und technischen Vorschriften vertraut sind und dass sie in der Lage sind, wirtschaftlich zu denken und über Führungs- und Leitungskenntnisse verfügen.

§ 11
Abnahme des Staatsexamens

(1) Für die Abnahme des Staatsexamens ist das Oberprüfungsamt - Sonderstelle beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dienstsitz Bonn - zuständig. Rechtsgrundlage ist das Übereinkommen über die Errichtung eines gemeinschaftlichen Oberprüfungsamtes deutscher Länder und Verwaltungen für den höheren technischen Verwaltungsdienst vom 16. September 1948 in der Fassung vom 1. Oktober 2013.

(2) Der mündliche Teil des Staatsexamens findet grundsätzlich am Sitz des Oberprüfungsamtes statt. Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes kann ihn auch an anderen Orten abhalten lassen.

(3) Die oder der Vorsitzende des Kuratoriums bestellt die Mitglieder der Prüfungsausschüsse. Es sollen Führungskräfte aus Verwaltung und Wirtschaft, die möglichst ein Staatsexamen abgelegt haben, bestellt werden. Das Kuratorium kann in Sonderfällen Ausnahmen zulassen.

(4) Das Examen wird in den in § 1 Abs. 2 genannten Fachrichtungen von Prüfungskommissionen abgenommen, die vom Oberprüfungsamt aus den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse gebildet werden. Die Prüfungskommissionen setzen sich zusammen aus der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden und mindestens drei Prüferinnen oder Prüfern, wobei die Besetzung der Prüfungskommissionen je nach Prüfungsfächern personell wechseln kann. Die Prüferinnen oder Prüfer werden von der Direktorin oder dem Direktor des Oberprüfungsamtes von Fall zu Fall aus dem Kreis der von der oder dem Vorsitzenden des Kuratoriums bestellten Mitgliedern der Prüfungsausschüsse berufen. Es soll den Prüfungskommissionen nach Möglichkeit eine Prüferin oder ein Prüfer der Verwaltung angehören, in der die Referendarinnen oder Referendare überwiegend ausgebildet worden sind.

(5) Die Prüferinnen oder Prüfer sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig und an Weisungen nicht gebunden. Alle mit der Behandlung von Prüfungsangelegenheiten befassten Personen sind hierüber zur Verschwiegenheit verpflichtet.

(6) Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder die entsprechende Vertretung leitet die Prüfung. Die Prüfungskommissionen sind bei ihren Entscheidungen beschlussfähig, wenn die oder der Vorsitzende und zwei weitere Prüferinnen oder Prüfer anwesend sind. Soweit über die Leistungen in der mündlichen Prüfung entschieden wird, müssen die beschließenden Prüferinnen oder Prüfer an der Prüfung teilgenommen haben. Die Prüfungskommissionen entscheiden mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der oder des Vorsitzenden den Ausschlag. Stimmenthaltung ist nicht zulässig.

(7) Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes sorgt für den ordnungsgemäßen Prüfungsablauf. Sie oder er wacht darüber, dass in allen Fachrichtungen gleich hohe Prüfungsanforderungen gestellt und gleiche Beurteilungsmaßstäbe angelegt werden. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben kann sie oder er sich an den Prüfungen beteiligen und gilt in diesem Falle von Amts wegen als weiteres Mitglied der Prüfungskommission.

§ 12
Zulassung zum Staatsexamen

(1) Zum Staatsexamen können nur Referendarinnen oder Referendare zugelassen werden, die die Ausbildungszeit für das technische Referendariat ordnungsgemäß abgeleistet haben.

(2) Referendarinnen oder Referendare haben ihren Antrag auf Zulassung zum Staatsexamen ( Anlage 11 ) innerhalb von zwei Wochen nach Aufforderung durch die Ausbildungsbehörde zu stellen. Die Ausbildungsbehörde hat den Referendarinnen oder Referendaren den Termin für den Antrag unter Hinweis auf die Folgen eines Versäumnisses schriftlich mitzuteilen.

(3) Die Ausbildungsbehörde leitet den Antrag mit den darin aufgeführten Unterlagen so rechtzeitig dem Oberprüfungsamt zu, dass er zwei Monate vor Aushändigung der Aufgabe für die häusliche Prüfungsarbeit dem Oberprüfungsamt vorliegt.

(4) Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes entscheidet aufgrund der mit dem Zulassungsantrag vorgelegten Unterlagen über die Zulassung zum Staatsexamen.

(5) Das Oberprüfungsamt leitet den Zulassungsbescheid zusammen mit der Aufgabe für die häusliche Prüfungsarbeit der Ausbildungsbehörde zur fristgerechten Aushändigung an die Referendarin oder den Referendar zu. Die dem Zulassungsantrag beigefügten Unterlagen werden gleichzeitig zurückgegeben. Sie sind zu vervollständigen und dem Oberprüfungsamt mit der abschließenden Beurteilung ( § 8 Abs. 3) nach Beendigung der gesamten Ausbildung wieder zuzuleiten.

§ 13
Bestandteile der Prüfung

Die Prüfung besteht aus

1.

der häuslichen Prüfungsarbeit,

2.

den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht und

3.

der mündlichen Prüfung.


§ 14
Häusliche Prüfungsarbeit

(1) Die Referendarin oder der Referendar soll durch die häusliche Prüfungsarbeit zeigen, dass eine Aufgabe aus der Praxis richtig erfasst, methodisch bearbeitet und das Ergebnis klar dargestellt werden kann. In der Aufgabenstellung sollen Führungs- und Wirtschaftlichkeitsthemen einen hohen Stellenwert erhalten.

(2) Die Referendarin oder der Referendar muss die häusliche Prüfungsarbeit innerhalb von sechs Wochen anfertigen und dem Oberprüfungsamt im Original unmittelbar einreichen. Bei Vorliegen triftiger Gründe kann die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes die Frist um höchstens vier Wochen verlängern. Die Referendarin oder der Referendar hat in diesem Fall unverzüglich einen Antrag durch die Ausbildungsbehörde, die dazu Stellung nimmt, an das Oberprüfungsamt zu richten. Bei längerer Verhinderung hat die Referendarin oder der Referendar eine neue Aufgabe ersatzweise zu bearbeiten.

(3) Die Referendarin oder der Referendar hat die Aufgabe in allen ihren Teilen ohne fremde Hilfe zu bearbeiten und alle benutzten Quellen und Hilfsmittel anzugeben. Dieses ist in einer dem Textteil der Arbeit vorzuheftenden Erklärung zu versichern. Alle Ausarbeitungen müssen ihre oder seine Unterschrift tragen.

(4) Auf Antrag der Referendarin oder des Referendars kann die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes eine während der Ausbildungszeit zu verfassende Abschnitts- oder Projektarbeit im Einvernehmen mit dem Leiter oder der Leiterin des Prüfungsausschusses als häusliche Prüfungsarbeit zulassen, wenn die Aufgabe unter Beteiligung einer Prüferin oder eines Prüfers des Oberprüfungsamtes gestellt worden ist und einer häuslichen Prüfungsarbeit entspricht. Der Antrag ist vor Ausgabe der Abschnitts- oder Projektaufgabe zur Entscheidung vorzulegen. Die Arbeit wird unabhängig von ihrer Begutachtung im Ausbildungsabschnitt von Prüfern oder Prüferinnen des Oberprüfungsamtes beurteilt.

(5) Hat die Referendarin oder der Referendar an einem vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin ausgeschriebenen Schinkel-Wettbewerb oder einem vom Land Berlin ausgeschriebenen Wettbewerb um den Peter-Josef-Lenné-Preis teilgenommen, so kann die Wettbewerbsarbeit auf Antrag als häusliche Prüfungsarbeit durch die Direktorin oder dem Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Leiter oder der Leiterin des Prüfungsausschusses anerkannt werden, wenn die Wettbewerbsaufgabe unter Beteiligung einer Prüferin oder eines Prüfers des Oberprüfungsamtes gestellt worden ist und einer häuslichen Prüfungsaufgabe entspricht. Der Antrag ist mit dem Zulassungsantrag zu stellen. Die Arbeit wird unabhängig von ihrer Bewertung im Wettbewerb von Prüferinnen oder Prüfern des Oberprüfungsamtes beurteilt.

(6) Anstelle der häuslichen Prüfungsarbeit ist es möglich, zwei zusätzliche schriftliche Arbeiten unter Aufsicht zu fertigen, wobei die dann insgesamt sechs schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit 50 v. H. für das Gesamturteil gewichtet werden. Zwei Fälle sind dabei zu unterscheiden:

1.

Dies gilt generell für eine Fachrichtung, wenn die Sondervorschriften dieser Fachrichtung ( Anlagen 1 bis 7 ) dies so vorsehen.

2.

Dies gilt anderenfalls als Ausnahme für die anderen Fachrichtungen in Einzelfällen, in denen die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Leiter oder der Leiterin des Prüfungsausschusses auf Antrag der Referendarin oder des Referendars dies genehmigt. Auf Antrag der Referendarin oder des Referendars ist in diesem Fall das technische Referendariat von der Ausbildungsbehörde um sechs Wochen zu verkürzen.


§ 15
Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht

(1) Die Referendarin oder der Referendar soll durch die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht zeigen, dass Aufgaben rasch und sicher erfasst, in kurzer Frist mit den zugelassenen Hilfsmitteln gelöst und das Ergebnis knapp und übersichtlich dargestellt werden kann. Führungs- und Wirtschaftlichkeitsthemen sollen in der Aufgabenstellung einen hohen Stellenwert erhalten.

(2) Ist die häusliche Prüfungsarbeit angenommen worden, so wird die Referendarin oder der Referendar vom Oberprüfungsamt zu den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht unter Angabe von Zeit und Ort der Prüfung spätestens zwei Wochen vorher geladen.

(3) Insgesamt ist aus vier Prüfungsfächern gemäß der jeweiligen Sondervorschriften der Fachrichtung je eine schriftliche Arbeit unter Aufsicht in jeweils sechs Stunden an vier aufeinander folgenden Werktagen zu fertigen. Mindestens eine Arbeit ist dabei aus den Prüfungsfächern Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen oder Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit zu stellen. Die zugelassenen Hilfsmittel werden in der Regel zur Verfügung gestellt. Wenn die Referendarin oder der Referendar selbst Hilfsmittel mitbringen soll, werden sie in der Ladung zur Prüfung ausdrücklich benannt. Andere mitgeführte Hilfsmittel sind vor Aushändigung der Aufgabe bei der aufsichtführenden Person zu hinterlegen.

(4) Das Oberprüfungsamt leitet die Aufgaben in verschlossenen Umschlägen der Ausbildungsbehörde zu. Diese gibt sie einzeln ungeöffnet am Fertigungstag an die aufsichtführende Person weiter, die sie zu Beginn der Prüfung der Referendarin oder dem Referendar aushändigt. Mit der Aufsicht soll eine Bedienstete oder ein Bediensteter beauftragt werden, die oder der das Staatsexamen besitzt. Bei der Niederschrift hat sie oder er das vom Oberprüfungsamt dafür vorgesehene Formular zu verwenden.

(5) Spätestens mit Ablauf der Bearbeitungsfrist hat die Referendarin oder der Referendar die Arbeit zu unterschreiben und mit allen Zwischenrechnungen und Konzepten der aufsichtführenden Person abzugeben.

(6) Die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht werden grundsätzlich mit Personalcomputern bearbeitet, wenn die Ausschussleiterinnen oder -leiter dem zustimmen und die für die Ausbildung zuständige Behörde für die Prüfung eine anforderungsgerechte IT-Ausstattung gewährleistet. In diesen Fällen kann eine Referendarin oder ein Referendar auf Einzelantrag bei ihrer oder seiner Ausbildungsbehörde eine handschriftliche Bearbeitung verlangen.

(7) Über den Verlauf der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht fertigt die oder der Aufsichtführende jeweils eine Niederschrift an, die zu sammeln und am letzten Fertigungstag dem Oberprüfungsamt zu übersenden sind. Die gefertigten Arbeiten sind noch am jeweiligen Fertigungstag zusammen mit den Aufgabentexten mit Einlieferungsnachweis den vom Oberprüfungsamt benannten Erstprüferinnen oder Erstprüfern zur Bewertung zuzuleiten.

§ 16
Mündliche Prüfung

(1) In der mündlichen Prüfung soll die Referendarin oder der Referendar vor allem Verständnis für Führungsthemen sowie für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge erkennen lassen. Dabei sollen auch Urteilsvermögen, Sicherheit im Auftreten und Ausdrucksfähigkeit bewiesen werden.

(2) Die Referendarin oder der Referendar wird zur mündlichen Prüfung, die sich auf zwei Tage erstreckt, vom Oberprüfungsamt schriftlich geladen. Bis zu drei Referendarinnen oder Referendare können in einer Gruppe gemeinsam geprüft werden.

(3) In den Fällen des § 19 Abs. 6 Nrn. 3 und 4 ist der Referendarin oder dem Referendar die Nichtzulassung zur mündlichen Prüfung mitzuteilen. Die Entscheidung trifft das Oberprüfungsamt aufgrund der Bewertungen durch die Prüferinnen oder Prüfer. Die Nichtzulassung ist der Referendarin oder dem Referendar vor der mündlichen Prüfung bekannt zu geben. Sie oder er erhält hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

(4) Der Prüfstoff der einzelnen Prüfungsfächer ist dem Prüfstoffverzeichnis der jeweiligen Sondervorschriften der Fachrichtung zu entnehmen. Die in den Sondervorschriften der Fachrichtungen genannte Prüfungsdauer von in der Regel insgesamt sechseinhalb Stunden, mindestens aber insgesamt sechs Stunden, gilt für die gleichzeitige Prüfung von drei Referendarinnen oder Referendaren. Sie ist eine Regelzeit und wird bei weniger Kandidatinnen oder Kandidaten angemessen gekürzt. Die Prüfungskommission kann die Prüfungszeit verlängern, wenn dies zur Beurteilung der Leistungen einer Kandidatin oder eines Kandidaten notwendig ist. Dabei sollen 15 Minuten je Fach nicht überschritten werden.

(5) Die Regelzeit bei drei Kandidatinnen oder Kandidaten beträgt bei einer Gesamtprüfungsdauer von sechseinhalb Stunden für zwei Prüfungsfächer jeweils 75 Minuten; eines dieser beiden Fächer ist das Prüfungsfach Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit. Die Regelzeit der vier anderen Prüfungsfächer beträgt in diesem Fall jeweils 60 Minuten. Bei einer Gesamtprüfungsdauer von sechs Stunden beträgt bei drei Kandidatinnen oder Kandidaten die Regelzeit für jedes Prüfungsfach jeweils 60 Minuten.

(6) Am zweiten Prüfungstag hat die Referendarin oder der Referendar einen Vortrag von mindestens fünf und längstens zehn Minuten zu halten. Das Thema ist aus den der Fachrichtung der Referendarin oder des Referendars zu Grunde liegenden Prüfungsfächern zu entnehmen; die Vorbereitungszeit beträgt zwanzig Minuten.

(7) Die Prüfung und die Beratung sind nicht öffentlich. Während der mündlichen Prüfung, nicht dagegen bei der Festsetzung der Prüfungsnoten, können die Ausbildungsleiterin oder der Ausbildungsleiter der Referendarin oder des Referendars oder gegebenenfalls in begründeten Fällen ein Vertreter oder eine Vertreterin der Einstellungsbehörde zugegen sein.

§ 17
Nichtantritt und Unterbrechung der Prüfung

(1) Kann die Referendarin oder der Referendar nicht zu der schriftlichen oder der mündlichen Prüfung erscheinen oder muss die Prüfung abgebrochen werden, so ist unverzüglich das Oberprüfungsamt unter Angabe der Gründe zu verständigen und der Nachweis der Verhinderung zu erbringen. Erkennt die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes die Gründe als triftig an, so gelten bei einer Unterbrechung die bis dahin abgeschlossenen Teile als abgelegt. Die Prüfung ist zum nächstmöglichen Termin fortzusetzen.

(2) Entsprechendes gilt, wenn die Referendarin oder der Referendar bei Vorliegen eines wichtigen Grundes mit Zustimmung des Oberprüfungsamtes von der Prüfung zurücktritt.

§ 18
Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen

(1) Die häusliche Prüfungsarbeit und die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht werden von einer Erstprüferin oder einem Erstprüfer und von einer Zweitprüferin oder einem Zweitprüfer, die Leistungen in den Fächern der mündlichen Prüfung von den jeweiligen Prüferinnen oder Prüfern bewertet.

(2) Die häusliche Prüfungsarbeit und die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht sind mit schriftlicher Begründung zu bewerten.

(3) Die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen, einschließlich des Vortrages nach § 16 Abs. 6, erfolgt in Punkten, die wie folgt in Noten umgesetzt werden:

sehr gut

= 1,0 oder 1,3

gut

= 1,7 oder 2,0

voll befriedigend

= 2,3 oder 2,7

befriedigend

= 3,0 oder 3,3

ausreichend

= 3,7 oder 4,0

mangelhaft

= 5,0.

Andere Punktzahlen oder Zwischennoten dürfen nicht verwendet werden. Dabei bedeutet die Note:

sehr gut

=

eine Leistung, die den Anforderungen in außergewöhnlichem Maß entspricht;

gut

=

eine Leistung, die den Anforderungen in erheblichem Maße entspricht;

voll befriedigend

=

eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht;

befriedigend

=

eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht;

ausreichend

=

eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht;

mangelhaft

=

eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht.

§ 19
Abschließende Bewertung, Gesamturteil

(1) Wenn die häusliche Prüfungsarbeit von einer der beiden Prüferinnen oder Prüfer nicht mindestens mit „ausreichend“ bewertet wird, so entscheidet die zuständige Ausschussleitung des Oberprüfungsamtes, ob die Arbeit angenommen werden kann.

(2) Die Note der angenommenen häuslichen Prüfungsarbeit und die einzelnen Noten der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht sowie die der Leistungen in der mündlichen Prüfung werden unabhängig voneinander von der Prüfungskommission als Einzelnoten festgesetzt. Die Prüfungskommission entscheidet mit Stimmenmehrheit ( § 11 Abs. 6).

(3) Für die Bildung des für das Gesamturteil maßgebenden Mittelwertes wird

die Punktzahl der häuslichen Prüfungsarbeit mit zwei (= 20 v. H.)

die Durchschnittspunktzahl aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit drei (= 30 v. H.)

die Durchschnittspunktzahl aller Fächer der mündlichen Prüfung mit fünf (= 50 v. H.)

multipliziert und die hieraus gebildete Summe durch zehn dividiert. Eine dritte Stelle hinter dem Komma wird bei allen Rechenvorgängen nicht berücksichtigt.

(4) Für das Gesamturteil gelten die Noten: sehr gut, gut, vollbefriedigend, befriedigend, ausreichend und nicht bestanden.

(5) Das Staatsexamen ist bestanden mit

dem „Prädikat sehr gut“

bei einem Mittelwert von 1,00 bis 1,49,

dem „Prädikat gut“

bei einem Mittelwert von 1,50 bis 2,29,

dem „Prädikat vollbefriedigend“

bei einem Mittelwert von 2,30 bis 2,99,

„befriedigend“

bei einem Mittelwert von 3,00 bis 3,49,

„ausreichend“

bei einem Mittelwert von 3,50 bis 4,00.

(6) Das Staatsexamen ist nicht bestanden, wenn

1.

die häusliche Prüfungsarbeit nicht angenommen ist,

2.

der Mittelwert (Absatz 3) 4,01 oder schlechter lautet,

3.

die Noten zweier Fächer der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht „mangelhaft“ sind,

4.

die Note in einem Fach der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht „mangelhaft“ ist und dabei die Durchschnittspunktzahl aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht 4,01 oder schlechter lautet,

5.

die Noten in drei Fächern der mündlichen Prüfung „mangelhaft“ sind oder

6.

in einem Fach oder in zwei Fächern der mündlichen Prüfung die Note „mangelhaft“ ist und nicht durch andere Noten in Fächern der mündlichen Prüfung ausgeglichen wird. Ein Ausgleich ist je Fach durch zwei Noten „befriedigend“ oder „voll befriedigend“ oder eine Note „gut“ oder „sehr gut“ gegeben.

(7) Das Staatsexamen gilt als nicht bestanden, wenn

1.

die Referendarin oder der Referendar die häusliche Prüfungsarbeit nicht rechtzeitig einreicht oder ohne vom Oberprüfungsamt anerkannten Grund zu den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht oder zur mündlichen Prüfung nicht erscheint oder einen dieser Prüfungsteile abbricht ( § 17 Abs. 1) oder

2.

die Referendarin oder der Referendar nach § 22 Abs. 1 oder 2 von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen ist.

(8) Über den Prüfungshergang ist eine Niederschrift ( Anlage 13 ) anzufertigen, in der die Besetzung des Prüfungsausschusses oder der Prüfungskommission, der Name der Referendarin oder des Referendars, die Einzelnoten der schriftlichen und mündlichen Prüfung, die Gesamtnote und die Beurteilung des Vortrags festgehalten werden. Die Niederschrift ist von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder der Prüfungskommission und den an der mündlichen Prüfung beteiligten Prüferinnen oder Prüfern zu unterzeichnen. Sie ist wie die schriftlichen Beurteilungen der häuslichen Prüfungsarbeit und der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht Bestandteil der Prüfungsakten.

(9) Im Anschluss an die Prüfung wird der Referendarin oder dem Referendar das Ergebnis der Prüfung bekannt gegeben. Bei Nichtbestehen der Prüfung erhält die Referendarin oder der Referendar hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

§ 20
Prüfungszeugnis

(1) Mit Bestehen der Prüfung erwirbt die Referendarin oder der Referendar die Befähigung zum höheren technischen Verwaltungsdienst oder einer gleichgestellten Bezeichnung. Sie oder er ist berechtigt, die Berufsbezeichnung „Technische Assessorin“ oder „Technischer Assessor“ zu führen. Hierüber erteilt das Oberprüfungsamt ein Prüfungszeugnis, das die Einzelnoten und das Gesamturteil enthält. Das Prüfungszeugnis wird nach dem Muster der Anlage 12 gefertigt und von der Direktorin oder dem Direktor des Oberprüfungsamtes unterzeichnet sowie mit dem Siegel versehen; es wird mit einem Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung des Oberprüfungsamtes ausgehändigt.

(2) Findet der mündliche Teil der Prüfung nach § 11 Abs. 2 nicht am Dienstsitz des Oberprüfungsamtes statt, erhält die Referendarin oder der Referendar grundsätzlich nach bestandener Prüfung eine Bescheinigung des Oberprüfungsamtes, die auch Angaben über die Berufsbezeichnung beinhaltet. In diesem Fall wird das Prüfungszeugnis nach Absatz 1 übersandt.

§ 21
Wiederholung der Prüfung

(1) Hat die Referendarin oder der Referendar die Prüfung nicht bestanden, so darf die Prüfung einmal wiederholt werden; eine weitere Wiederholung der Prüfung ist ausgeschlossen.

(2) Die Wiederholungsprüfung erstreckt sich

1.

wenn die häusliche Prüfungsarbeit nicht rechtzeitig eingereicht oder vom Prüfungsausschuss nicht angenommen worden ist, auf die Anfertigung einer neuen häuslichen Prüfungsarbeit, auf die Fertigung der vier schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht und auf die mündliche Prüfung,

2.

zumindest auf die mit „mangelhaft“ benoteten Fächer der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht und auf die mündliche Prüfung,

3.

auf die mit „mangelhaft“ bewerteten Fächer der mündlichen Prüfung.

(3) Darüber hinaus kann der Prüfungsausschuss bei überwiegend mangelhaften Leistungen die Wiederholung der

1.

gesamten mündlichen oder schriftlichen Prüfung oder

2.

gesamten mündlichen Prüfung und schriftlichen Prüfung beschließen.

(4) Hat die Referendarin oder der Referendar die häusliche Prüfungsarbeit nicht rechtzeitig eingereicht oder ist sie nicht mindestens mit „ausreichend“ bewertet und damit nicht angenommen worden ( § 19 Abs. 6 Nr. 1), hat sie oder er innerhalb von vier Wochen nach Erhalt eines entsprechenden Bescheides des Oberprüfungsamtes eine neue Aufgabe zu beantragen.

§ 22
Verstöße gegen die Prüfungsordnung

(1) Referendarinnen oder Referendare, die zu täuschen versuchen, die insbesondere die Versicherung der selbständigen Bearbeitung der häuslichen Prüfungsarbeit unrichtig abgeben ( § 14 Abs. 3) oder die bei den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht andere als die zugelassenen Hilfsmittel mit sich führen ( § 15 Abs. 3) oder die sich sonst eines Verstoßes gegen die Prüfungsordnung schuldig machen, soll die Fortsetzung der Prüfung unter Vorbehalt gestattet werden; der Vorbehalt ist aktenkundig zu machen. Bei einer erheblichen Störung sollen sie von der weiteren Teilnahme an dem betreffenden Teil der Prüfung ausgeschlossen werden.

(2) Über die Folgen eines Vorfalls nach Absatz 1 oder einer Täuschung, die nach Abgabe einer schriftlichen Prüfungsarbeit festgestellt wird, entscheidet die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, bei einer Täuschung oder einem Ordnungsverstoß während der mündlichen Prüfung die jeweilige Prüfungskommission. Sie können je nach Schwere der Verfehlung die Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen mit neuer Aufgabenstellung anordnen oder die Referendarin oder den Referendar von der weiteren Prüfung ausschließen oder die Prüfung für nicht bestanden erklären. Die Referendarin oder der Referendar erhält einen schriftlichen Bescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen ist.

(3) Wird eine Täuschung erst nach Aushändigung des Prüfungsergebnisses bekannt, ist das Oberprüfungsamt unverzüglich zu unterrichten. Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes kann im Benehmen mit dem Kuratorium die Prüfung nachträglich für nicht bestanden erklären. Diese Maßnahme ist zulässig innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach dem letzten Tag der mündlichen Prüfung.

(4) Die oder der Betroffene ist vor der Entscheidung zu hören.

§ 23
Prüfungsakte

(1) Einer Antragstellerin oder einem Antragsteller kann Einsicht in die Prüfungsakte gewährt werden, sofern die Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung der rechtlichen Interessen erforderlich ist. Die persönliche Einsichtnahme wird auf schriftlichen Antrag an die Direktorin oder den Direktor des Oberprüfungsamtes innerhalb der Rechtsmittelfrist in der Geschäftsstelle des Oberprüfungsamtes gewährt.

(2) Nach fünf Jahren wird die Prüfungsakte vernichtet.

§ 24
Ausführungsbestimmungen

Erforderliche Einzelheiten dieser Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für das technische Referendariat im Land Sachsen-Anhalt werden durch Verwaltungsvorschrift geregelt.

Teil 2
Besonderer Teil

Abschnitt 1
Fachrichtung Architektur

§ 25
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zum technischen Referendariat in der Fachrichtung Architektur werden unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 nur Bewerberinnen und Bewerber zugelassen, die ein abgeschlossenes, durchgängiges oder konsekutives Studium der Architektur an einer wissenschaftlichen Hochschule nachweisen. Das Studium muss die Anforderungen der Richtlinie 2005/36/EG für Architektinnen und Architekten sowohl für inländische als auch Absolventinnen und Absolventen aus den Ländern der Europäischen Union erfüllen. Für andere Absolventinnen und Absolventen ist die Gleichwertigkeit des Studienabschlusses mittels eines amtlichen Nachweises einer für die Anerkennung von ausländischen Hochschulabschlüssen zuständigen öffentlichen Stelle nachzuweisen.

(2) Mit den unter Absatz 1 aufgeführten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat in der Fachrichtung Architektur nur dann möglich, wenn das im Rahmen des Studiums zu erwerbende Wissensspektrum grundsätzlich in folgenden Modulen nachgewiesen wird:

1.

Allgemeine Fächer

a)

Architektur- und Stadtbaugeschichte,

b)

Planungs- und Architekturtheorie,

c)

Rechtliche und ökonomische Grundlagen der Stadt- und Objektplanung,

d)

Kostenermittlung,

e)

Projektorganisation,

2.

Gestaltung und Darstellung,

a)

Darstellende Geometrie und Technische Darstellung,

b)

Künstlerische und funktionsorientierte Gestaltung,

c)

Künstlerische Darstellung und Entwurfspräsentation,

d)

Informations- und datentechnische Architekturdarstellung (CAD),

3.

Konstruktionsplanung,

a)

Konstruktionslehre,

b)

Methoden des Konstruierens,

c)

Baukonstruktion,

d)

Tragwerkslehre,

e)

Bauphysik,

f)

Baustoffkunde,

g)

Technische Gebäudeausrüstung,

4.

Gebäudeplanung,

a)

Gebäudelehre,

b)

Entwurfsmethodik,

c)

Bauaufnahme,

d)

Objektplanung,

5.

Grundzüge der Stadtplanung und des Städtebaues.


§ 26
Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

Einstellungsbehörde ( § 3 Abs. 1) und Ausbildungsbehörde ( § 4 Abs. 2) ist der Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt.

Abschnitt 2
Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation

§ 27
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums des Studienganges Geodäsie und Geoinformatik, Geoinformation oder eines vergleichbaren Studienganges im Fachgebiet Geodäsie.

(2) Mit den unter Absatz 1 genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat grundsätzlich nur dann möglich, wenn das im Rahmen des Studiums zu erwerbende folgende Wissensspektrum nachgewiesen wird:

1.

Grundlagenwissen (mathematisch-naturwissenschaftliche Studieninhalte)

Es sind grundlegendes Fachwissen und die Befähigung zu dessen wissenschaftsmethodischer Anwendung in mindestens folgenden Fächern nachzuweisen:

a)

Höhere Mathematik,

b)

Geometrie,

c)

Physik einschließlich der fachbezogenen Bereiche,

d)

Statistik und Parameterschätzung und

e)

Informatik.

2.

Fachwissen (berufsfeldbezogene Studieninhalte)

Fachkenntnisse sowie die Fähigkeit zur Lösung von Fachaufgaben nach wissenschaftlichen Grundsätzen sind in den folgenden geodätischen Schwerpunktdisziplinen nachzuweisen, und zwar in einem für das konsekutive Masterstudium vorgegebenen Mindestumfang der Module:

a)

Vermessungskunde,

b)

Referenz- und Raumbezugssysteme,

c)

Ausgleichungsrechnung,

d)

Photogrammetrie und Fernerkundung,

e)

Topographie und Kartographie,

f)

Ingenieurgeodäsie,

g)

Liegenschaftskataster und Grundbuch,

h)

Landentwicklung,

i)

Planung und Bodenordnung,

j)

Immobilienwertermittlung,

k)

Geoinformatik,

l)

Physikalische Geodäsie,

m)

Satellitenpositionierung.

3.

Fachbezogenes Ergänzungswissen

Das Studium muss die Möglichkeit bieten, ergänzende Grundkenntnisse in folgenden Bereichen zu erwerben:

a)

Führungstechnik und Management,

b)

Betriebswirtschaft,

c)

Rechtswissenschaften,

d)

Umweltschutz und

e)

Sprachen.


§ 28
Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

Einstellungsbehörde ( § 3 Abs. 1) und Ausbildungsbehörde ( § 4 Abs. 2) ist das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt.

Abschnitt 3
Fachrichtung Landespflege

§ 29
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Voraussetzung ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 ein abgeschlossenes wissenschaftliches Studium des Studienganges Landespflege oder eines vergleichbaren Studienganges, wie zum Beispiel Naturschutz- und Landschaftsplanung, Landschafts- und Freiraumentwicklung und Landschaftsarchitektur und Umweltplanung oder einer vergleichbaren Kombination von Studiengängen an einer Technischen Hochschule oder Universität oder einer Gesamthochschule mit gleichwertigem wissenschaftlichem Studienangebot. Mit diesen Voraussetzungen und unter den Vorgaben des Absatzes 2 können Bewerberinnen und Bewerber zum technischen Referendariat der Fachrichtung Landespflege grundsätzlich zugelassen werden.

(2) In Bezug auf das technische Referendariat sind die wissenschaftlichen Grundlagen und deren methodische Anwendung in folgenden Teilbereichen der Landespflege nachzuweisen:

1.

Grundlagenwissen:

a)

Naturschutz,

b)

Landschaftspflege,

c)

Grünordnung,

d)

Landschaftsökologie (einschließlich der Grundlagenfächer Botanik, Vegetationskunde, Zoologie und Geologie, Bodenkunde).

Daneben sind planerische Fähigkeiten auf dem Gebiet der Garten- und Landschaftsarchitektur sowie der Landschafts-, Grünordnungs- und Objektplanung nachzuweisen.

2.

Als Grundlage für die Planungen und die Ausführung landespflegerischer Belange und als Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit benachbarten Fachbereichen ist grundlegendes Fachwissen und dessen methodische Anwendung mindestens in folgenden Fächern nachzuweisen:

a)

Landschafts- und Grünflächenbau,

b)

Ingenieurbiologie,

c)

Rechtsgrundlagen des Naturschutzes und der Landschaftspflege,

d)

Informationstechnik und grafische Datenverarbeitung,

e)

Freizeit und Erholung.

3.

Neben dem grundlegenden Fachwissen wird der Nachweis verlangt, dass das Studium durch Kenntnisse in den Grundzügen folgender Fächer oder Fächergruppen - und zwar wahlweise mindestens in drei - abgerundet worden ist:

a)

Raumordnung, Landes- und Regionalplanung,

b)

Städtebau und Siedlungswesen,

c)

Bauplanungs- und Bauordnungsrecht,

d)

Verkehrsplanung und Verkehrsanlagen,

e)

Wasserwirtschaft und Wasserbau,

f)

Bergbau, Bodenabbau, Abgrabungen,

g)

Waldbau und Forstplanung,

h)

Landwirtschaft und Agrarplanung,

i)

Umweltschutz, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft,

j)

Leitungsaufgaben, Führungstechnik und Management.

(3) Der Nachweis ist in den vier Teilbereichen nach Absatz 2 Nr. 1 durch qualifizierende Prüfungen und in den sonstigen Fächern durch Testate während des Studiengangs, vorzugsweise durch ein Diploma Supplement sowie durch Darlegung des absolvierten Studienspektrums (transcript of records) zu erbringen. Die Fähigkeit, das Fachwissen zu beherrschen, methodisch anzuwenden und planerischen Anforderungen gerecht zu werden, ist durch eigenständige Arbeiten (zum Beispiel Diplomarbeit, Masterthesis oder sonstige Studienarbeiten) zu belegen.

§ 30
Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

(1) Einstellungsbehörde ( § 3 Abs. 1) ist das für Landespflege zuständige Ministerium.

(2) Ausbildungsbehörde ( § 4 Abs. 2) ist das Landesverwaltungsamt.

Abschnitt 4
Fachrichtung Städtebau

§ 31
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Voraussetzung für die Zulassung zum technischen Referendariat ist nach § 2 Abs. 1 der Nachweis eines abgeschlossenen Studiums (Mastergrad oder gleichwertiger Abschluss) an einer wissenschaftlichen Hochschule. Diesen Anforderungen entsprechen unter anderem folgende Studiengänge:

1.

Studium der Raumplanung mit Schwerpunkt Städtebau und Stadtplanung, Studium der Stadtplanung oder Stadt- und Regionalplanung,

2.

Vertiefungsstudium mit Schwerpunkt Städtebau und Stadtplanung (Masterstudiengang) im Rahmen des Studiums der Architektur, des Bauingenieurwesens, des Vermessungswesens (Geodäsie), der Landespflege, der Geographie sowie weiterer einschlägiger Studiengänge,

3.

Aufbaustudium Städtebau und Stadtplanung im Anschluss an ein Studium der Architektur, des Bauingenieurwesens, des Vermessungswesens (Geodäsie), der Landespflege, der Geographie sowie weiterer einschlägiger Studiengänge.

Es sollen auch Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen werden, welche nachweislich vergleichbare Qualifikationen (zum Beispiel im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit) erworben haben.

(2) Das Studium soll fundamentale Kenntnisse in den Wissensbereichen vermitteln, die für Analyse und Gestaltung von städtebaulichen und raumbezogenen Entwicklungsprozessen elementar sind. Dazu zählen unter anderem die nachfolgenden Ausbildungsinhalte:

1.

Ökonomische und soziologische Grundlagen einer nachhaltigen Stadt-, Regional- und Landesplanung

a)

Regionale Strukturpolitik,

b)

Soziologische Grundlagen,

c)

Einzel- und gesamtwirtschaftliche Grundlagen,

d)

Developer-Rechnung,

e)

Immobilienmärkte und Immobilienentwicklung,

2.

Theorie und Kontext der räumlichen Planung

a)

Aufgaben der räumlichen Planung im gesellschaftlichen Kontext,

b)

Politische Entscheidungen und räumliche Steuerung,

c)

Politik und Verwaltung in Mehrebenensystemen,

3.

Methoden, Verfahren und Instrumente der räumlichen Planung

a)

Methoden der Raumplanung,

b)

Verfahren und Instrumente (zur nachhaltigen Stadtentwicklung),

c)

Management und Kommunikation,

4.

Städtebaulicher Entwurf

a)

Städtebauliche Gestaltung und ihre Darstellung,

b)

Bebauungsplanung,

c)

Morphologie und Typologie,

d)

Visualisierung von Planungen,

5.

Geschichte der Siedlungsentwicklung und des Städtebaus

a)

Geschichte der Siedlungsentwicklung und des Städtebaus in Stadt und Land,

b)

Denkmalpflege,

6.

Rechtliche Grundlagen

a)

Allgemeines Verfassungsrecht,

b)

Allgemeines Verwaltungsrecht,

c)

Bau- und Planungsrecht,

d)

Raumordnungsrecht,

e)

Bodenrecht,

f)

Fachplanungsrecht,

g)

Besonderes Städtebaurecht (insbesondere Stadterneuerung),

h)

Europäisches Raumplanungsrecht,

7.

Natürliche Voraussetzungen und technische Elemente der Stadt-, Regional- und Landesplanung

a)

Grundlagen des Ökosystems,

b)

Landschaft und Umwelt,

c)

Umwelt und Ressourcen, unter anderem Energie,

d)

Verkehr und Mobilität, Logistik und Wirtschaftsverkehr,

e)

Immobilienmärkte und Immobilienentwicklung,

f)

Gebäudelehre,

8.

Statistik und E-Planning

a)

Empirische Erhebungsmethoden,

b)

Qualitative und quantitative Methoden der Datenerhebung,

c)

Descriptive Statistik,

d)

Internetgestützte Planungskommunikation.

(3) Die Fähigkeit, das Fachwissen auf dem Gebiet der Stadt- und Regionalplanung methodisch anzuwenden, Kreativität zu entwickeln und gestalterischen Anforderungen gerecht zu werden, ist durch Entwurfsarbeiten und eine das Studium abschließende Master- oder Diplomarbeit zu belegen. Diese Arbeiten sollen überwiegend konzeptionelle Inhalte haben sowie überwiegend und erkennbar eigenständig bearbeitet worden sein. In den Arbeiten soll die Fähigkeit gezeigt werden, verschiedene Wissensgebiete miteinander zu verknüpfen.

§ 32
Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

(1) Einstellungsbehörde ( § 3 Abs. 1) ist für den Bereich

1.

der Landesverwaltung das für Städtebau zuständige Ministerium und

2.

der Kommunalverwaltung der Landkreis oder die kreisfreie Stadt.

(2) Ausbildungsbehörde ( § 4 Abs. 2) ist für den Bereich

1.

der Landesverwaltung das Landesverwaltungsamt und

2.

der Kommunalverwaltung die jeweilige Einstellungsbehörde.


Abschnitt 5
Fachrichtung Straßenwesen

§ 33
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat in der Fachrichtung Straßenwesen ist der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums des Studiengangs Bauingenieurwesen oder eines vergleichbaren Studiengangs unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1.

(2) Mit den in Absatz 1 genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat nur dann möglich, wenn das im Rahmen des Studiums zu erwerbende folgende Wissensspektrum nachgewiesen wird:

1.

Grundlagenwissen (mathematisch-naturwissenschaftliche Studieninhalte)

In Bezug auf das technische Referendariat sind grundlegendes Fachwissen und die Befähigung zu dessen wissenschaftsmethodischer Anwendung in mindestens folgenden Fächern nachzuweisen:

a)

Höhere Mathematik,

b)

Mechanik,

c)

Physik, einschließlich der fachbezogenen Bereiche,

d)

Informatik,

e)

Geometrie,

f)

Chemie,

g)

Geologie,

2.

Fachwissen (berufsfeldbezogene Studieninhalte)

Fachkenntnisse sowie die Fähigkeit zur Lösung von Fachaufgaben nach wissenschaftlichen Grundsätzen sind in den folgenden Schwerpunktdisziplinen nachzuweisen, und zwar in einem für das konsekutive Masterstudium vorgegebenen Mindestumfang der Module:

a)

Grundbau und Bodenmechanik,

b)

Baustatik,

c)

Vermessungskunde,

d)

Baustoffkunde,

e)

Baukonstruktionslehre,

f)

Grundzüge des Konstruktiven Ingenieurbaus oder Stahlbau oder Massivbau,

g)

Grundzüge des Verkehrswesens,

3.

Fachbezogenes Ergänzungswissen

Das Studium muss (zum Beispiel Wahlmodule) die Möglichkeit bieten, ergänzende Grundkenntnisse in folgenden Bereichen zu erwerben:

a)

Führungstechnik und Management,

b)

Betriebswirtschaft,

c)

Rechtswissenschaften,

d)

Umweltschutz,

e)

Sprachen,

f)

Maschinenbau oder Elektrotechnik.


§ 34
Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

(1) Einstellungsbehörde ( § 3 Abs. 1) ist für den Bereich

1.

der Landesverwaltung die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt,

2.

der Kommunalverwaltung der Landkreis oder die kreisfreie Stadt.

(2) Ausbildungsbehörde ( § 4 Abs. 2) ist für den Bereich

1.

der Landesverwaltung die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt,

2.

der Kommunalverwaltung die jeweilige Einstellungsbehörde.


Abschnitt 6
Fachrichtung Umwelttechnik

§ 35
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlich-technischen Studiums der Studiengänge: Biochemie, Chemie und Chemietechnik, Energietechnik, Geoökologie und Hydrogeologie, Maschinenbau, Physik, Umwelttechnik, Verfahrenstechnik.

(2) Die Voraussetzung wird mit einem Diplom- oder Masterabschluss an einer wissenschaftlichen Hochschule erfüllt. Entsprechendes gilt für einen akkreditierten Masterabschluss an einer Fachhochschule. Die Einstellungsbehörde entscheidet im Einzelfall, ob und welcher weitere Studiengang als geeignet anerkannt werden kann. Geeignet sind insbesondere Studiengänge mit vergleichbarer naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung.

§ 36
Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

(1) Einstellungsbehörde ( § 3 Abs. 1) ist das für Umweltangelegenheiten zuständige Ministerium.

(2) Ausbildungsbehörde ( § 4 Abs. 2) ist das Landesverwaltungsamt.

Abschnitt 7
Fachrichtung Wasserwesen

§ 37
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums des Studienganges Bauingenieurwesen, Wasserwirtschaft oder eines vergleichbaren Studienganges unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1.

(2) Mit den in Absatz 1 genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat nur dann

möglich, wenn im Rahmen des Studiums ein von der Einstellungsbehörde gefordertes Wissensspektrum nachgewiesen wurde.

§ 38
Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

(1) Einstellungsbehörde ( § 3 Abs. 1) ist das für Wasserwesen zuständige Ministerium.

(2) Ausbildungsbehörde ( § 4 Abs. 2) ist das Landesverwaltungsamt.

Teil 3
Übergangs- und Schlussvorschriften

§ 39
Übergangsbestimmungen

Wer vor Inkrafttreten dieser Verordnung die Ausbildung nach der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des höheren technischen Verwaltungsdienstes im Land Sachsen-Anhalt vom 25. September 2009 (GVBl. LSA S. 477) begonnen hat, wird nach dem bisher geltenden Recht ausgebildet und geprüft.

§ 40
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am 1. November 2016 in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des höheren technischen Verwaltungsdienstes im Land Sachsen-Anhalt vom 25. September 2009 (GVBl. LSA S. 477) außer Kraft.

Magdeburg, den 18. Oktober 2016.

Der Minister
für Landesentwicklung und Verkehr
des Landes Sachsen-Anhalt

Der Minister der Finanzen
des Landes Sachsen-Anhalt

Die Ministerin für Umwelt,
Landwirtschaft und Energie
des Landes Sachsen-Anhalt

Webel

Schröder

Prof. Dr. Dalbert

Anlage 1

(zu § 5 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5, § 14 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1)

Sondervorschriften für die Fachrichtung Architektur

Teil 1
Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis III

Die Ausbildungsabschnitte I bis III des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitte
und Dauer

Ausbildungsinhalt

I
34 Wochen

Öffentlicher Hochbau
(staatliche Bauverwaltung)

II
24 Wochen

Stadtplanung, Städtebau und Bauordnungswesen

III
10 Wochen

Aufgaben der mittleren, höheren und obersten Dienst-, Rechts- und Fachaufsichtsbehörden

68 Wochen

 

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis III)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt zwölf Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere zwölf Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen, Arbeitsgemeinschaften und Hospitationen benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt IV“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Ausbildungsabschnitten I bis III angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Das zweijährige technische Referendariat setzt sich wie folgt zusammen:

a)

68 Wochen (Nummer 1),

b)

24 Wochen (Nummer 2) sowie

c)

12 Wochen Erholungsurlaub,

die Gesamtdauer beträgt 104 Wochen.


Teil 2
Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Erläuterungen zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

In den Ausbildungsabschnitten I bis III sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 6 vorzusehen.

Die Referendarin oder der Referendar soll in den Ausbildungsabschnitten I bis III auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden, soweit diese der praxisorientierten Vermittlung der Ausbildungsinhalte förderlich sind, und soll von Beschäftigten mit Führungsaufgaben in die Gestaltung und Wahrnehmung dieser Aufgaben im Hinblick auf das auf Ausbildung von Führungskräften ausgerichtete Ziel des technischen Referendariats kontinuierlich eingebunden werden. Die Inhalte der fachrichtungsübergreifenden Prüfungsfächer 1 und 2 sollen in allen Ausbildungsabschnitten entsprechend den jeweiligen fachlichen Inhalten und Schwerpunkten des jeweiligen Ausbildungsabschnitts vermittelt werden.

Der Ausbildungsabschnitt I soll in einer staatlichen Bauverwaltung (Ortsinstanz) durchgeführt werden. In diesem Ausbildungsabschnitt ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, insbesondere folgende Aufgaben kennen zu lernen: Anwendung fachspezifischer Inhalte in der staatlichen Bauverwaltung, Innere Organisation und Geschäftsbetrieb, Organisation der Verwaltungsabläufe, Anwendung der fachspezifischen Verwaltungsvorschriften und Verwaltungsverfahren, Zusammenarbeit der Behördenebenen, Bedarfsermittlung und Bedarfsdeckung, Programmplanung, Haushaltsverfahren, Erstellen und Beurteilen von Bauplanungsunterlagen in ästhetischer, funktionaler, bautechnischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht, Kostenermittlung und Kostensteuerung, Standards im öffentlichen Hochbau, Nachhaltigkeit im öffentlichen Hochbau, Projektsteuerung, Qualitätsmanagement, Gremienarbeit, Berichtswesen, Öffentlichkeitsarbeit, Personalführung und Behördenleitung. Der Referendarin oder dem Referendar sind in diesem Ausbildungsabschnitt die Aufgaben der staatlichen Bauverwaltung, insbesondere für Bund und Länder, zu vermitteln. Hierzu sollen auch Hospitationen bei geeigneten öffentlichen Stellen ermöglicht werden. Im Weiteren soll die Referendarin oder der Referendar in diesem Ausbildungsabschnitt das gesamte Spektrum öffentlicher Architektur mit Schwerpunkt öffentlicher Hochbau, deren Vorbildfunktion für die Öffentlichkeit und Wirtschaft sowie deren Spezifika und Besonderheiten in Abgrenzung zur privaten Bauwirtschaft, die Anwendung zeitgemäßer Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden sowie das zukunftsorientierte und nachhaltige Handeln für den öffentlichen Bauherren kennen lernen.

Der Ausbildungsabschnitt II soll in der Regel auf Kommunalebene in einer Unteren Bauaufsichtsbehörde sowie Behörden des Baunebenrechts und in einer Planungsbehörde durchgeführt werden. In diesem Ausbildungsabschnitt ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, insbesondere folgende Aufgaben kennen zu lernen: Anwendung fachspezifischer Inhalte in der öffentlichen Verwaltung, Innere Organisation und Geschäftsbetrieb, Organisation der Verwaltungsabläufe, Anwendung des Bauplanungs-, Bauordnungs- und Baunebenrechts im Verwaltungsverfahren, inhaltliche und förmliche Gestaltung der Abwägungsprozesse im Verwaltungsverfahren, Rechtsbehelfe und Rechtsmittel im Verwaltungsverfahren, förmliche und inhaltliche Zusammenarbeit der Baubehörden mit anderen Behörden, rechtlichen Gremien, Trägern öffentlicher Belange, Bürgern und juristischen Personen, Öffentlichkeitsarbeit, Stadtentwicklungsplanung, Versorgungsplanung, Verkehrsplanung, Freiraumplanung und Umweltgestaltung sowie Energieversorgung. Im Weiteren sollen der Referendarin oder dem Referendar in diesem Ausbildungsabschnitt auch die fachliche und rechtliche Komplexität der Vorgänge, die Tragweite und die Spielräume des hoheitlichen Verwaltungshandelns für Staat, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft und die damit verbundene Verantwortung vermittelt werden.

Der Ausbildungsabschnitt III soll in mittleren, höheren oder obersten Verwaltungsbehörden durchgeführt werden. In diesem Ausbildungsabschnitt ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, insbesondere folgende Aufgaben kennen zu lernen: Rechts-, Dienst- und Fachaufsicht, Erstellung, Einführung und Anwendung von förmlichen und materiellen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, innere Organisation, Personalwesen, Zusammenarbeit mit der Personalvertretung, Geschäftsführung, Behördenleitung, Prüfwesen, Innenrevision, öffentlich-rechtliche Zulassungsverfahren, Rechtsbehelfe und Rechtsmittel, Finanzwesen, Zuwendungsprogramme und Zuwendungsverfahren, Bedarfsplanung und Bedarfsdeckung, Gremienarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit der Ressorts und Fachbehörden mit allen fachgebietsbezogenen Verwaltungsebenen in Bund, Ländern, Gebietskörperschaften und der Europäischen Union, Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments, volks- und betriebswirtschaftliches Management in Behörden. Hierzu sollen je nach Ausbildungsbehörde des Ausbildungsabschnitts III auch Hospitationen bei anderen mittleren, höheren oder obersten Verwaltungsbehörden ermöglicht werden, auch bei der Europäischen Union. Die Referendarin oder der Referendar soll in diesem Ausbildungsabschnitt die gegenseitigen Erfordernisse der Behörden unterschiedlicher Verwaltungsebenen in der fachlichen, förmlichen und qualitativen Zusammenarbeit kennen lernen. Im Weiteren soll der Referendarin oder dem Referendar in diesem Ausbildungsabschnitt auch die fachliche und rechtliche Komplexität der Vorgänge, die Tragweite und die Spielräume des hoheitlichen Verwaltungshandelns für Staat, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft und die damit verbundene Verantwortung vermittelt werden. Der Ausbildungsabschnitt III ist grundsätzlich als letzter der drei Ausbildungsabschnitte durchzuführen.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt IV)

Zu Beginn der Ausbildung soll eine Einführung von etwa einer Woche Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein allgemeines Verwaltungsseminar (etwa vier Wochen) und durch fachbezogene Verwaltungsseminare (etwa vier Wochen) zu vertiefen. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis III durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es kann auch eine gebündelte Ausbildung von bis zu drei Wochen in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchgeführt werden. Für diese Hospitation können zusätzlich auch Zeiten der fachbezogenen Verwaltungsseminare oder der Ausbildungsabschnitte I bis III verwendet werden.

Teil 3
Ausbildungsplan der Fachrichtung Architektur

Der nachfolgende Ausbildungsplan der Fachrichtung Architektur strukturiert als Rahmen die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar aufgestellt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt und die Dauer der Ausbildungsabschnitte angepasst werden.

Ausbildungs-
abschnitte und Dauer

Ausbildungsstellen
(Dauer)

Ausbildungsinhalte
(Dauer)

I bis III
Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

kontinuierlich in allen Ausbildungsabschnitten

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Alle Aufgaben der Leitung von fachtechnischen Organisationseinheiten, Vorgesetztenfunktion, die der Leitung zugrundeliegenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften, soziale und fachliche Kompetenz, wirtschaftliches, nachhaltiges und rechtskonformes Entscheiden und Handeln, Leitungs- und Führungstechniken, Rhetorik und Präsentation. Alle Aufgaben sind der Referendarin oder dem Referendar durch kontinuierliche Einbindung in die Leitungsfunktion in allen Ausbildungsabschnitten zu vermitteln, auch in Form von Hospitanz, Mitarbeit und Übertragung von geeigneten, konkreten Aufgaben.

I
Öffentlicher Hochbau (staatliche Bauverwaltung)

34 Wochen

Staatliche Bauverwaltung (Ortsinstanz, Baudurchführende Ebene)

(34 Wochen)

Praxisorientierte Mitarbeit an allen baufachlichen Aufgaben der staatlichen Bauverwaltung (Ortsinstanz, baudurchführende Ebene), insbesondere Vorbereiten und Durchführen von Baumaßnahmen aller Art, Facility-Management, Projektmanagement, Haushaltsverfahren und Mittelbewirtschaftung, Vergabewesen, Vertragswesen, Grundlagen und Anwendung des öffentlichen Baurechts und Baunebenrechts, Wettbewerbswesen, Standards im Bauwesen, Typologie öffentlicher Hochbauten, quantitativer und qualitativer Flächenbedarf, technische Ausrüstung im Hochbau, Bautechnik und Baukonstruktion, Baubetrieb, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Hochbau, Aufgabenerledigung mit der Privatwirtschaft, fachliche Zusammenarbeit mit Mittelinstanz, Oberster Instanz, nutzender Verwaltung, Zulassungs- und Prüfbehörden.

Praxisorientierte Mitarbeit an allen Leitungsaufgaben, Dienststellenorganisation, Zusammenarbeit mit Dienst-, Rechts-, Fachaufsicht und Personalvertretung, Unfallverhütung, Fürsorgepflichten, Personalbedarf und Personaleinsatz, Personalführung, Haushaltsverantwortung, Controlling, Innenrevision, Fortbildung, Kosten-Leistungs-Rechnung, betriebswirtschaftliches Management, Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik, Berichtswesen, Außenvertretung der Dienststelle.

II
Stadtplanung, Städtebau und Bauordnungswesen

24 Wochen

Kommunalebene in einer unteren Bauaufsichtsbehörde und in Behörden des Baunebenrechts

(14 Wochen)

Praxisorientierte Mitarbeit an allen Aufgaben der Unteren Bauaufsichtsbehörde und in Behörden des Baunebenrechts, insbesondere Verwaltungs- und Zulassungsverfahren nach Bauordnungsrecht und Fachgesetzen, Abwägung im Verwaltungsverfahren, Bescheidtechnik, Erstellung von Bescheiden, Behandlung von Rechtsbehelfen und Rechtsmitteln, aufsichtsbehördliche Maßnahmen, Verwaltungsgebühren, Statistik, innere Organisation, Zusammenarbeit mit der Rechts- und Fachaufsicht im bauaufsichtlichen Zulassungsverfahren, Zusammenarbeit mit den Gremien der Gemeinde.

 

Kommunalebene in einer Planungsbehörde

(10 Wochen)

Praxisorientierte Mitarbeit an allen Aufgaben der kommunalen Planungsbehörde, insbesondere fachrichtungsbezogene Aufgaben aus der Gemeindeordnung , Stadtentwicklungsplanung, Bauleitplanung, Verwaltungsverfahren und Umsetzung städtebaurechtlicher Instrumente, Bodenordnung , Zusammenarbeit mit dem Grundbuchamt sowie den Stellen der Regional- und Landesplanung, Verwaltungsgebühren, Statistik, innere Organisation, Zusammenarbeit mit der höheren Verwaltungsbehörde im Bauleitplanverfahren, Zusammenarbeit mit den Gremien der Gemeinde.

III
Aufgaben der mittleren, höheren und obersten Dienst-, Rechts- und Fachaufsichtsbehörden

10 Wochen

Mittlere, höhere oder oberste Verwaltungsbehörde

(10 Wochen)

Grundzüge des Staats-, Verwaltungs-, Planungs- und Baurechts, Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften, Umsetzung von Beschlüssen von Parlament und Regierung, Bundes- und Landesorganisation, Organisation der Europäischen Union, Dienststellenorganisation, Dienst-, Fach- und Rechtsaufsicht, Personalwirtschaft, Haushaltsverfahren und Mittelbewirtschaftung, Bedarfsermittlung und Bedarfsdeckung, technische und wirtschaftliche Programmplanung, Standardisierung und Standards im Bauwesen, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Hochbau, Landes- und Regionalplanung, Pressearbeit, fachliche Zusammenarbeit mit dem Parlament, den Ressorts, dem nachgeordneten Bereich, dem Bund oder den Ländern und der Europäischen Union.

IV
Seminare, Lehrgänge, Fachexkursionen und Prüfungen

24 Wochen

Ausbildungsbehörde (insgesamt mindestens
12 Wochen)

Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen und Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Die Bildung von Arbeitsgemeinschaften von Referendarinnen und Referendaren soll unterstützt werden, auch länderübergreifend. Seminare können länderübergreifend zentral durchgeführt werden. Im Sinne von § 6 sollen die Möglichkeiten zu besonderen Ausbildungsformen genutzt werden, insbesondere um eine stets zeitgemäße Ausbildung zu gewährleisten.
Einführung (etwa 1 Woche). Die Einführung soll insbesondere vermitteln: Struktur, Inhalt und Ziel des technische Referendariats, organisatorische Grundlagen der öffentlichen Verwaltung, Grundlagen der Aufbau- und Ablauforganisation, Aufgaben und Rechtsgrundlagen für die Fachrichtung Architektur.

 

 

Allgemeines Verwaltungsseminar
(etwa 4 Wochen).

 

 

Fachbezogene Verwaltungsseminare
(etwa 4 Wochen), die als Vertiefungsseminare möglichst in Zusammenhang mit dem jeweiligen Ausbildungsabschnitt durchgeführt werden sollen.

 

Ausbildungsbehörde

Fachbezogenes Seminar zu Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (etwa 3 Wochen), das über den gesamten Ausbildungszeitraum auch in zeitlich getrennten Abschnitten und teilweise durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchgeführt werden kann. Für diese Hospitation können zusätzlich auch Zeiten der fachbezogenen Verwaltungsseminare oder der Ausbildungsabschnitte I bis III verwendet werden.
Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen)

 

(12 Wochen)

Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfung einschließlich Prüfungsvorbereitungen (6 Wochen)

12 Wochen

 

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Teil 4
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 in der Fachrichtung Architektur sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1 1 / 4

3.

Öffentliches Baurecht

1

4.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

1

5.

Grundzüge des öffentlichen Hochbaues und des Städtebaues

1 1 / 4

6.

Bautechnik

1

zusammen

6 1 / 2

Teil 5
Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

(fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

Staatsbegriff, Staatswesen

Völkerrecht in den Grundzügen

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

Staatsformen

Entstehung und Auflösung von Staaten

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

Verfassungsorgane des Bundes

Funktionen der Staatsgewalt

Gewaltenteilung

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

Gesetzgebungsverfahren

Rechtsverordnungen und Satzungen

Rechtsprechung

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

Verfassungsorgane der Länder

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

Entstehungsgeschichte

Status und Organe

Aufgaben und Ziele

Übertragene Souveränitätsrechte

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

Grundsätze des Verwaltungshandelns

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

Auslegung von Rechtsnormen

Amtshilfe

Verwaltungsvollstreckung

Verwaltungszustellungsverfahren

Verwaltungsgebühren

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

Beamtenrecht

Disziplinarrecht

Personalvertretungsrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

Datenschutzrecht in den Grundzügen

Sozialrecht in den Grundzügen

Steuerrecht in den Grundzügen

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und

Sachenrecht in den Grundzügen

Nachbarrecht

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

Vergaberecht in den Grundzügen

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

Gerichte und Zuständigkeiten

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

Rechtsmittel

Strafrecht

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

Straftaten im Amt

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

(fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

Begriffe

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

Führungs- und Leitungskonzeptionen

Kybernetik, Regelkreis-Modell

Orientierung (Input und Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

Problemanalyse

Alternativensuche und -bewertung

Entscheidung

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und betriebswirtschaftliche Steuerung

Begriffe

Verwaltung im sozialen System

Konzept „Bürokratie“

Funktion und Selbstverständnis

New Public Management

Kalkulation

Ressourcen

Controlling (strategisch und operativ)

Ziele, Produkte, Leistungen

Kennzahlen

Berichtswesen

Kosten-Leistungs-Rechnung

Kaufmännische Buchführung

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

Qualitätsmanagement

Projektmanagement

Benchmarking

Budgetierung

Personalführung

Führungsstile

Grundkenntnisse der Menschenführung

Soziale Kompetenz

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

Motivation

Anerkennung und Kritik

Kommunikation und Konfliktbehandlung

Belastungen und ihre Bewältigung

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

Personalbeurteilung

Personalentwicklung

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gleichstellung

Kommunikation

Rhetorik

Gesprächsführung

Moderation und Besprechungstechnik

Präsentation und ihre Technik

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik

Pflichtenheft

Datensicherheit

E-Government

E-Vergabe

Datenschutz

Statistik

Organisation

Grundzüge der Organisationslehre

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

Geschäftsprozessoptimierung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

Haushaltsordnungen

Haushaltsgesetze

Grundlagen des Haushalts

Grundsätze und Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

Finanzplanung

Programmplanung

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

Rechnungslegung

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

Grundsätze

Minimal-, Maximal- und Optimal-Prinzip

Rahmendaten und Datenrahmen

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

Statische und dynamische Rechenverfahren

Kapitalwertmethoden

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

Monetäre und nichtmonetäre Betrachtung

Kostenvergleichsrechnung

Investitionsrechnung

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

Investitionsmaßnahmen

Kosten-Nutzen-Analysen

Nutzwert- und Kostenwirksamkeitsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Öffentliches Baurecht

Allgemeine Grundlagen

Geschichte, Entwicklung und Ziele des öffentlichen Baurechts

Gesetzgebungszuständigkeiten zum Planungs- und Baurecht von Bund, Ländern und Gemeinden

Zuständigkeiten der Europäischen Union im öffentlichen Baurecht

Raumordnungs-, Landesplanungs- und Regionalplanungsrecht

Planungsträger

Verfahren zur Planaufstellung

Planinhalte, Beispiele

Instrumente zur Plansicherung und -verwirklichung

Bauplanungsrecht

Allgemeines und besonderes Städtebaurecht

Verfahren zur Planaufstellung

Planinhalte

Zusammenwirken von Behörden und Privaten

Instrumente zur Plansicherung und -verwirklichung

Genehmigungs- und Zulassungstatbestände

Bauordnungsrecht

Formelles Recht

Zuständigkeiten und Aufgaben

Bauaufsichtliche Verfahren

Bedeutung von Befreiungen, Ausnahmen und Abweichungen

Beteiligte an bauaufsichtlichen Verfahren und deren Verantwortung

Sicherstellung der Verwendbarkeit von Bauprodukten

Bauaufsichtliche Eingriffsbefugnisse

Bestandsschutz

Materielles Baurecht

Allgemeine Anforderungen

Grundstücke und deren Bebauung

Bauliche Anlagen

Sonderbauten

Technische Baubestimmungen

Brandschutz

Baunebenrecht

Fachplanungsrecht, rechtliche Grundlagen, Planungsträger

Denkmalrecht

Naturschutzrecht

Wasserrecht

Bundesimmissionsschutzrecht

Arbeitsstättenrecht

Nachbarrecht

Genehmigungsverfahren, Planfeststellungsverfahren

Berücksichtigung des Baunebenrechts im bauordnungsrechtlichen Genehmigungsverfahren

Rechtsschutz im öffentlichen Baurecht

Städtebauliche Planungen

Bauaufsichtliche Verfahren

Fachplanungsrecht

Amtspflichten und Amtshaftung

Haftung von Verfahrensbeteiligten

Nachbarschutz

Unfallschutz

Recht der Berufsgenossenschaften

Unfallverhütung

Fach 4:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

Organisation der Hochbauverwaltungen in Bund, Ländern und Gemeinden (Finanzbauverwaltungen)

Zuständigkeiten

Aufbau-und Ablauforganisation

Arbeitsweise

Aufgaben der Hochbauverwaltungen (staatliche Bauverwaltung)

Durchführung von Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie Unterhaltung der Grundstücke und der baulichen Anlagen

Vergabe von Dienst-, Bau- und Lieferleistungen

Planungswettbewerbe

Fertigung der Bauunterlagen

Überwachung der Bauausführung

Rechnungsprüfung

Kassenanordnung

Abnahme

Übergabe

Dokumentation

Rechnungslegungs- und Rechnungsprüfungsverfahren

Betriebsführung und Betriebsüberwachung von Technischen Anlagen

Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnik

Baufachliche Gutachten und Stellungnahmen

Wertermittlung

Baufachliche Mitwirkung bei Zuwendungsmaßnahmen

Verwaltungsverfahren bei Sicherheitsmaßnahmen

Planung und Durchführung von Baumaßnahmen Dritter

Grundzüge der Wohnungsbauförderung

Datenbanken und Statistik im öffentlichen Hochbau

Standardisierung und Standards im öffentlichen Hochbau

Facility-Management im öffentlichen Hochbau

Veröffentlichungen

Vorschriften, Richtlinien, Dienstanweisungen

Verfahrensvorschriften

Durchführung von öffentlichen Hochbaumaßnahmen

Zuwendungsmaßnahmen

Gebäudebestandsdokumentation

Überwachung der Verkehrssicherheit von baulichen

Anlagen

Unfallverhütungsvorschriften

Vermessung

Nachhaltiges Planen und Bauen

Planungswettbewerbe

Kunst am Bau

Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen

Bundes- und Landeshaushaltsordnung mit Verwaltungsvorschriften

Haushaltswirtschaft der Gemeinden

Mittelbewirtschaftung und Bewirtschaftungsverfahren

Informationstechnik im Haushalt

Vergabewesen

Vertragswesen

Wettbewerbswesen

Kartellrecht

Preisrecht

Urheberrecht in der Architektur

Fach 5:

Grundzüge des öffentlichen Hochbaues und des Städtebaues

Stadtplanung und Städtebau

Stadtplanung

Planungsleitbilder

Stadtgeschichte

Instrumente der Stadtplanung

Städtebau

Grundzüge des Städtebaus

Städtebauliche Strukturen

Städtebauliche Faktoren

Öffentliche Gebäude

Öffentliche Bauaufgaben

Gebäudetypologien und Baugestalt

Baugeschichtliche Entwicklungen

Gestaltungs- und Konstruktionselemente

Baukultur und öffentlicher Raum

Planungsgrundlagen

Raumbedarfsanforderungen

Qualitative Bedarfsanforderungen

Ausstattungsstandards

Funktionale Anforderungen

Behaglichkeitskriterien

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Bewertung von Bauplanungen

gestalterisch

technisch

wirtschaftlich

energetisch

ökologisch

Öffentlich-rechtliche Anforderungen

Werterhaltung öffentlicher Gebäude

Planung im Bestand

Kosten

Grundlagen und Methoden der Kostenermittlung

Bau- und Planungskosten

Baunutzungskosten

Lebenszykluskosten

Kostenkennwerte und Flächenrichtwerte

Nachhaltigkeitsanforderungen im öffentlichen Hochbau und im Städtebau

Kriterien und Zertifizierungen

Lebenszyklus von Siedlungen und Bauwerken

Integrale Planung

Projektmanagement

Begriffsbestimmungen

Projektmanagement

Projektorganisation

Projektplanung und -steuerung

Methoden des Projektmanagements (Leitungskonzepte)

Institutionelle Bezüge (Organisationskonzepte)

Kostensteuerung

Terminplanung und -steuerung

Qualitätsmanagement

Fach 6:

Bautechnik

Regeln der Technik

Allgemeine Rechtsgrundlagen

Gesetze, Verordnungen, Normen

Technische Elemente der Stadt- und Gebäudeplanung

Technische Grundlagen städtischer Infrastruktur

Technische Erschließung von Gebäuden

Ver- und Entsorgungsanlagen und deren Leitungssysteme

Grundzüge der Baukonstruktion und Baumethoden

Baugrund und Grundwassermanagement

Gründungsarten

Tragkonstruktion, auch selbsttragende Fassadenkonstruktionen

Nichttragende Konstruktionen und Ausbaukonstruktionen

Grundzüge der Installations- und Betriebstechnik

Passive und aktive Energiegewinnung im Hochbau

Heizung, Raumlufttechnik

Wasserversorgung, -nutzung und -entsorgung

Wertstoff- und Schadstoffsammlung sowie -entsorgung

Elektrische Anlagen (Niederspannung, Schwachstrom) und Beleuchtung

Fördertechnik

Küchen-, Labor- und Medizintechnik

Gebäudeleittechnik

Informations- und Kommunikationstechnik

Bauphysikalische Aspekte bei der Gebäudeplanung

Wärme-, Schall- und Feuchteschutz

Ursachen, Vermeidung und Behebung von Bauschäden

Alterungsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit

Nachhaltigkeitsanforderungen in der Bautechnik

Bewertung von Bauteilen, Baustoffen, Baumethoden und Installations- und Betriebstechnik

Technische und ökologische Qualität nachhaltigen Bauens

Rückbaufähigkeit und Wiederverwendbarkeit von Bauelementen

Raumklimaverträglichkeit, Energieeffizienz

Altlasten, Gefahrstoffbeseitigung, Verwendungsverbote

Historische Bauwerke und Baukonstruktionen

Technisch-physikalische und chemische Untersuchungsmethoden

Zerstörungsarme und zerstörungsfreie Untersuchungsmethoden

Materialprüfung

Rekonstruktionsmethoden

Bautechnische Anforderungen bei Rekonstruktionsmaßnahmen

Verwendung althergebrachter Techniken und Baustoffe

Baubetrieb und Baulogistik

Allgemeine Rahmenbedingungen

Bauverfahren

Bauablauf

Störungen im Bauablauf


Anlage 2

(zu § 5 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5, § 14 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1)

Sondervorschriften für die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation

Teil 1
Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitte
und Dauer

Ausbildungsinhalt

I
20 Wochen

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

II
16 Wochen

Landentwicklung

III
16 Wochen

Landesplanung und Städtebau

IV
16 Wochen

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

68 Wochen

 

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt zwölf Wochen erforderlich. Weitere zwölf Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Ausbildungsabschnitten I bis IV angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Das zweijährige technische Referendariat setzt sich wie folgt zusammen:

a)

68 Wochen (Nummer 1),

b)

24 Wochen (Nummer 2) sowie

c)

12 Wochen Erholungsurlaub,

die Gesamtdauer beträgt 104 Wochen.

Teil 2
Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis IV

In den Ausbildungsabschnitten I bis IV sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 6 vorzusehen.

Im Ausbildungsabschnitt I ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, beim Grundbuchamt die Einrichtung und Führung des Grundbuches und die geschäftliche Behandlung von Grundbuchsachen kennen zu lernen. In der Ausbildung im Bereich Liegenschaftskataster ist besonders auf seine Doppel-Funktionalität als amtliches Verzeichnis der Grundstücke und als Grundlage für raumbezogene Informationssysteme einzugehen. Länderspezifische Ausprägungen bei der Einrichtung des Liegenschaftskatasters sind vergleichend mit der Situation im Ausbildungsland praxisorientiert herauszustellen. Die Ausbildung in Landesvermessung findet in der Regel in einer Landesvermessungsbehörde statt, wobei die Referendarin oder der Referendar dabei auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden soll.

Ein Schwerpunkt der Ausbildung im Ausbildungsabschnitt II, die sich auf den gesamten Verfahrensablauf von Neuordnungsmaßnahmen erstrecken soll, ist auf die planerischen technischen Arbeiten zu legen. Hierbei ist die Landentwicklung in ihrer Verzahnung mit den übrigen Raumordnungsmaßnahmen und ihre Einbindung in die übergeordnete Landesentwicklung herauszustellen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Initiierung und Begleitung von EU - Fördermaßnahmen und darauf bezogene fachpolitische Strategien ( § 6 Abs. 6). Hospitationen bei europäischen Institutionen und in europäischen Mitgliedstaaten sind wünschenswert.

Im Ausbildungsabschnitt III soll die Referendarin oder der Referendar Gelegenheit erhalten, in die berufsspezifischen technischen Aufgaben einer Kommunalverwaltung Einblick zu nehmen. Schwerpunkte der Ausbildung sind Raumordnung, Landesplanung, Städtebau und Bodenordnung, Immobilienwertermittlung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Entwicklungsprozesse sowie Herausforderungen für Raumordnung und Stadtentwicklung. Für den Bereich Landesplanung sind Ausbildungsstationen bei der obersten Landesplanungsbehörde und einer für die Regionalplanung zuständigen Stelle besonders geeignet. Zu den Herausforderungen der Stadtentwicklung gehört unter anderem die Auseinandersetzung mit den Themen demographische Entwicklung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, energiepolitische Strategien sowie Umwelt- und Klimaveränderungen. Die Referendarin oder der Referendar kann an einem Lehrgang bei einem Institut für Städtebau teilnehmen.

In Ausbildungsabschnitt IV soll die Ausbildung in Geodatenmanagement in großen Geodäten haltenden Stellen erfolgen. Hierbei sind die freie Wirtschaft und die Bundesebene eingeschlossen. Die Ausbildung in Geodateninfrastruktur (GDI) soll maßgeblich bei den Einrichtungen stattfinden, die die zentralen Komponenten der GDI des Ausbildungslandes führen und bei denen die GDI-Koordinierungsstellen angesiedelt sind. Zusätzlich sollen die Referendarinnen oder Referendare Gelegenheit erhalten, Fachinformationssysteme in den dafür zuständigen Behörden oder anderen Stellen kennen zu lernen, maßgeblich im Bereich Umwelt, der freien Wirtschaft oder auf kommunaler Ebene. Der Ausbildungsabschnitt IV eignet sich besonders für die Anfertigung von Abschnitts- oder Projektarbeiten ( § 14 Abs. 4) oder für Hospitationen bei europäischen Institutionen oder Einrichtungen der nationalen GDI.

In den Ausbildungsabschnitten I bis IV ist besonderer Wert darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingangspost beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Als zu erlernende Qualifikation sind dabei herauszustellen: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -Durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa einer Woche Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein allgemeines Verwaltungsseminar (vier Wochen) und durch fachbezogene Verwaltungsseminare (vier Wochen) zu vertiefen. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis IV durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es ist dafür aber auch eine gebündelte Ausbildung von drei Wochen in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchzuführen. Für diese Hospitation können zusätzlich auch Zeiten der fachbezogenen Verwaltungsseminare oder der Ausbildungsabschnitte I bis IV verwendet werden.

Teil 3
Ausbildungsplan der Fachrichtung Geodäsie
und Geoinformation

Der nachfolgende Ausbildungsplan der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der unter Ausbildungsabschnitt II eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden.

Ausbildungs-
abschnitte und Dauer

Ausbildungsstellen
(Dauer)

Ausbildungsinhalte
(Dauer)

I bis V
Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

während des gesamten Referendariats in allen Ausbildungsabschnitten

 

Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingänge (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen oder Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachrichtungsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit. Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

I
Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

20 Wochen

Vermessungs- und Geoinformationsbehörde des Landes (mit Grundbuchamt und Finanzverwaltung)

Zuständiges Ministerium für Vermessung und Geoinformation
Hospitation bei eine(r)/(m) Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur(in) (insgesamt 14 Wochen) Vermessungs- und Geoinformationsbehörde des Landes
(6 Wochen)

Die Referendarin oder der Referendar soll die Strukturen des amtlichen deutschen Vermessungs- und Geoinformationswesens, seine rechtlichen Grundlagen und Organisation sowie Wege der länderübergreifenden Zusammenarbeit kennen lernen. Die Referendarin oder der Referendar soll sich intensiv mit den Aufgaben des Liegenschaftskatasters, der Landesvermessung und des Geobasisinformationssystems auseinander setzen. Dabei sind die Herausforderungen, Entwicklungstendenzen und Strategien dieser Aufgabenfelder eingehend zu betrachten.
Bei der Vermessungs- und Geoinformationsbehörde des Landes soll die Referendarin oder der Referendar ablauf- und prozessorientiert unter anderem folgende Aufgabenbereiche kennenlernen: Aufsicht über die katasterführenden Behörden und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure, Beschwerde- und Widerspruchsverfahren, Grundzüge des verwaltungsrechtlichen Handelns, Anwendung des öffentlichen Dienstrechtes, Zusammenwirken der Verwaltungen interdisziplinär und Ebenen übergreifend, Geschäftsbetrieb und Organisation, Controlling sowie Projektmanagement.
Der Referendarin oder dem Referendar ist Gelegenheit zu geben, beim Grundbuchamt die Einrichtung und Führung des Grundbuches und die geschäftliche Behandlung von Grundbuchsachen kennen zu lernen. In der Finanzverwaltung sollen die Grundzüge der Bodenschätzung und der Grundsteuer vermittelt werden. Die Referendarin oder der Referendar soll aktiv zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.

II
Landentwicklung

16 Wochen

Flurbereinigungsbehörde Obere Flurbereinigungsbehörde
mindestens eine Stelle aus: untere, obere Naturschutzbehörde, untere, obere Wasserbehörde, untere, obere Forstbehörde, Landwirtschaftsbehörde, Dorferneuerung, Landentwicklung in einem anderen Bundesland
mindestens eine Stelle aus: LEADER-Lokale Aktionsgruppe(n), Strukturfondseinrichtung der Kreisverwaltung
Hospitationen bei EU-Kommission und Flurbereinigungsbehörden anderer Bundesländer oder im Ausland

Die Referendarin oder der Referendar soll sich vertieft mit den Herausforderungen für die Landentwicklung, wie zum Beispiel Demografischer Wandel oder Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auseinandersetzen.
Die Referendarin oder der Referendar soll erlernen, wie die Anforderungen an die ländlichen Räume durch Instrumente der Landentwicklung bewältigt werden können. Sie sollen dabei vor allem auf die Strategie Wandel in den Köpfen, die Instrumente LEADER, ILEK, Regionalmanagement und Dorfentwicklung eingehen.
In dem Bereich Agrar- und Strukturpolitik für die ländlichen Räume ist das breite Spektrum der europäischen und nationalen Förderprogramme, Regionalfonds und Erschließung privater Finanzierungsquellen möglichst bei damit befassten Stellen (auch im Ausland) zu studieren.
In dem Schwerpunktbereich Verfahren nach Flurbereinigungs- und Landwirtschaftsanpassungsgesetz soll die Referendarin oder der Referendar auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden. Im Vordergrund stehen Ziele der ländlichen Bodenordnung nach Verfahrensarten, Erlernen der Abläufe vor allem in den Terminen der Landentwicklung und das Landentwicklungsfachinformationssystem LEFIS.
Modernes Verwaltungshandeln ist an geeigneten Fallbeispielen, durch Gutachten und Untersuchungen zu erlernen.
Bei der Einordnung und Entwicklung der Landentwicklung soll der Blick in überfachlicher Sicht ausgeweitet werden.

III
Landesplanung und Städtebau

16 Wochen

Für die Regionalplanung und Landesplanung zuständige Behörden oder Stellen
(2 Wochen)
Kommunale Dienststellen für Geoinformation, Vermessung, Liegenschaften, Planung sowie sonstige technische Aufgaben (zum Beispiel Erschließung, Umweltschutz) Geschäftsstelle eines Gutachterausschusses für Grundstückswerte Geschäftsstelle eines Umlegungsausschusses (Umlegungsstelle) Lehrgang bei einem Institut für Städtebau (oder vergleichbarer Einrichtung) sowie Hospitationen zur Immobilienwertermittlung bei Kreditinstituten, größeren Sachverständigenbüros oder Researchunternehmen
(insgesamt 14 Wochen)

Die Referendarin oder der Referendar soll die Aufgaben und Verfahren von Raumordnung und Landesplanung kennen lernen. Hierfür sind Ausbildungsstationen bei der obersten Landesplanungsbehörde und einer für die Regionalplanung zuständigen Stelle besonders geeignet.
Im Bereich der Stadtentwicklung und Stadterneuerung sind neben den Aufgaben der Bauleitplanung insbesondere die Themen Bodenordnung und Immobilienwertermittlung in praktischer Mitarbeit vertieft zu vermitteln. Strategien der Baulandentwicklung und des Flächenmanagements auch in Kooperation mit privaten Investoren sollen behandelt werden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll beispielweise in ämterübergreifenden Arbeitsgruppen, Ausschüssen, bei Planfeststellungsverfahren sowie bei den Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes thematisiert werden.
Die Referendarin oder der Referendar soll Gelegenheit erhalten, die allgemeinen technischen Aufgaben einer Kommunalverwaltung eingehend kennen zu lernen. Energiepolitische Strategien, die Aspekte der demographischen Entwicklung sowie Umwelt- und Klimaveränderungen sind ebenfalls wichtige Themen dieses Ausbildungsabschnittes.

IV
Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

16 Wochen

Vermessungs- und Geoinformationsbehörde des Landes (bis zu 16 Wochen)

Hospitationen bei Behörden auf kommunaler Ebene, Landes- oder Bundesebene, europäischen Institutionen und gegebenenfalls auch Wirtschaftsbetrieben mit entsprechenden Geschäftsfeldern

Die Referendarin oder der Referendar soll die Herausforderungen für das Geoinformationswesen und dessen Beitrag zum E-Government sowie die zugehörigen Strategien kennen lernen. Die Referendarin oder der Referendar soll anhand praktischer Mitarbeit das Geodatenmanagement und die Anforderungen der Geodateninfrastruktur (GDI) erlernen, wobei besonders auch die Entwicklungen und Interdisziplinarität vermittelt werden sollen. Die Ausbildung im Geodatenmanagement soll in großen Geodäten haltenden Stellen erfolgen. Hierbei sind die freie Wirtschaft und die Bundesebene eingeschlossen. Die Ausbildung in Geodateninfrastruktur soll maßgeblich bei den Einrichtungen stattfinden, die die zentralen Komponenten der GDI des Ausbildungslandes führen und bei denen die GDI-Koordinierungsstellen angesiedelt sind. Zusätzlich sollen die Referendarinnen oder Referendare Gelegenheit erhalten, Geofachinformationssysteme in den dafür zuständigen Behörden oder anderen Stellen kennen zu lernen, maßgeblich im Bereich Umwelt, der freien Wirtschaft oder auf kommunaler Ebene. Der Ausbildungsabschnitt eignet sich besonders für die Anfertigung von Abschnitts- oder Projektarbeiten oder für Hospitationen bei europäischen Institutionen, in der Privatwirtschaft oder Einrichtungen der nationalen GDI.

V
Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

24 Wochen

Fachrichtungs- und gegebenenfalls länderübergreifende Lehrgänge, Arbeitsgemeinschaften o. ä. bei Fortbildungseinrichtungen der Länder
Vermessungs- und Geoinformationsbehörde des Landes
Zuständiges Ministerium für Vermessung und Geoinformation
(insgesamt 12 Wochen)

Einführungslehrgang (1 Woche). Im Einführungslehrgang sollen erste Kommunikations- und Managementkompetenzen vermittelt werden (zum Beispiel Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Visualisierung und Moderation), die in den Ausbildungsabschnitten und den weiteren Lehrgängen auszubauen sind.
Allgemeines Verwaltungsseminar (4 Wochen).
Fachbezogene Verwaltungsseminare (4 Wochen), die im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten durchgeführt werden können.
Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen oder Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Dieser einführende Unterricht sollte möglichst zu Beginn des Ausbildungsabschnitts vermittelt werden. Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 ( zum Beispiel Planspiele, e-Learning, Blended-Learning, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede, Assessment-Center-Trainingseinheiten sowie Exkursionen).
Besondere Lehrgänge und Seminare sollen eine theoretische Ausbildung in Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit beinhalten (3 Wochen).
Die alle Geoinformationsverwaltungen gleichermaßen betreffenden fachlichen Seminarthemen können länderübergreifend zentral vermittelt werden (zum Beispiel Angelegenheiten der AdV, des Bundes, der GDI-DE, europäische Themen).

 

Ausbildungsbehörde
(12 Wochen)

Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen),
Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfungen einschließlich Prüfungsvorbereitungen (6 Wochen).

12 Wochen

 

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Teil 4
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 in der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1 1 / 4

3.

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

1 1 / 4

4.

Landentwicklung

1

5.

Landesplanung und Städtebau

1

6.

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

1

zusammen

6 1 / 2

Teil 5
Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

(fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

Staatsbegriff, Staatswesen Völkerrecht in den Grundzügen

Internationale und supranationale Organisationen,

Rechtsstatus

Staatsformen

Entstehung und Auflösung von Staaten

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

Verfassungsorgane des Bundes

Funktionen der Staatsgewalt

Gewaltenteilung

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

Gesetzgebungsverfahren

Rechtsverordnungen und Satzungen

Rechtsprechung

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

Verfassungsorgane der Länder

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

Entstehungsgeschichte

Status und Organe

Aufgaben und Ziele

Übertragene Souveränitätsrechte

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

Grundsätze des Verwaltungshandelns

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

Auslegung von Rechtsnormen

Amtshilfe

Verwaltungsvollstreckung

Verwaltungszustellungsverfahren

Verwaltungsgebühren

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

Beamtenrecht

Disziplinarrecht

Personalvertretungsrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

Datenschutzrecht in den Grundzügen

Sozialrecht in den Grundzügen

Steuerrecht in den Grundzügen

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und

Sachenrecht in den Grundzügen

Nachbarrecht

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

Vergaberecht in den Grundzügen

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

Gerichte und Zuständigkeiten

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

Rechtsmittel

Strafrecht

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

Straftaten im Amt

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

(fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

Begriffe

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

Führungs- und Leitungskonzeptionen

Kybernetik und Regelkreis-Modell

Orientierung (Input und Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

Problemanalyse

Alternativensuche und -bewertung

Entscheidung

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und betriebswirtschaftliche Steuerung

Begriffe

Verwaltung im sozialen System

Konzept „Bürokratie“

Funktion und Selbstverständnis

New Public Management

Kalkulation

Ressourcen

Controlling (strategisch und operativ)

Ziele, Produkte, Leistungen

Kennzahlen

Berichtswesen

Kosten-Leistungs-Rechnung

Kaufmännische Buchführung

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

Qualitätsmanagement

Projektmanagement

Benchmarking

Budgetierung

Personalführung

Führungsstile

Grundkenntnisse der Menschenführung

Soziale Kompetenz

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

Motivation

Anerkennung und Kritik

Kommunikation und Konfliktbehandlung

Belastungen und ihre Bewältigung

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

Personalbeurteilung

Personalentwicklung

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gleichstellung

Kommunikation

Rhetorik

Gesprächsführung

Moderation und Besprechungstechnik

Präsentation und ihre Technik

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik

Pflichtenheft

Datensicherheit

E-Government

E-Vergabe

Datenschutz

Statistik

Organisation

Grundzüge der Organisationslehre

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

Geschäftsprozessoptimierung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

Haushaltsordnungen

Haushaltsgesetze

Grundlagen des Haushalts

Grundsätze und Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

Finanzplanung

Programmplanung

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

Rechnungslegung

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

Grundsätze

Minimal-, Maximal- und Optimal-Prinzip

Rahmendaten und Datenrahmen

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

Statische und dynamische Rechenverfahren

Kapitalwertmethoden

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

Monetäre und nichtmonetäre Betrachtung

Kostenvergleichsrechnung

Investitionsrechnung

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

Investitionsmaßnahmen

Kosten-Nutzen-Analysen

Nutzwertanalyse und Kostenwirksamkeitsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

Amtliches deutsches Vermessungs- und Geoinformationswesen

Gliederung des deutschen Vermessungs- und Geoinformationswesens

Aufgabenbereiche

Zuständigkeiten

Herausforderungen und Bedeutung des amtlichen Vermessungs- und Geoinformationswesens

Föderalismus und nationale Einheitlichkeit

Einbindung in die Landespolitik

Haushaltsentwicklung

Staatsfunktion

Rechtliche Grundlagen und Organisation

Vermessungs- und Geoinformationsgesetze der Länder

Inhalt, Grundsätze, Rechtsvergleich

Verwaltungsaufbau und Organisationsansätze

Recht der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure

Ländervergleich

Liegenschaftskataster

Gewährleistung des Eigentums und Sicherung des Grundstücksverkehrs

Aufgaben, Zweck und Inhalt

Qualitätsanforderungen und -management

Einrichtung als Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem

Benutzungskriterien

Gebrauch und Nutzung durch Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft

Benachbarte Rechtsgebiete

Materielles und formelles Liegenschaftsrecht

Wasserrecht, Verkehrswegerecht

Beurkundungsrecht in Grundzügen

Erbbaurecht, Wohnungseigentumsrecht, Zwangsversteigerungsrecht

Bauordnungsrecht

Prozessorientierung

Zusammenarbeit

Grundbuch und andere Register Flurbereinigung

Andere behördliche Vermessungsstellen

Landesvermessung

Finanzverwaltung

Landesplanungsverwaltung

Bauverwaltung

Liegenschaftsvermessungen und Fortführung

Entstehung, geschichtliche Entwicklung, Erneuerung

Landesvermessung

Gewährleistung, Daseinsvorsorge

Klassische Aufgabenfelder

Zweck und Anforderungen

Geodätischer Raumbezug

Festpunktfelder

SAPOS

Amtliches Bezugssystem

Amtliches Festpunkt-Informationssystem

Erfassung der amtlichen Geotopographie

Topographisches Informationsmanagement, Topographische Landesaufnahme

Photogrammetrie, Fernerkundung

Landesluftbildsammlung

Landeskartenwerke

Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem

Qualitätsmanagement

Gebrauch und Nutzung

Prozessorientierung

Zusammenarbeit

Benutzungskriterien

Entstehung, geschichtliche Entwicklung

Militärische Epoche

Zivile Epoche

Entwicklungstendenzen

Geobasisinformationssystem

Inhalt, Bestandteile, Zweck

Bedeutung (auch für die GDI)

Aktivierungsfunktion

Bereitstellung der Geobasisdaten

GeoInfoDok und AAA-Datenmodell

Strategien

Grundsätze des amtlichen Vermessungswesens

Bereitstellung von Geobasisdaten

Eckwerte der Zusammenarbeit mit den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren

Länderübergreifende Zusammenarbeit

Strategische Zusammenarbeit in der AdV

Aufgaben

Organe

Ziele, Ergebnisse

Operative Zusammenarbeit im Lenkungsausschuss Geobasis

Zusammensetzung

Aufgabenpotenziale

Vorgehen

Zentraler Vertrieb und gemeinsame Entwicklung

Zusammenarbeit mit dem Bund

Zusammenarbeit im internationalen Bereich

Entwicklungstendenzen

Aufgabenentwicklung

Verwaltungsreformen

Entwicklung der Geodäsie in Deutschland

Fach 4:

Landentwicklung

Herausforderungen für die Landentwicklung

Demografischer Wandel, Klimawandel, Energiewende

Flächenverbrauch, Infrastruktur, Mobilität

Strukturwandel in der Landwirtschaft

Kulturlandschaften und Gewässer

Schrumpfungsprozesse im ländlichen Raum

Innenentwicklung kleiner Städte und Dörfer

Dorfumbau, Daseinsvorsorge, Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

Anforderungen an die ländlichen Räume und Instrumente der Landentwicklung

Strategien

Wandel in den Köpfen

Interkommunale Kooperationen

Allianzen

LEADER und ILEK

Regionalmanagement

Dorfentwicklung und Daseinsvorsorge

Natur- und Artenschutz, Landschaftsentwicklung

Hochwasser-, Trinkwasser- und Gewässerschutz

Technische Infrastruktur

Straßen, Schiene

Kommunikations- und Leitungsnetze

Energieerzeugung

Bedarfs- und funktionsgerechte ländliche Wegenetze

Agrar- und Strukturpolitik für die ländlichen Räume

Europäische und nationale Förderprogramme

Regionalfonds und Erschließung privater Finanzierungsquellen

Privat-Public-Partnership-Modelle

Sponsoring

Stiftungen, Vereine und Genossenschaften

Einsatz von Finanzierungsmitteln anderer Fachbehörden in der Landentwicklung

Verkehrsanlagen, Wasserwirtschaft, Forstwirtschaft

Naturschutz, Energieanlagen, Tourismus

Verfahren nach Flurbereinigungs- und Landwirtschaftsanpassungsgesetz

Zuständigkeiten und Ziele der ländlichen Bodenordnung nach Verfahrensarten

Verfahrensabläufe

Einleitung, Legitimation, Wertermittlung, Planung

Flurbereinigungsplan, tatsächliche und rechtliche Ausführung des Flurbereinigungsplans

Berichtigung der öffentlichen Bücher

Schlussfeststellung

Technik und Automation

Landentwicklungsfachinformationssystem LEFIS

Vermessung und Geoinformation

Beschaffung geobasierter Informationen

Örtliche Erfassungsverfahren

Verwaltungsakte und Rechtsbehelfsverfahren

Besonderheiten der Unternehmensflurbereinigung

Freiwilliger Nutzungstausch

Kostenarten

Herstellung und Ausbau der Anlagen

Modernes Verwaltungshandeln

Wohlstandsentwicklung und -messung

Wertschöpfung, Nachhaltigkeit

Lebensqualität

Beteiligungs- und Aktivierungsformen

Arbeiten mit Szenarien und Varianten

bottom-up Prinzip

Moderation der Landentwicklung

Planungsrecht und Planfeststellungsverfahren

Enteignungsrecht im Kontext der Fachaufgaben

Umweltverträglichkeitsverfahren, Kompensationsmanagement

Einordnung und Entwicklung der Landentwicklung

Landesentwicklung und Landentwicklung

Geschichtliche Entwicklung

Personalmanagement und -qualifizierung

Organisationsvergleich in den Bundesländern

Verwaltungsmodernisierungsansätze in den Bundesländern

Fach 5:

Landesplanung und Städtebau

Herausforderungen für Raumordnung und Stadtentwicklung

Demografischer Wandel

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zentralörtliche Versorgung

Erneuerbare Energien, Energiewende

Stadt-Umland-Beziehungen, Regionalentwicklung

Stadterweiterung, Stadterneuerung, Stadtumbau

Innenentwicklung

Landmanagement

Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Flächenverbrauch

Klimawandel

Infrastruktur

Zusammenwirken von kommunaler Planung und privaten Investoren

Engagement und Teilhabe an Planungsprozessen

Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

Landesplanung, Raumordnung

Rechtliche Grundlagen und System der räumlichen Planung

Prinzip der Zentralen Orte

Planung

Planungsebenen (Landesentwicklungsplan, regionale Entwicklungspläne, Regionale Teilentwicklungspläne)

Organisation und Kompetenzen

Ziele, Grundsätze und Leitbilder der Raumordnung

Planungsverfahren, Raumordnungsverfahren

Verhältnis Landesplanung und Bauleitplanung

Europäische Raumordnung

Bund-Länder-Zusammenarbeit

Sicherung der Raumordnung

Georeferenzierte Raumbeobachtungssysteme, Raumordnungskataster

Interkommunales Flächenmanagement

Städtebau und Bodenordnung

Rechtliche Grundlagen

Bauleitplanung, Sicherung der Bauleitplanung, Aufbau als georeferenzierte Informationssysteme

Städtebauliche Verträge, Vorhaben- und Erschließungsplan

Regelung der baulichen und sonstigen Nutzung, Entschädigung

Bodenordnung, Bodenordnungsverfahren

Enteignung, Erschließung

Kommunale Bodenpolitik und Modelle der Baulandentwicklung

Maßnahmen für den Naturschutz

Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen

Soziale Stadt und Stadtumbau

Immobilienwertermittlung

Rechtliche Grundlagen

Verkehrswert, Marktwert, sonstige Wertbegriffe und Wertermittlungsaufgaben

Organisation der Wertermittlung, Gutachterausschuss, Sachverständigenwesen

Verkehrswertgutachten, Kaufpreissammlung, Bodenrichtwerte

Oberer Gutachterausschuss, Zentrale Geschäftsstelle

Wertermittlungsverfahren, Ableitung erforderlicher Daten

Transparenz des Immobilienmarktes, Auskünfte, Vermarktung

Marktberichte, länderübergreifende Zusammenarbeit

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Planfeststellungsverfahren

Natur- und Umweltschutz

Denkmalschutz

Nachbarrecht

Geoinformationsbeschaffung und -transfer

Kommunales Vermessungs- und Liegenschaftswesen

Entwicklungsprozesse

Geschichtliche Entwicklung von Städtebau und Bodenordnung

Entwicklungslinien der Immobilienwertermittlung

Rechtsentwicklung des Baugesetzbuches

Fach 6:

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

Herausforderungen für das Geoinformationswesen

Globalisierung

Klimaveränderungen

Monitoring des Gesamtsystems Erde

Umweltschutz

Demografische Entwicklung

Veränderungen der Infrastruktur

Bedeutung der Geoinformationen

Geoinformationen im globalisierten 21. Jahrhundert

Historische Dimension

Politische Dimension

Administrative Dimension

Bedeutung in der Bundesverwaltung

Bedeutung auf Länderebene

Bedeutung auf kommunaler Ebene

Nationale Berufsverbände, privater Bereich

Gesellschaftlicher Auftrag

Geoinformation im internationalen Umfeld

Partner, Stakeholder, Kooperationen

Internationale Programme, Initiativen und Projekte

Informations- und Datenpolitik

GeoGovernment und Strategien

Geoinformationswesen und Staat

Staatsbindung, Hoheitsfunktion

Gesellschaftssektoren

Rolle des Staates

Strategien der Zusammenarbeit

Föderalismus

Arbeitskreise

Strategische Leitlinien des Staates

Bereitstellungsstrategien

Geodatenmanagement

Begriffe und Definitionen

Einsatzfelder von Geoinformation

Anforderungen an das Geodatenmanagement

Technisch

Organisatorisch

Personell

Datenbanken

IT-Infrastruktur, IT-Netze

Dienste- und Portaltechnologie

Umsetzung des Geodatenmanagements

Organisatorische und personelle Umsetzung

Frontoffice-Backoffice-Modell

Prozessmanagement

Kooperationen und Modellprojekte

eGovernment, OPEN Government, OPEN Data

Bedarfs- und Nutzerorientierung

Synergien und Wertschöpfung

Nutzergruppen

Bereitstellung

Urheberrecht, Datenbankschutzrecht

Nutzungsbedingungen, Lizenzierung, Lizenzierungsmodelle

Bereitstellungsmodelle, Gebührenmodelle

Datenschutz

Public Relations und Marketing

Normierung und Standardisierung

Fachdatenmodelle

Nichtamtliche Geodäten

Geodateninfrastruktur (GDI)

Ansatz, Begriffe, Definitionen

Rechtliche Grundlagen

Europäische Ebene

Nationale Ebene

Europäische GDI

Aufbau der GDI-DE, Architektur

GDI des Bundes

Länder-GDI

kommunale GDI

Daten, Datenanforderungen, Metadatensystem

Dienste und Portale

Koordinierung

Organisation der GDI in Bund, Ländern und Kommunen

Lenkungsgremium GDI-DE

GIW-Kommission

IT-Planungsrat

Fachnetzwerke

Organisation der GDI in den Ländern

Entwicklungen und Interdisziplinarität

Entwicklungstendenzen von Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

Modellansatz Zentrale Geodienstleister

Interdisziplinäre Zusammenarbeit


Anlage 3

(zu § 5 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5, § 14 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1)

Sondervorschriften für die Fachrichtung Landespflege

Teil 1
Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis III

Die Ausbildungsabschnitte I bis III des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitte
und Dauer

Ausbildungsinhalt

I
35 Wochen

Einführung in die Verwaltung sowie Information und praktische Mitarbeit bei der unteren Naturschutz- oder Landschaftsbehörde sowie bei der Kommunalverwaltung

II
16 Wochen

Information und praktische Mitarbeit bei den Fachverwaltungen der Nachbargebiete der Landespflege und bei wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes und des Bundes

III
13 Wochen

Praktische Mitarbeit und Information bei einer Landesmittelbehörde und/oder Landesoberbehörde für Naturschutz und Landschaftspflege sowie Anfertigen der häuslichen Prüfungsarbeit

64 Wochen

 

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis III)

Für die Ausbildungsabschnitte I bis III sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 Nr. 3 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 16 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Bis zu zwölf weitere Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen, Arbeitsgemeinschaften und Hospitationen benötigt. Die insgesamt 28 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt IV“ zusammengefasst.

3.

Gesamtaufteilung

Das zweijährige technische Referendariat setzt sich wie folgt zusammen:

a)

64 Wochen (Nummer 1),

b)

28 Wochen (Nummer 2) sowie

c)

12 Wochen Erholungsurlaub,

die Gesamtdauer beträgt 104 Wochen.

Teil 2
Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

In den Ausbildungsabschnitten I bis III sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 6 vorzusehen.

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden. In allen Ausbildungsabschnitten ist besonderer Wert darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr übt. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Sitzungen und Verhandlungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen und Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften teilnehmen. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse präsentieren. Als zu erlernende Qualifikation sind dabei Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie das Feedback herauszustellen.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachrichtungsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit.

Die Ausbildungsabschnitte I bis III eignen sich besonders für Projektarbeiten und Hospitationen auf Bundesebene sowie bei europäischen Institutionen, in europäischen Mitgliedstaaten oder in der freien Wirtschaft. Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt IV)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa einer Woche stehen. Die Ausbildung wird durch weitere Lehrgänge und Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 Nr. 3 ergänzt. Dies gilt insbesondere für die Vorbereitung der Prüfungen in den beiden fachübergreifenden Fächern „Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen“ und „Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit“. Hospitationen auf Bundesebene sowie bei europäischen Institutionen, in europäischen Mitgliedstaaten oder in der freien Wirtschaft sind dabei erwünscht.

Teil 3
Ausbildungsplan der Fachrichtung Landespflege

Der nachfolgende Ausbildungsplan der Fachrichtung Landespflege strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll für jede Referendarin oder jeden Referendar individuell aufgestellt werden. Dabei sollen nach Möglichkeit Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel berücksichtigt werden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht werden. Verschiedene Ausbildungsabschnitte, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden, können zeitlich zusammengelegt werden.

Ausbildungs-

 

 

Ab-

Dauer

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

schnitte

(Wochen)

 

 

I bis V

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

 

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Prüfstoff gemäß Fach 1 und Fach 2, insbesondere:
Alle Aufgaben der Leitung von fachtechnischen Organisationseinheiten, Vorgesetztenfunktion, die der Leitung zugrunde liegenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften, soziale und fachliche Kompetenz, wirtschaftliches, nachhaltiges und rechtskonformes Entscheiden und Handeln, Leitungs- und Führungstechniken, Rhetorik und Präsentation.

Die Aufgaben sollen der Referendarin oder dem Referendar durch kontinuierliche Einbindung in die Leitungsfunktion in allen Ausbildungsabschnitten vermittelt werden, zum Beispiel in Form von Hospitanz, Mitarbeit und Übertragung von geeigneten, konkreten Themen.

I

1

Ausbildungsbehörde

Einführung in die Ausbildung sowie die Verwaltung, die Aufgaben und die Organisation der Fachverwaltungen

 

34
(28 bis 36) *

Untere Verwaltungsbehörde für Naturschutz

Praktische, fachspezifische Ausbildung im Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftspflege;

 

 

Kommunalverwaltung, insbesondere Grünflächenämter
(mindestens 16 Wochen)

Grundzüge der Verwaltungspraxis und selbstständige Mitarbeit und Anwendung der einschlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtlinien;
vertiefende Anwendung des technischen und naturwissenschaftlichen Wissens in den einzelnen Aufgabenfeldern sowie der in den Lehrgängen vermittelten Kenntnisse;

 

 

Planungs-, Kommunal- oder Regionalverband
(mindestens 8 Wochen)

Ausweisung von Schutzgebieten und -objekten, Planung und Entwurf in der Landschafts-, Grünordnungs-, Biotop- und Objektplanung, Biotop- und Grünflächenpflege; Artenschutz, Anwendung der Eingriffsregelung in der Bauleit- und Fachplanung sowie bei sonstigen Vorhaben, Förderprogramme, Prüfung von Anträgen, Verfassen von Entwürfen für Genehmigungen, Anordnungen, Bescheide, Stellungnahmen und allgemeiner Schriftverkehr,
Vorbereitung von Ausschreibungsunterlagen, Abwicklung von Aufträgen; Finanzkontrolle, Abrechnung, Liegenschaftswesen, Einsatz und Anwendung von ADV; Zusammenwirken mit Beiräten, Naturschutzverbänden, Naturschutzbeauftragten, Landschaftswarten sowie politischen Entscheidungsgremien; Personal-, Haushalts- und Rechnungswesen, Geschäftsbetrieb und Bürotechnik, Arbeitsplanung, Ablauforganisation, Personaleinsatz, Personalführung, Beurteilungen, Personalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Ausschusssitzungen, Scoping- und Anhörungsterminen sowie Abstimmungsgesprächen

II

16
(12 bis 18) *

Fachverwaltungen insbesondere

-

Landesfachdienststelle für Naturschutz, Landschaftspflege, Umwelt

-

Wasserwirtschaft

-

Landwirtschaft, Flurbereinigung

-

Forstwirtschaft

-

Straßenbau

Kennenlernen der relevanten Aufgaben, Organisation, Instrumente und Rechtsgrundlagen sowie der Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung und der Aufgaben als Träger öffentlicher Belange bei Fachplanungen.
Bei der Landesfachdienststelle insbesondere:
Beratungsaufgaben gegenüber den Behörden und Stellen des Landes, der Kommunen; fachtechnische Betreuung der Naturschutz- und Landschaftsbehörden, Projektgruppenarbeit;
Kennenlernen der Erstellung von Gutachten, der Erarbeitung von Stellungnahmen gegenüber Aufsichtsbehörden und Gerichten, der Bewertung von Umweltverträglichkeitsstudien und Fachplanungen, Teilnahme an Messungen, Untersuchungen, Probenahmen

III

13
(10 bis 18) *

Landesverwaltungsamt und gegebenenfalls zuständiges Ministerium für Landespflege

Praktische Ausbildung:
Organisation und Aufgaben der staatlichen Mittelinstanz als Bündelungsbehörde.
In Vertiefung der Ausbildungsabschnitte I und II:
Fachspezifische Ausbildung und selbstständige Mitarbeit unter Anwendung der einschlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtlinien; Umweltverträglichkeitsprüfungen, Fördermittel, Vollzug der fachlichen Rechtsvorschriften durch Rechtssetzungsverfahren, Bewilligungen, Erlaubnisse, Zulassungen, Planfeststellungen, Bescheide, Beschlüsse, insbes. in den Bereichen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Regionalplanung, der Bauleitplanung und den angrenzenden Fachgebieten.

IV

14
(12 bis 18) *

Lehrgänge, Seminare, Arbeitsgemeinschaften, Exkursionen, Prüfungsvorbereitung

Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung; Management, Mitarbeiterführung, Planung, Entscheidung; Rhetorik, Gesprächsführung; Psychologie.
Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen.
Allgemeine fachübergreifende Zielsetzungen und Strategien zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.

-

Ziele und Notwendigkeit des Umweltschutzes,

-

Umweltschutz als planerische und ordnungsrechtliche Aufgabe,

-

Vorsorge-, Verursacher-, Kooperationsprinzip,

-

Genehmigung, Durchführung und Überwachung von Maßnahmen, Erfolgskontrolle,

-

Grundlagen und technische Regeln,

-

Voruntersuchungen, Planung,

-

Erheben, Beschreiben und Bewerten von Daten,

-

Grundzüge der Verwaltungspraxis.

Fachübergreifende Rechts- und Verwaltungsvorschriften.
Grundlagen des Verwaltungsrechts, Verfassungsrecht, Rechtsstellung der Beamtin und des Beamten, Geheimhaltungs- und Auskunftspflicht, Ordnungsrecht, Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Bau- und Planungsrecht, Zivilrecht, Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen, Finanzierungsprogramme.
Disziplinarrecht, Personalvertretungsrecht, Haftungsrecht.
Verwaltungsvollstreckung-, verwaltungsgerichtliche Verfahren (Klagearten, Urteile).
Mitwirkungsrechte der Naturschutzverbände.
Grundzüge und Vertiefung der fachbezogenen Rechts- und Verwaltungsvorschriften.
Nationales, internationales und EU-Recht in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Umweltverträglichkeit, Raumordnung und Landesplanung, Bauplanungs- und Bauordnungsrecht; Wasser, Bodenschutz, Abfall, Altlasten, Immissionsschutz.
Land- und Forstwirtschaft, Flurbereinigung, Energiewirtschaft, Kommunikationstechnik, Verkehrswesen, Jagd- und Fischereirecht, (Garten-)Denkmalschutz und Denkmalpflege.

V

6

 

Häusliche Prüfungsarbeit

 

8

Ausbildungsstationen und Lehrgänge nach freier Wahl oder Stationen für Prüfungsvorbereitung sowie Prüfungszeiten

 

12 Wochen

 

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Fußnoten

*

Bei Nutzung der in Klammern aufgezeigten Flexibilisierungsspannen ist die Gesamtdauer der Ausbildung von 104 Wochen einzuhalten.

*

Bei Nutzung der in Klammern aufgezeigten Flexibilisierungsspannen ist die Gesamtdauer der Ausbildung von 104 Wochen einzuhalten.

*

Bei Nutzung der in Klammern aufgezeigten Flexibilisierungsspannen ist die Gesamtdauer der Ausbildung von 104 Wochen einzuhalten.

*

Bei Nutzung der in Klammern aufgezeigten Flexibilisierungsspannen ist die Gesamtdauer der Ausbildung von 104 Wochen einzuhalten.

Teil 4
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 in der Fachrichtung Landespflege sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1 1 / 4

3.

Naturschutz und Landschaftspflege

1 1 / 4

4.

Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

1

5.

Freiraumplanung und Grünordnung

1

6.

Angrenzende Fachgebiete

1

zusammen

6 1 / 2

Teil 5
Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

(fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

Staatsbegriff, Staatswesen

Völkerrecht in den Grundzügen

Internationale und supranationale Organisationen,

Rechtsstatus

Staatsformen

Entstehung und Auflösung von Staaten

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

Verfassungsorgane des Bundes

Funktionen der Staatsgewalt

Gewaltenteilung

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

Gesetzgebungsverfahren

Rechtsverordnungen und Satzungen

Rechtsprechung

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

Verfassungsorgane der Länder

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

Entstehungsgeschichte

Status und Organe

Aufgaben und Ziele

Übertragene Souveränitätsrechte

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

Grundsätze des Verwaltungshandelns

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

Auslegung von Rechtsnormen

Amtshilfe

Verwaltungsvollstreckung

Verwaltungszustellungsverfahren

Verwaltungsgebühren

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

Beamtenrecht

Disziplinarrecht

Personalvertretungsrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

Datenschutzrecht in den Grundzügen

Sozialrecht in den Grundzügen

Steuerrecht in den Grundzügen

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

Nachbarrecht

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

Vergaberecht in den Grundzügen

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

Gerichte und Zuständigkeiten

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

Rechtsmittel

Strafrecht

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

Straftaten im Amt

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

(fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

Begriffe

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

Führungs- und Leitungskonzeptionen

Kybernetik und Regelkreis-Modell

Orientierung (Input und Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

Problemanalyse

Alternativensuche und -bewertung

Entscheidung

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und betriebswirtschaftliche Steuerung

Begriffe

Verwaltung im sozialen System

Konzept „Bürokratie“

Funktion und Selbstverständnis

New Public Management

Kalkulation

Ressourcen

Controlling (strategisch und operativ)

Ziele, Produkte, Leistungen

Kennzahlen

Berichtswesen

Kosten-Leistungs-Rechnung

Kaufmännische Buchführung

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

Qualitätsmanagement

Projektmanagement

Benchmarking

Budgetierung

Personalführung

Führungsstile

Grundkenntnisse der Menschenführung

Soziale Kompetenz

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

Motivation

Anerkennung und Kritik

Kommunikation und Konfliktbehandlung

Belastungen und ihre Bewältigung

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

Personalbeurteilung

Personalentwicklung

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gleichstellung

Kommunikation

Rhetorik

Gesprächsführung

Moderation und Besprechungstechnik

Präsentation und ihre Technik

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik

Pflichtenheft

Datensicherheit

E-Government

E-Vergabe

Datenschutz

Statistik

Organisation

Grundzüge der Organisationslehre

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

Geschäftsprozessoptimierung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

Haushaltsordnungen

Haushaltsgesetze

Grundlagen des Haushalts

Grundsätze und Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

Finanzplanung

Programmplanung

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

Rechnungslegung

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

Grundsätze

Minimal-, Maximal- und Optimal-Prinzip

Rahmendaten und Datenrahmen

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

Statische und dynamische Rechenverfahren

Kapitalwertmethoden

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

Monetäre und nichtmonetäre Betrachtung

Kostenvergleichsrechnung

Investitionsrechnung

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

Investitionsmaßnahmen

Kosten-Nutzen-Analysen

Nutzwertanalyse und Kostenwirksamkeitsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Naturschutz und Landschaftspflege

Aufgaben, geschichtliche Entwicklung
Rechtsgrundlagen

Internationale und europäische Regelungen

Bundes- und Landesrecht

Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege
Landschaftsplanung

Grundlagen, Ebenen

Inhalte und Verfahren

Umsetzung

Eingriffsregelung

Prinzipien

Bewertungsfragen

Verfahren

Naturschutz und Landschaftspflege und konkurrierende Nutzungen
Biotopschutz, Biotopverbund

Grundlagen

Programme

Konzeptionen

Pläne

Pflege von Biotopen

Vertragsnaturschutz

Biodiversität

Flächen- und Objektschutz

Schutzkategorien

Verordnungen

Satzungen

Wirkungen

Entschädigungsfragen

NATURA 2000

Regelungen

Instrumente

Vorschriften

Internationaler und nationaler Artenschutz, Artenschutzprogramme, Artenhilfsmaßnahmen

Klimaschutz, Klimawandel mit Bezug zum Naturschutz

Förderprogramme für Naturschutz und Landschaftspflege

der EU

des Bundes

der Länder

der Kommunen

Aufgaben und Organisation der Naturschutzverwaltung

Naturschutzverbände und -beiräte und sonstige Naturschutzinstitutionen, Biologische Stationen

Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz

Fach 4:

Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

Aufgaben, geschichtliche Entwicklung von Raumordnung, Landesplanung, Städtebau und Bodenordnung

Rechtsgrundlagen der Raumordnung, der Landesplanung und des Städtebaues (einschließlich Bauleitplanung), Rechtsentwicklung des Raumordnungs- und des Bauplanungsrechts

Ziele und Grundsätze von Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

Programme, Pläne und Satzungen

Planungsebenen und deren Beziehungen untereinander

Inhalte und Verfahren

Wirksamkeit

Umsetzung

Sicherung

Vollzugsdefizite

Stadtentwicklung, Stadterneuerung, Städtebauförderung

Prinzip der zentralen Orte und Zentrale-Orte-Konzept

Beiträge der Fachplanungen zu den Gesamtplanungen

Zusammenwirken mit den Fachplanungen, Verhältnis Bundesplanung, Landesplanung, Regionalplanung und Bauleitplanung

MKRO, Leitbilder der Raumordnung, Bund-Länder-Zusammenarbeit

Planungsverfahren, Raumordnungsverfahren

Genehmigungs- und Anzeigeverfahren, einschließlich bauaufsichtlicher Verfahren

Integration von Programmen, Plänen und sonstigen Belangen des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Grünordnung

Beziehungen zum Naturschutzrecht

Eingriffsregelung

Unverträglichkeitsprüfung

Verträglichkeitsprüfung

Artenschutz

Landschaftsplanung

Herausforderung Demografischer Wandel, Gestaltung von Schrumpfungs- und Alterungsprozessen, Sicherung der Daseinsvorsorge, Innenentwicklung kleiner Städte und Dörfer, Dorfentwicklung, Beteiligungs- und Aktivierungsformen
Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

Klimawandel, Energiewende, Ausbau der erneuerbaren Energien

Flächenverbrauch, Infrastruktur, Mobilität

Anforderungen an die Entwicklung der (ländlichen) Räume, Instrumente der Landes- und Regionalentwicklung, Kooperationen, Interkommunale Kooperationen, Regionalmanagement, Stadt-Umland-Beziehungen

Metropolregionen

Strukturpolitik für die (ländlichen) Räume, Europäische, nationale und Landes-Förderprogramme, Leader, Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte, Privat-Public-Partnership-Modelle

Raumbeobachtung, Raumordnungskataster

Zuständige Behörden

Aufgaben

Organisation

Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung

Fach 5:

Freiraumplanung und Grünordnung

Aufgaben und Organisation städtischer Grün- bzw. Gartenämter sowie Zusammenarbeit mit anderen Ämtern

Funktionen von Freiräumen und Grünflächen - einschließlich Verbundsystemen - im besiedelten und unbesiedelten Bereich

Programme, Konzeptionen und Pläne für Freiräume, Grünflächen und Einzelobjekte

Übernahme in andere Planungen

Umsetzung

Naherholungskonzeptionen in Ballungsgebieten

Naturschutz im besiedelten Bereich

Konflikte Naturschutz und Freizeitnutzung, Lösungsmöglichkeiten

Gartendenkmalpflege

Wettbewerbswesen

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Anlage, Schutz und Pflege von Freiräumen und Grünflächen sowie von Einzelobjekten

Abwicklung und Kosten

Verdingungswesen

Ausschreibung und Vergabe gemäß VOB

Rechtsgrundlagen des Kleingarten- und Friedhofswesens

Verkehrssicherungspflicht, Haftungsrecht

Fach 6:

Angrenzende Fachgebiete

Übersicht über

Ziele und Grundsätze

Aufgaben

Rechtsgrundlagen

Organisation

Programme und Pläne

Instrumente, Verfahren und Verknüpfung zum Naturschutzrecht

Planungen und Maßnahmen in Natur und Landschaft

Förderinstrumente

Möglichkeiten der Zusammenarbeit (Synergien)

Konfliktlösungsstrategien

Möglichkeiten der Berücksichtigung von Naturschutz und Landschaftspflege

in den angrenzenden Fachgebieten

der Landwirtschaft (einschließlich der Flurbereinigung)

der Forstwirtschaft

der Wasserwirtschaft

der Abfallwirtschaft

der Gewinnung von Bodenschätzen

des Bodenschutzes

des Immissionsschutzes

der Energiewirtschaft

der Kommunikationstechnik

des Verkehrs

der Denkmalpflege

der Jagd und der Fischerei


Anlage 4

(zu § 5 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5, § 14 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1)

Sondervorschriften für die Fachrichtung Städtebau

Teil 1
Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis III

Die Ausbildungsabschnitte I bis III des Referendariats werden wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitte
und Dauer

Ausbildungsinhalt

I *
50 Wochen

Geschichte des Städtebaues,
Stadtplanung und Stadtentwicklung,
Technische Elemente des Städtebaus,
Fachrecht (I)

II
10 Wochen

Raumordnung,
Fachrecht (II)

III
4 Wochen

Wahlweise Vertiefung der Ausbildungsinhalte der Ausbildungsabschnitte I oder II

64 Wochen

 

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis III)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 18 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere zehn Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 28 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt IV“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Abschnitten I bis III angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Das zweijährige technische Referendariat setzt sich wie folgt zusammen:

a)

64 Wochen (Nummer 1),

b)

28 Wochen (Nummer 2) sowie

c)

12 Wochen Erholungsurlaub,

die Gesamtdauer beträgt 104 Wochen.

Fußnoten

*

Die Ausbildungsleiter sollen darauf achten, dass im Ausbildungsabschnitt I jeweils mindestens eine berufspraktische Arbeit in den Prüfungsfächern Stadtplanung, technische Elemente und Fachrecht erstellt wird.

Teil 2
Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

Das technische Referendariat mit seinen drei Ausbildungsabschnitten umfasst für:

Abschnitt I:

Projektarbeit, Mitarbeit in Stadt oder Kreis oder bei einem Planungsträger (das schließt Hospitationen in Planungsbüros, in der Wohnungswirtschaft oder bei einem Projektentwickler ein).

Abschnitt II:

Projektarbeit, Mitarbeit bei einer Regionalen Planungsgemeinschaft, dem Landesverwaltungsamt, einem Landesministerium oder bei dem für Städtebau und Stadtentwicklung zuständigen Bundesministerium.

Abschnitt III:

Wahlweise in einer Dienststelle des Abschnitts I oder II.

In den Ausbildungsabschnitten I bis III sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 6 vorzusehen.

Die fachlichen Inhalte der Ausbildungsabschnitte I bis III sind dem Ausbildungsplan der Fachrichtung Städtebau zu entnehmen.

Darüber hinaus ist in den Ausbildungsabschnitten I bis III besonderer Wert auf Abschnitts- oder Vertiefungsarbeiten mit eigenständigem Vertreten der Arbeitsergebnisse sowie auf integrierte Arbeitsansätze und ressortübergreifende Teamarbeit zu legen. Die Referendarin oder der Referendar soll sich dabei in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnen. Hospitationen bei Behörden mit EU-Bezug sind zu unterstützen.

Der Referendarin oder dem Referendar ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen und Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingangspost beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Als zu erlernende Qualifikation sind dabei herauszustellen: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt IV)

Die Ausbildung wird durch mehrere Fachlehrgänge und einen ca. zweimonatigen Lehrgang beim Institut für Städtebau in Berlin ergänzt. Letzterer kann nach Abstimmung mit den Ausbildungsbehörden auch durch die Teilnahme am Interdisziplinären Seminar für die Baureferendare (ISB) an der Technischen Universität München ersetzt werden. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis III durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es ist dafür aber auch eine gebündelte Ausbildung in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchzuführen.

Teil 3
Ausbildungsplan der Fachrichtung Städtebau

Der nachfolgende Ausbildungsplan der Fachrichtung Städtebau strukturiert als allgemeingültiges Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der unter Ausbildungsabschnitt II eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Bedarfe und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars gefördert werden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte flexibel gestaltet werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden. Feedback-Gespräche sind am Anfang und Ende der Ausbildungsabschnitte und jeweils alle drei Monate durchzuführen und die Niederschriften der Ausbildungsakte beizugeben.

Ausbildungs-
abschnitte und Dauer

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

I bis III

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln.
Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.
Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingänge (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.
Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen oder Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.
Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachrichtungsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden.
Zur Stärkung der Kompetenz zum geltenden Gemeinschaftsrecht und der Kohäsions- und Strukturpolitik der Europäischen Union (EU) sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

I
Geschichte des Städtebaues, Stadtplanung und Stadtentwicklung

Technische Elemente des Städtebaus
Fachrecht I

50 Wochen

Stadt, Kreis, Planungsamt oder -abteilung, Bauaufsichtsamt, übergreifende Ämter für Hochbau, Verkehr, Ver- und Entsorgung, Landschaftspflege und Grünordnung, Liegenschaftswesen, Leitung des Planungs- oder Baudezernats und andere Dezernate; Gegebenenfalls Wohnungsbauträger, öffentliche Betriebe, Projektentwickler, Planungsbüros

Aufgaben, Organisation, Abläufe, Prozesse und Rechtsgrundlagen von Kommunalverwaltungen
Aufgaben, Organisation, Abläufe, Prozesse und Rechtsgrundlagen kommunaler Dezernate
Leitung des Planungs- oder Baudezernats, politische Gremien, Personalwesen.
Entwicklungs- und Bauleitplanung
Stadtentwicklungsprogramme, Vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung, Bestandsaufnahme, Analyse, Bedarfsprüfung, Entwurf, städtebauliche Wettbewerbe, Öffentlichkeitsbeteiligung, Verfahren, Abwägung.
Planverwirklichung
Bodenverkehr, Bodenordnung, Bauordnungswesen, Liegenschaftswesen.
Fachplanungen und ihre städtebauliche Integration
Städtebauförderung, Wohnungswesen, Hochbau, Verkehr
(öffentlicher Nah- und Individualverkehr, Straßenplanung), Ver- und Entsorgung, Umweltschutz - Luftreinhaltung, Lärmschutz, Wasser- und Bodenschutz-, Naturschutz, Landschaftspflege und Grünordnung.
Einsatz und Anwendung der Datenverarbeitung bei Städtebaulichen Planungen
Die Referendarin oder der Referendar soll aktiv zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.

II
Raumordnung

Fachrecht II

10 Wochen

Regionale Planungsgemeinschaft, Landesverwaltungsamt, Land, Bund

Aufgaben und Organisation der übergemeindlichen Behörden und übergreifenden Ämter, Raumordnung, Landesplanung, Regionalplanung, Städtebau, Bauordnungswesen, Genehmigung der Bauleitplanung,
Naturschutz und Landschaftspflege, Umweltschutz, Wasserwirtschaft, Denkmalpflege,
Gesetze, Verordnungen und Richtlinien für die Planung
Die Referendarin oder der Referendar soll aktiv zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.

III
Wahlweise Vertiefung der Ausbildungsinhalte der Ausbildungsabschnitte I oder II

4 Wochen

Wahlweise im Bereich der Ausbildungsstellen des Abschnitts I oder des Abschnitts II und/oder bei einer kommunalen oder regionalen Stelle im europäischen Nachbarland

 

IV
Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

28 Wochen

verschiedene

Im Rahmen eines Einführungslehrgangs sollen erste Kommunikations- und Managementkompetenzen vermittelt werden (zum Beispiel Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Visualisierung und Moderation), die in den Ausbildungsabschnitten und den weiteren Lehrgängen auszubauen sind.
Allgemeines Verwaltungsseminar und fachbezogene Verwaltungsseminare die im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten durchgeführt werden können.
Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen oder Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Dieser einführende Unterricht sollte möglichst zu Beginn des Ausbildungsabschnitts vermittelt werden.
Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 (zum Beispiel Planspiele, e-Learning, Blended-Learning, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede, Assessment-Center-Trainingseinheiten sowie Exkursionen).
Besondere Lehrgänge und Seminare sollen eine theoretische Ausbildung in Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit beinhalten.
Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen),
Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfungen einschließlich Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften (4 Wochen).
Lehrgänge

12 Wochen

 

Erholungsurlaub

104 Wochen (24 Monate)

 

zusammen

Teil 4
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 in der Fachrichtung Städtebau sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1 1 / 4

3.

Raumordnung

1

4.

Geschichte des Städtebaus, Stadtplanung und Stadtentwicklung

1 1 / 4

5.

Technische Elemente des Städtebaus

1

6.

Fachrecht

1

zusammen

6 1 / 2

Teil 5
Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

(fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

Staatsbegriff, Staatswesen

Völkerrecht in den Grundzügen

Internationale und supranationale Organisationen,

Rechtsstatus

Staatsformen

Entstehung und Auflösung von Staaten

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

Verfassungsorgane des Bundes

Funktionen der Staatsgewalt

Gewaltenteilung

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

Gesetzgebungsverfahren

Rechtsverordnungen und Satzungen

Rechtsprechung

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

Verfassungsorgane der Länder

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

Entstehungsgeschichte

Status und Organe

Aufgaben und Ziele

Übertragene Souveränitätsrechte

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

Grundsätze des Verwaltungshandelns

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

Auslegung von Rechtsnormen

Amtshilfe

Verwaltungsvollstreckung

Verwaltungszustellungsverfahren

Verwaltungsgebühren

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

Beamtenrecht

Disziplinarrecht

Personalvertretungsrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

Datenschutzrecht in den Grundzügen

Sozialrecht in den Grundzügen

Steuerrecht in den Grundzügen

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

Nachbarrecht

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

Vergaberecht in den Grundzügen

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

Gerichte und Zuständigkeiten

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

Rechtsmittel

Strafrecht

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

Straftaten im Amt

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

(fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

Begriffe

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

Führungs- und Leitungskonzeptionen

Kybernetik und Regelkreis-Modell

Orientierung (Input und Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

Problemanalyse

Alternativensuche und -bewertung

Entscheidung

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und betriebswirtschaftliche Steuerung

Begriffe

Verwaltung im sozialen System

Konzept „Bürokratie“

Funktion und Selbstverständnis

New Public Management

Kalkulation

Ressourcen

Controlling (strategisch und operativ)

Ziele, Produkte, Leistungen

Kennzahlen

Berichtswesen

Kosten-Leistungs-Rechnung

Kaufmännische Buchführung

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

Qualitätsmanagement

Projektmanagement

Benchmarking

Budgetierung

Personalführung

Führungsstile

Grundkenntnisse der Menschenführung

Soziale Kompetenz

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

Motivation

Anerkennung und Kritik

Kommunikation und Konfliktbehandlung

Belastungen und ihre Bewältigung

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

Personalbeurteilung

Personalentwicklung

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gleichstellung

Kommunikation

Rhetorik

Gesprächsführung

Moderation und Besprechungstechnik

Präsentation und ihre Technik

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik

Pflichtenheft

Datensicherheit

E-Government

E-Vergabe

Datenschutz

Statistik

Organisation

Grundzüge der Organisationslehre

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

Geschäftsprozessoptimierung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

Haushaltsordnungen

Haushaltsgesetze

Grundlagen des Haushalts

Grundsätze und Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

Finanzplanung

Programmplanung

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

Rechnungslegung

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

Grundsätze

Minimal-, Maximal- und Optimal-Prinzip

Rahmendaten und Datenrahmen

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

Statische und dynamische Rechenverfahren

Kapitalwertmethoden

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

Monetäre und nichtmonetäre Betrachtung

Kostenvergleichsrechnung

Investitionsrechnung

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

Investitionsmaßnahmen

Kosten-Nutzen-Analysen

Nutzwertanalyse und Kostenwirksamkeitsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Raumordnung

Landes- und Regionalplanung

Geschichte der Raumplanung und Raumordnung in der Bundesrepublik

Entwicklung Besiedlung, ihre Ursachen und Wirkungen

Arbeitsmethoden

Planungselemente und Raumkategorien

Aufgaben und organisatorischer Aufbau der Raumordnung und Landesplanung in der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union

Raumrelevante europäische Strukturprogramme

Raumordnungsgesetz und Bundesraumordnungsprogramme

Landesplanungsgesetz und seine Durchführungsverordnung, Landesentwicklungsgesetz

Programme und Pläne der Landesentwicklung und Regionalplanung

Aufgaben der Planungsebenen und Fachdienststellen sowie ihr Verhältnis zueinander

Planarten und -inhalte, Wirkungsbereiche, Aufgabenträger, Beteiligte

Probleme und Konfliktstellen der Planung und die Verwirklichung raumordnerischer Ziele

Raumordnungs-Projekte (zum Beispiel Regionalpark, regionales Wohnungsbauprogramm, regionales Einzelhandelskonzept)

Fach 4:

Geschichte des Städtebaues, Stadtplanung und Stadtentwicklung

Geschichte des Städtebaues

Epochen des Städtebaues und ihre Charakteristika, vor allem seit dem Entstehen der Industriegesellschaft

Städtebauliche Theorien und Leitbilder, insbesondere seit dem 19. Jahrhundert

Geographische, soziale, wirtschaftliche, technische und politische Faktoren der Siedlungsentwicklung und des Städtebaues in der Geschichte

Stadtplanung und Stadtentwicklung

Begriffe und Ziele

Ordnungselemente, Funktionsbereiche, Infrastruktur und Standortkriterien

Städtebauliche Systeme, Bebauung und Freiraum, Gebäudetypen insbesondere des Wohnungsbaues, öffentliche und private Einrichtungen

Stadtgestaltung

Städtebauliche Erneuerung (Sanierung, Modernisierung)

Entwicklungsmaßnahmen

Verträge über stadtplanerische Leistungen

Wettbewerbswesen, Workshops

Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsverfahren,

Quartiersarbeit

Integration von Fachplanungen

Umweltverträglichkeit der Planung

Naturschutz und Landschaftspflege

Landschaftsplanung und -gestaltung

Agrarstruktur

Städtebauliche Denkmalpflege

EDV und IT in der Stadtplanung und Stadtentwicklung

Fach 5:

Technische Elemente des Städtebaues

Verkehr

Bedeutung des Verkehrs im Städtebau, Wechselwirkungen

Verkehrsarten, Verkehrsnetze

Verkehrsuntersuchungen (Zählungen, Analysen, Prognosen)

Generalverkehrsplanung, Mobilitätsmanagement, Verkehrssystemmanagement

Grundzüge des Wasser-, Schienen- und Straßenverkehrs

Öffentlicher Nahverkehr und Individualverkehr

Nichtmotorisierter Verkehr

Erschließungssysteme und ihre Elemente, Ruhender Verkehr, Wirtschaftsverkehr einschließlich Wirtschaftlichkeitsfragen der Erschließung

Grundzüge der Versorgung mit Wasser und Energie, Abwasser- und Abfallbeseitigung

Technischer Umweltschutz in Bezug auf Städtebau in den Grundzügen

der Luftreinhaltung

des Lärmschutzes

des Gewässer- und Bodenschutzes

des Klimaschutzes und der Klimaanpassung

Fach 6:

Fachrecht

Planungsrecht, insbesondere

Baugesetzbuch unter besonderer Beachtung der Bauleitplanung, der Sicherung der Bauleitplanung, der Regelung der baulichen und sonstigen Nutzung sowie der Grundzüge der Bodenordnung, der Enteignung, der Erschließung, der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen, der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen, der Erhaltungssatzung und der städtebaulichen Gebote Baunutzungsverordnung , Planzeichenverordnung Bauordnungsrecht und seine Durchführungsverordnungen in seinen städtebaurelevanten Teilen

Fachplanungsrecht, vor allem in seinen Beziehungen zu Städtebau und Bauleitplanung (Planfeststellungsverfahren) in den Grundzügen der folgenden Gesetze und Bestimmungen

Bundeswasserstraßengesetz

Luftverkehrsgesetz

Bundesfernstraßen- , Landesstraßen- und Wegegesetz

Energiewirtschaftsgesetz , Telegrafenwegegesetz

Abfallwirtschaftsgesetz

Wasserhaushaltsgesetz und Landeswassergesetz

Bundesnaturschutzgesetz , Naturschutzgesetz des Landes

Bundeswaldgesetz

Sonstige Rechtsnormen mit Bezug zur Stadtentwicklung, insbesondere

Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung

Bundesimmissionsschutzgesetz und sonstige Umweltschutzbestimmungen

Denkmalschutzgesetz des Landes

Flurbereinigungsgesetz

Bundeskleingartengesetz

Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

Kommunalabgabengesetz und kommunales Satzungsrecht

Vertragswesen ( HOAI ) sowie sonstige Verträge über stadtplanerische Leistungen

Nachbarrecht, Urheberrecht,

Kammerwesen


Anlage 5

(zu § 5 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5, § 14 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1)

Sondervorschriften für die Fachrichtung Straßenwesen

Teil 1
Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitte
und Dauer

Ausbildungsinhalt

I
16 Wochen

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften
(Einführung)

II
24 Wochen

Vorbereitung und Durchführung von Straßenbauvorhaben

III
12 Wochen

Raumplanung und städtische Infrastruktur

IV
16 Wochen

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften
(Vertiefung)

68 Wochen

 

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt zwölf Wochen erforderlich. Weitere zwölf Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Ausbildungsabschnitten I bis IV angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Das zweijährige technische Referendariat setzt sich wie folgt zusammen:

a)

68 Wochen (Nummer 1),

b)

24 Wochen (Nummer 2) sowie

c)

12 Wochen Erholungsurlaub,

die Gesamtdauer beträgt 104 Wochen.

Teil 2
Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis IV

In den Ausbildungsabschnitten I bis IV ist besonderer Wert darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingangspost beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Als zu erlernende Qualifikation sind dabei herauszustellen: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa vier Wochen Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch allgemeine und fachbezogene Verwaltungsseminare (vier Wochen) zu vertiefen. Zusätzlich ist ein Seminar zur Vertiefung technischer Themen der Prüfungsfächer 5 und 6 (zwei Wochen) zu absolvieren.

Die Seminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis IV durchgeführt werden.

Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es kann dafür auch eine gebündelte Ausbildung in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchgeführt werden.

Teil 3
Ausbildungsplan der Fachrichtung Straßenwesen

Der nachfolgende Ausbildungsplan der Fachrichtung Straßenwesen strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der unter Teil 2 eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden.

Ausbildungs-
abschnitte und Dauer

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

I bis IV
Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit
während des gesamten Referendariats in allen Ausbildungsabschnitten

alle

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.
Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingänge (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.
Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen oder Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachrichtungsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit.

Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

I
Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften (Einführung)

16 Wochen

Untere Ebene der Straßenbauverwaltung

Rechtsgrundlagen, Aufgaben und Organisation der Straßenbauverwaltung in Bund, Ländern und Kommunen sowie deren Zusammenwirken
Aufgaben, Organisation, Geschäftsbetrieb und Bürotechnik der Unteren Ebene der Straßenbauverwaltung
Grundsätze des Verwaltungshandelns in verwaltungstechnischer und rechtlicher Hinsicht;
Lenkung der Planung, Durchführung und Kontrolle allgemeiner Aufgaben und technischer Vorhaben in der Verwaltung (Controlling)
Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei Planung, Baudurchführung und Betrieb;
Praxis der Personalführung einschließlich Personalbeurteilung; Personal- und Sozialrecht; Beamtengesetze, Laufbahnvorschriften, Disziplinarrecht; Tarifverträge des Bundes und der Länder.
Verantwortung und Haftung im öffentlichen Dienst, Regress; Personalvertragsrecht
Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes und der Länder.
Straßenverwaltung
Straßenrecht
Straßenunterhaltung
Verkehrssicherheit
Straßenbetrieb

II
Vorbereitung und Durchführung von Straßenbauvorhaben

24 Wochen

Untere Ebene der Straßenbauverwaltung

Straßenplanung und -entwurf:

Linienbestimmung

Umweltverträglichkeit und Naturschutzuntersuchungen

Immissionsschutz

Flächensicherung

Planfeststellung

Grunderwerb

Enteignung

Flurbereinigung

Bauvorbereitung und -durchführung

Ausschreibung und Vergabe nach VOB, VOL, VOF

Bauvertragsrecht

Baupreisrecht

Verantwortung bei Planung und Durchführung von Baumaßnahmen (Baubevollmächtigter)

Bauaufsicht und Bauleitung

Arbeitssicherheit

Straßenbautechnik

Straßenausstattung

Konstruktiver Ingenieurbau

Güteüberwachung

III
Raumplanung und städtische Infrastruktur

12 Wochen

Kommunale und sonstige Fachverwaltung

Aufgaben und Organisation der kommunalen Selbstverwaltung
Raumordnung
Bauleitplanung
Bauordnungsrecht
Erschließung in Kommunen
Bodenordnung
Landesbauordnung
Kommunaler Tiefbau
Kommunaler Verkehrsbau
Kommunale Verkehrsplanung
Kommunale Ver- und Entsorgungsbetriebe
Verkehrsbetriebe
Aufgaben und Organisation anderer technischer Fachverwaltungen
Grundzüge des Wasserrechts und der Wasserwirtschaft
Grundzüge des Eisenbahnrechts

IV
Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften (Vertiefung)

16 Wochen

Mittlere oder höhere Ebene der Straßenbauverwaltung

Aufgaben, Organisation, Geschäftsbetrieb und Informationstechnik der mittleren und/oder höheren Ebene der Straßenbauverwaltung
Grundzüge des Staatsverwaltungs- und Privatrechts
Staatshaftung
Lenkung der Planung, Durchführung und Kontrolle allgemeiner Aufgaben und technischer Vorhaben in der Verwaltung (Controlling)
Internationale und supranationale Institutionen
Grundzüge der Zivil- und Verwaltungsgerichtsbarkeit
Grundsätze der Aufbau- und Ablauforganisation
Personalplanung, Stellenbemessung und -bewertung, Personalmanagement
Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes und der Länder
Raumordnungsrecht (Vertiefung)
Planungsmethodik
Bedarfsplanung und Ausbaupläne
Straßenfinanzierung
Fachplanungen anderer Fachverwaltungen
Straßenbaurecht (Vertiefung und Grunderwerb)

V
Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

24 Wochen
= 12 + 12

Fachrichtungs- und gegebenenfalls länderübergreifende Lehrgänge, Arbeitsgemeinschaften oder ähnlich bei Fortbildungseinrichtungen der Länder

(insgesamt 12 Wochen)

Einführungslehrgang (4 Wochen). Im Einführungslehrgang sollen erste Kommunikations- und Managementkompetenzen vermittelt werden (zum Beispiel Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Visualisierung und Moderation), die in den Ausbildungsabschnitten und den weiteren Lehrgängen auszubauen sind.
Allgemeine und fachbezogene Verwaltungsseminare (4 Wochen).
Fachbezogene technische Seminare (2 Wochen).
Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen oder Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Dieser einführende Unterricht sollte möglichst zu Beginn des Ausbildungsabschnitts vermittelt werden.
Besondere Lehrgänge und Seminare sollen eine theoretische Ausbildung in Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit beinhalten (2 Wochen).
Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 (zum Beispiel Planspiele, e-Learning, Blended-Learning, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede, Assessment-Center-Trainingseinheiten sowie Exkursionen).

 

Ausbildungsbehörde
(12 Wochen)

häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen),
Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfungen einschließlich Prüfungsvorbereitungen (6 Wochen).

12 Wochen

 

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Teil 4
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 in der Fachrichtung Straßenwesen sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1 1 / 4

3.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

1 1 / 4

4.

Raumplanung und städtische Infrastruktur

1

5.

Straße und Verkehr

1

6.

Ingenieurbauwerke

1

zusammen

6 1 / 2

Teil 5
Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

(fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

Staatsbegriff, Staatswesen

Völkerrecht in den Grundzügen

Internationale und supranationale Organisationen,

Rechtsstatus

Staatsformen

Entstehung und Auflösung von Staaten

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

Verfassungsorgane des Bundes

Funktionen der Staatsgewalt

Gewaltenteilung

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

Gesetzgebungsverfahren

Rechtsverordnungen und Satzungen

Rechtsprechung

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

Verfassungsorgane der Länder

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

Entstehungsgeschichte

Status und Organe

Aufgaben und Ziele

Übertragene Souveränitätsrechte

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

Grundsätze des Verwaltungshandelns

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

Auslegung von Rechtsnormen

Amtshilfe

Verwaltungsvollstreckung

Verwaltungszustellungsverfahren

Verwaltungsgebühren

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

Beamtenrecht

Disziplinarrecht

Personalvertretungsrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

Datenschutzrecht in den Grundzügen

Sozialrecht in den Grundzügen

Steuerrecht in den Grundzügen

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

Nachbarrecht

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

Vergaberecht in den Grundzügen

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

Gerichte und Zuständigkeiten

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

Rechtsmittel

Strafrecht

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

Straftaten im Amt

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

(fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

Begriffe

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

Führungs- und Leitungskonzeptionen

Kybernetik und Regelkreis-Modell

Orientierung (Input und Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

Problemanalyse

Alternativensuche und -bewertung

Entscheidung

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

Begriffe

Verwaltung im sozialen System

Konzept „Bürokratie“

Funktion und Selbstverständnis

New Public Management

Kalkulation

Ressourcen

Controlling (strategisch und operativ)

Ziele, Produkte, Leistungen

Kennzahlen

Berichtswesen

Kosten-Leistungs-Rechnung

Kaufmännische Buchführung

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

Qualitätsmanagement

Projektmanagement

Benchmarking

Budgetierung

Personalführung

Führungsstile

Grundkenntnisse der Menschenführung

Soziale Kompetenz

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

Motivation

Anerkennung und Kritik

Kommunikation und Konfliktbehandlung

Belastungen und ihre Bewältigung

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

Personalbeurteilung

Personalentwicklung

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gleichstellung

Kommunikation

Rhetorik

Gesprächsführung

Moderation und Besprechungstechnik

Präsentation und ihre Technik

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik

Pflichtenheft

Datensicherheit

E-Government

E-Vergabe

Datenschutz

Statistik

Organisation

Grundzüge der Organisationslehre

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

Geschäftsprozessoptimierung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

Haushaltsordnungen

Haushaltsgesetze

Grundlagen des Haushalts

Grundsätze und Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

Finanzplanung

Programmplanung

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

Rechnungslegung

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

Grundsätze

Minimal-, Maximal- und Optimal-Prinzip

Rahmendaten und Datenrahmen

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

Statische und dynamische Rechenverfahren

Kapitalwertmethoden

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

Monetäre und nichtmonetäre Betrachtung

Kostenvergleichsrechnung

Investitionsrechnung

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

Investitionsmaßnahmen

Kosten-Nutzen-Analysen

Nutzwertanalyse und Kostenwirksamkeitsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

Straßenrecht

Rechtsgrundlagen

Bundesfernstraßengesetz

Straßengesetz des Landes

Ergänzende Rechts- und Verwaltungsvorschriften

Straßenlasten

Straßenbaulast

Verkehrssicherungspflicht

Reinigungs-, Streu- und Beleuchtungspflicht

Die Straße als öffentliche Sache

Straßenbestandteile und -zubehör

Nebenanlagen und Nebenbetriebe

Widmung, Umstufung und Einziehung

Eigentum an der Straße

Straßenverzeichnis, Nummerierung

Straßengebrauch

Gemeingebrauch

Sondernutzung und Gestattung

Zufahrten

Versorgungsleitungen und Telekommunikationslinien

Anliegerrechte

Anbau und Nachbarrecht

Anbau

Außenwerbung

Schutzvorschriften

Nachbarrechte bei Straßen

Kreuzungsrecht

Kreuzungen und Einmündungen von Straßen

Kreuzungen von Eisenbahnen, Wasserwegen und Straßen

Recht der Planung, Grunderwerb

Bestimmung der Linienführung

Flächensicherung

Planfeststellung

Grunderwerb, Enteignung, Besitzeinweisung

Entschädigung

Flurbereinigung

Rechtsgrundlagen der Ingenieur- und Bauverträge

Honorarordnung (HOAI)

Verdingungswesen (VOB)

Bauvertragsrecht

Verantwortung der am Bau Beteiligten

Straßenverkehrsrecht

Rechtsquelle ( StVG , StVO , StVZO )

Zuständigkeiten

Grundzüge benachbarter Rechtsgebiete

Eisenbahnrecht

Wasserstraßenrecht

Wasserrecht

Naturschutzrecht

Denkmalschutz

Abfallgesetzgebung

Gefahrgutverordnung

Umweltrecht

Fach 4:

Raumplanung und städtische Infrastruktur

Raumordnung, Landes- und Stadtplanung

Raumordnungsgrundsätze des Bundes und der Länder

Zielvorstellungen der Raumordnung und Verkehrspolitik

Raumordnungs- und Verkehrsentwicklungsprogramme, Regionalpläne

Raumordnung und Fachplanung

Planungsrecht ( Raumordnungsgesetz , Landesplanungsgesetz , Baugesetzbuch , Baunutzungsverordnung , Planzeichenverordnung )

Bauordnungsrecht

Landesbauordnung

Beteiligung im Baugenehmigungsverfahren

Städtische Infrastruktur

Verkehrsentwicklungsplanung (öffentlicher, individueller und ruhender Verkehr)

Stadtstraßen und Schienenbahnen (ÖPNV)

Wasserversorgung und Stadtentwässerung

Stadtreinigung (Straßenreinigung und Müllbeseitigung)

Stadtbetriebe

Fach 5:

Straße und Verkehr

Bedarfsplanung

Ermittlung des Straßenbedarfs

Bedarfs- und Ausbaupläne

Bundesverkehrswegeplanung

Straßenfinanzierung

Rechtliche Absicherung von Straßenplanungen

Straßenplanung

Integrierte Netzgestaltung

Grundlagen der Straßenplanung

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

Umweltverträglichkeit und Naturschutz

Immissionsschutz

Nebenanlagen

Technische Regelwerke

Straßenbautechnik

Straßenbeanspruchung

Straßenbefestigungen

Bauverfahren und Bauweisen

Straßenbaustoffe

Technische Regelwerke, Gütesicherung

Historischer Straßenbau

Straßenbauforschung

Bauvorbereitung und Baudurchführung

Bauen unter Verkehr

Straßenverkehrstechnik

Verkehrssicherheit

Unfallauswertung

Verkehrsmanagement

Telematik

Straßenerhaltung

Erhaltungsmanagement

Erhaltungsstrategien

Baustoffe und Bauweisen

Betriebsmanagement

Aufgaben des Betriebsdienstes

Organisation und Steuerung des Betriebsdienstes

Fahrzeug- und Gerätetechnik

Betriebskostenrechnung, Mittelbewirtschaftung

Fach 6:

Ingenieurbaukunde

Entwurf von Ingenieurbauwerken

Konstruktion und Bemessung

Gestaltung

Wirtschaftlichkeit

Ausstattung

Bauverfahren und Bauweisen

Bauvorbereitung und Durchführung

Prüfung von Ausführungsunterlagen

Erhaltung von Ingenieurbauwerken

Überwachung und Prüfung

Wartung

Instandsetzung

Erneuerung

Ertüchtigung

Bauwerksmonitoring

Normen und Technische Regelwerke

Anlage 6

(zu § 5 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5, § 14 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1)

Sondervorschriften für die Fachrichtung Umwelttechnik

Teil 1
Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitte
und Dauer

Ausbildungsinhalt

I
22 Wochen

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

II
19 Wochen

Immissionsschutz und Klimaschutz

III
10 Wochen

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

IV
17 Wochen

Praktikum/Hospitationen

68 Wochen

 

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 Abs. 3 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt zwölf Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere zwölf Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen, Arbeitsgemeinschaften und ergänzende Hospitationen benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst.

3.

Gesamtaufteilung

Das zweijährige technische Referendariat setzt sich wie folgt zusammen:

a)

68 Wochen (Nummer 1),

b)

24 Wochen (Nummer 2) sowie

c)

12 Wochen Erholungsurlaub,

die Gesamtdauer beträgt 104 Wochen.

Teil 2
Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

Die praktische Ausbildung in den Ausbildungsabschnitten I bis III zielt darauf ab, die Zusammenhänge und Arbeitsabläufe in der Umweltverwaltung kennenzulernen, zu verstehen und anhand konkreter Einzelfälle anzuwenden. Die Referendarin oder der Referendar lernt die verschiedenen Ebenen der Umweltverwaltung, die daraus folgenden Aufgabenstellungen und das Zusammenwirken der verschiedenen Ebenen kennen. Sie erfahren unter anderem, dass nachgeordnete Behörden eines Verwaltungszuges der Fachaufsicht unterliegen, wie Fachaufsicht ausgeübt wird und lernen die Fachbehörden, die fachspezifische Aufgaben wahrnehmen, kennen.

Im Ausbildungsabschnitt I (22 Wochen) werden Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft, Inhalt und Ablauf der Abfallwirtschaftsplanung, Logistik, Technik der und Anforderungen an die Abfallentsorgung, betriebliche Organisation und Verantwortung, die behördliche Überwachung der Abfallentsorgung sowie die geltenden Andienungs- und Überlassungspflichten, Produktverantwortung vermittelt. Auch Grundsatzfragen des Bodenschutzes und die Möglichkeit der Altlastenbearbeitung werden in diesem Abschnitt behandelt.

Im Ausbildungsabschnitt II (19 Wochen) werden verschiedene Produktionstechnologien einschließlich Bio- und Gentechnologie und deren Umweltauswirkungen intensiv behandelt. Die Referendarin oder der Referendar befasst sich mit technischen Maßnahmen der Abluftreinigung und Fragen der Luftreinhaltung, dem gebietsbezogenen Immissionsschutz, Lärm und Erschütterungen sowie mit umweltgefährdenden Stoffen. Der Klimaschutz, Verminderung von Treibhausgasemissionen und Emissionshandel sind ebenso Lernstoff, wie die Auswirkungen des Klimawandels und Anpassungsmaßnahmen. Weiterhin lernen die Referendarinnen und Referendare die Gewerbeaufsichtsverwaltung und deren Abstimmung mit den Immissionsschutzbehörden kennen.

Im Ausbildungsabschnitt III (zehn Wochen) erhalten die Referendarinnen oder Referendare Einblick in die Grundlagen der Wasserwirtschaft, befassen sich mit dem Schutz der oberirdischen Gewässer und des Grundwassers im Spannungsfeld mit den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen. Außerdem werden die technischen Standards und die Technologien der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung vermittelt.

2.

Zu dem Ausbildungsabschnitt IV

Während die Abschnitte I bis IV von den Fachdezernaten der Ausbildungsbehörden gestaltet werden, erhält die Referendarin oder der Referendar im Abschnitt V (17 Wochen) die Möglichkeit, externe Organisationen, Körperschaften und andere Behörden kennenzulernen.

3.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa zwei Wochen Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein fachbezogenes Verwaltungsseminar (drei Wochen) zu vertiefen. In diesen Lehrveranstaltungen erhält die Referendarin oder der Referendar umfassende theoretische Kenntnisse über Staats- und Verwaltungsrecht, Haushaltsrecht und die für den Umweltschutz wichtigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Diese Kenntnisse können auch in einem Fernstudiengang (Verwaltungsrecht und/oder Umweltrecht) erworben werden, soweit dieser von den Ländern als geeignet eingestuft wird.

Zur Vorbereitung auf Führungsaufgaben und Leitungsfunktionen in der Verwaltung werden in einem gesonderten Führungslehrgang (zwei bis vier Wochen) die hierzu notwendigen Grundkenntnisse vermittelt.

Teil 3
Ausbildungsplan der Fachrichtung Umwelttechnik

Der nachfolgende Ausbildungsplan der Fachrichtung Umwelttechnik strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Der Ausbildungsplan wird für jede Referendarin oder jeden Referendar erstellt. Dabei können die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht und verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden. Im durch den Ausbildungsplan vorgegebenen Rahmen sollen dabei individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

Ausbildungs-
abschnitte und Dauer

Fachgebiet,
Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

I bis V
Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Management- und Kommunikationsqualifikation sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.
Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen und Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingänge (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.
Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen und Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.
Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachrichtungsübergreifend zu vermitteln. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit.
Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.
Selbständige Mitarbeit in allen Arbeitsbereichen.
In den Abschnitten I bis III sind jeweils auch Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (zum Beispiel Management, Mitarbeiterführung, Planung, Entscheidung, Rhetorik, Gesprächsführung) zu vermitteln.

I
Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung, Bodenschutz, Chemikaliensicherheit

Abfall-, Bodenschutz- und Chemikaliensicherheitsbehörden, Landesanstalt für Altlastenfreifreistellung

(22 Wochen)
davon
Obere Abfall- und Bodenschutzbehörde, obere Chemikaliensicherheitsbehörde
(10 Wochen)
Untere Abfall- und Bodenschutzbehörde
(8 Wochen)
Landesanstalt für Altlastenfreistellung
(4 Wochen)

Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft, Abfallwirtschaftsplanung und Abfallvermeidungsprogramm, Zulassung von Entsorgungsanlagen (Anlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und Deponien), Abfallbehandlung, Abfallbeseitigung, Überwachung der Abfallentsorgung, Abfallarten und -deklaration, Stoffstromkontrollen, Sammeln, Befördern, Handeln und Makeln mit Abfällen; Rücknahme-, Rückgabepflichten und freiwillige Rücknahmen; Fachbetriebe, Betriebsbeauftragte, auditierte Standorte, Sanktionsvorschriften; Bodenschutz, Altlasten,
Chemikaliensicherheit
Vollzug von Rechtsvorschriften des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts
Selbständige Mitarbeit in allen Arbeitsbereichen, unter anderem auch Teilnahme an Messungen, Untersuchungen, Probeentnahmen, Außendienst, Überwachung von Anlagen

II
Immissionsschutz und Klimaschutz

Immissionsschutzbehörden und Fachbehörde
(19 Wochen)
davon
Obere Immissionsschutzbehörde oder untere Immissionsschutzbehörde
(12 Wochen)
Landesamt für

Immissionsschutz, Genehmigungsverfahren, Produkttechnologien und Auswirkungen, Lärm; Erschütterungen, Luftreinhaltung, Abgasreinigung, umweltgefährdende Stoffe, Klimaschutz
Vollzug von Rechtsvorschriften des Immissionsschutzrechts

 

Umweltschutz (LAU)
(6 Wochen)
Landesamt für Verbraucherschutz (1 Woche)

Selbständige Mitarbeit in allen Arbeitsbereichen, unter anderem auch Teilnahme an Messungen, Untersuchungen, Probeentnahmen, Außendienst, Überwachung von Anlagen Organisation und Aufgaben der Gewerbeaufsicht

III
Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

Wasserbehörden und Fachbehörden
(10 Wochen)
davon

Grundlagen der Wasserwirtschaft, Oberirdische Gewässer, Gewässerüberwachung, Gewässernutzungen, Einleiter-Überwachung, Abwasserbeseitigung, Abwasserabgabe, Wasserversorgung, Grundwasser, wassergefährdende Stoffe, Hochwasserschutz, Wasserrahmenrichtlinie

 

Obere oder untere Wasserbehörde (5 Wochen)

Vollzug wasserrechtlicher Vorschriften

 

Landesamt für Umweltschutz oder Landesbetrieb für Hochwasserschutz (LHW)
(5 Wochen)

Organisation, Aufbau und Aufgaben des Landesbetriebs für Hochwasserschutz bzw. des LAU
Selbständige Mitarbeit in allen Arbeitsbereichen, unter anderem auch Teilnahme an Messungen, Untersuchungen, Probeentnahmen, Außendienst, Überwachung von Anlagen

In den Ausbildungsabschnitten I bis III

Kommunalverwaltung
(1 Woche)

Organisation und Aufbau von Kommunen, Selbstverwaltung, Aufgaben im eigenen und im übertragenen Wirkungskreis, Daseinsvorsorge, Politische Willensbildung, Kommunale Planungen, Haushalts- und Rechnungswesen, Vollzug umweltrechtlicher Vorschriften

 

LAU

Organisation, Aufbau und Aufgaben, Gutachten und Stellungnahmen (für Genehmigungs- oder Gerichtsverfahren) Fachplanungen, Messungen, Untersuchungen, Bekanntgabe von Stellen, Erarbeitung von Jahresberichten, Statistiken

IV
Wahlstation

(17 Wochen)

Mindestens in einem und maximal in zwei der unten genannten Arbeitsbereiche:

 

Organisationen, Unternehmen, Firmen, Kommunale Eigenbetriebe, Verbände

Umweltmanagement, -technik, -schutz, Projektabwicklung, Organisation, Leitung und Führung, Wirtschaftlichkeit, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling, Personal- und Finanzplanung, Beschaffung und Einsatzplanung, Abrechnung, Aufgaben der Umweltbeauftragten in den Betrieben, Kennenlernen relevanter Umweltaufgaben und Aufbau der Organisation

 

EU

EU: Organisation, Aufbau, Aufgaben und Projekte, Interessenvertretung, politische Willensbildung, Gesetzgebungsverfahren

 

für Umwelt zuständiges Ministerium

Organisation, Aufbau und Aufgaben, Landesgesetzgebung, Erlasse und Richtlinien, Mitwirkung in Bund-Länder- und in Länder-AG

 

Umweltbundesamt

Organisation, Aufbau und Aufgaben; Umweltmanagement, -technik, -schutz

V
Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

(24 Wochen)
davon
Landesverwaltungsamt
(2 Wochen)
Sonderstelle für Aus- und Fortbildung Hannover
(8 Wochen)
Institut für öffentliche Verwaltung NRW
(2 Wochen)

In den Seminaren und Lehrgängen sollen die rechtlichen Grundlagen der öffentlichen Verwaltung sowie die naturwissenschaftlich-technischen Anforderungen und Vorschriften für den Verwaltungsvollzug in der Umweltverwaltung vermittelt werden. Darüber hinaus sind Kommunikations- und Managementkompetenzen (Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Psychologie, Visualisierung, Moderation) als wirksame Führungsinstrumente zu trainieren. Dabei sind die modernen Methoden oder Formen wie zum Beispiel Planspiele, e-Learning, Arbeitsgemeinschaften, Übungen in freier Rede, Exkursionen zu nutzen.
Parallel zur Ausbildung erfolgt die Teilnahme an den Fernkursen Umweltrecht und Verwaltungsrecht.

 

(6 Wochen)

Häusliche Prüfungsarbeit

 

(4 Wochen)

Prüfungsvorbereitung

 

(2 Wochen)

Schriftliche und mündliche Prüfungen

12 Wochen

 

Erholungsurlaub

104 Wochen (24 Monate)

 

zusammen

Teil 4
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 in der Fachrichtung Umwelttechnik sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1

3.

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

1

4.

Immissionsschutz und Klimaschutz

1

5.

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

1

6.

Fachbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften

1

zusammen

6

Teil 5
Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

(fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

Staatsbegriff, Staatswesen

Völkerrecht in den Grundzügen

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

Staatsformen

Entstehung und Auflösung von Staaten

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

Verfassungsorgane des Bundes

Funktionen der Staatsgewalt

Gewaltenteilung

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

Gesetzgebungsverfahren

Rechtsverordnungen und Satzungen

Rechtsprechung

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

Verfassungsorgane der Länder

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

Entstehungsgeschichte

Status und Organe

Aufgaben und Ziele

Übertragene Souveränitätsrechte

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

Grundsätze des Verwaltungshandelns

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

Auslegung von Rechtsnormen

Amtshilfe

Verwaltungsvollstreckung

Verwaltungszustellungsverfahren

Verwaltungsgebühren

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

Beamtenrecht

Disziplinarrecht

Personalvertretungsrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

Datenschutzrecht in den Grundzügen

Sozialrecht in den Grundzügen

Steuerrecht in den Grundzügen

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und

Sachenrecht in den Grundzügen

Nachbarrecht

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

Vergaberecht in den Grundzügen

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

Gerichte und Zuständigkeiten

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

Rechtsmittel

Strafrecht

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

Straftaten im Amt

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

(fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

Begriffe

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

Führungs- und Leitungskonzeptionen

Kybernetik und Regelkreis-Modell

Orientierung (Input und Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

Problemanalyse

Alternativensuche und -bewertung

Entscheidung

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und betriebswirtschaftliche Steuerung

Begriffe

Verwaltung im sozialen System

Konzept „Bürokratie“

Funktion und Selbstverständnis

New Public Management

Kalkulation

Ressourcen

Controlling (strategisch und operativ)

Ziele, Produkte, Leistungen

Kennzahlen

Berichtswesen

Kosten-Leistungs-Rechnung

Kaufmännische Buchführung

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

Qualitätsmanagement

Projektmanagement

Benchmarking

Budgetierung

Personalführung

Führungsstile

Grundkenntnisse der Menschenführung

Soziale Kompetenz

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

Motivation

Anerkennung und Kritik

Kommunikation und Konfliktbehandlung

Belastungen und ihre Bewältigung

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

Personalbeurteilung

Personalentwicklung

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gleichstellung

Kommunikation

Rhetorik

Gesprächsführung

Moderation und Besprechungstechnik

Präsentation und ihre Technik

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik

Pflichtenheft

Datensicherheit

E-Government

E-Vergabe

Datenschutz

Statistik

Organisation

Grundzüge der Organisationslehre

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

Geschäftsprozessoptimierung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

Haushaltsordnungen

Haushaltsgesetze

Grundlagen des Haushalts

Grundsätze und Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

Finanzplanung

Programmplanung

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

Rechnungslegung

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

Grundsätze

Minimal-, Maximal- und Optimal-Prinzip

Rahmendaten und Datenrahmen

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

Statische und dynamische Rechenverfahren

Kapitalwertmethoden

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

Monetäre und nichtmonetäre Betrachtung

Kostenvergleichsrechnung

Investitionsrechnung

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

Investitionsmaßnahmen

Kosten-Nutzen-Analysen

Nutzwertanalyse und Kostenwirksamkeitsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft

Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

Stoffliche und energetische Abfallverwertung

Produktverantwortung

Abfallwirtschaftsplanung

Abfallarten

Abfallaufkommen

Abfallwirtschaftskonzepte und -bilanzen

Abfallwirtschaftspläne und Abfallvermeidungsprogramm

Abfallbehandlung

Abfallsortierung, Kompostierung, Vergärung

Mechanisch-biologische Abfallbehandlung

Chemisch-physikalische Abfallbehandlung

Thermische Abfallbehandlung

Abfallbeseitigung

Bau- und Betrieb von Deponien

Deponietechnik

Deponiesickerwasser und Deponiegas

Stilllegung und Nachsorge von Deponien

Überwachung der Abfallentsorgung

Andienungs- und Überlassungspflichten

Entsorgungsnachweis- und Abfallbegleitscheinverfahren

Notifizierung von Abfallverbringungen

Nachweisbücher, Registerpflichten

Betriebsprüfungen, Umweltinspektionen

Bodenschutz und Altlasten

Vorsorgender Bodenschutz

Erkundung und Bewertung von altlastenverdächtigen Flächen

Sicherung und Sanierung von kontaminierten Standorten

Bodenbehandlung

Fach 4:

Immissionsschutz und Klimaschutz

Zulassung und Überwachung genehmigungsbedürftiger Anlagen für folgende Bereiche

Energieerzeugung

Steinbrüche

Glasherstellung

Eisen-, Temper- und Stahlgießereien

Oberflächenbehandlung von Metallen

Herstellung von Basiskunststoffen

Chlor-Alkali-Elektrolyse

Papierherstellung

Tierhaltung

Lagerung gefährlicher Stoffe

Luftreinhaltung

Arten der Luftverschmutzung

Messprogramme und -systeme

Ermittlung und Bewertung von Gerüchen, Geruchsgutachten

Emissionskataster

Luftreinhaltepläne

Aufstellung von Überwachungsprogrammen und -plänen

Abgasreinigung

Biologische Abgasreinigung

Thermische und katalytische Abgasreinigung

Abgasentschwefelungsanlagen

Absorptions- und Adsorptionsverfahren

Staubabscheidung

Lärm und Erschütterung

Ermittlung und Bewertung von Geräuschen, Lärmgutachten

Lärmminderungsmaßnahmen

Lärmminderungsplanung

Erschütterungen (Grundlagen)

Klimaschutz

Klimaschutzziele

Entwicklung der Treibhausgasemissionen

Grundlagen des Emissionshandels

Überwachung der Treibhausgasemissionen

Technische Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase

Fach 5:

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

Grundlagen der Wasserwirtschaft

Wasserkreislauf (Niederschlag, Verdunstung, Abfluss, Versickerung, Grundwasser)

Hydrologisches Messwesen

Modellierung in der Wasserwirtschaft (zum Beispiel NA-Modelle)

Oberirdische Gewässer

Gewässertypen, Leitbilder, Lebensgemeinschaften

Gewässergüte (Wasserqualität), Gewässerstrukturen

Gewässerüberwachung (Monitoring)

Gewässerunterhaltung, Gewässerausbau, Gewässerrenaturierung

Überschwemmungsgebiete - Ermittlung und Festsetzung

Maßnahmen in Überschwemmungsgebieten und Maßnahmen an Gewässern

Ökologischer Hochwasserschutz

Technischer Hochwasserschutz

Hochwasserrisikomanagement

Hochwasserwarndienst

Gewässernutzungen

Entnahme und Einleitung

Wasserkraftanlagen, Wehre, Querbauwerke, Talsperren Freizeit, Fischerei, Schifffahrt

Abwasserbeseitigung

Pflicht zur Abwasserbeseitigung

Anforderungen an das Einleiten von Abwasser

Bauwerke der Kanalisation

Verfahren zur Abwasserbehandlung

Abwasseranlagen und Abwassereinleitungen

Gewerbliches Abwasser, Indirekteinleitungen

Wasserversorgung

Trinkwassergewinnung und Aufbereitungstechnik

Rohwasserüberwachung

Trinkwasserbeschaffenheit

Trinkwasserbedarf, -verbrauch

Wasserschutzgebiete

Grundwasser

Grundwasserbeschaffenheit

Grundwasserbeobachtung

Grundwasserbewirtschaftung

Grundwassersanierung

Rohrfernleitungen

Wassergefährdende Stoffe

Fach 6: Fachbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften

Allgemeines Umweltrecht

Internationale und supranationale Umweltschutzkonventionen (zum Beispiel Aarhus-Konvention)

Umweltschutzrichtlinien und -programme der Europäischen Gemeinschaft

Gesetz zur Prüfung der Umweltverträglichkeit

Umweltinformationsrecht

Umwelthaftungsgesetz

Strafgesetzbuch : Straftaten gegen die Umwelt

Abfallrecht

Abfallrichtlinien und -verordnungen der EU

Abfallverbringungsgesetz

Kreislaufwirtschaftsgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

Landesabfallgesetze

Bodenschutzrecht

Bundesbodenschutzgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

Immissionsschutzrecht

Immissionsschutzrechtliche Richtlinien der EU

Bundesimmissionsschutzgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

TA Luft , TA Lärm

Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz

Wasserrecht

EU-Wasserrahmenrichtlinie

EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie

EU-Trinkwasser-Richtlinie

Wasserhaushaltsgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

Landeswassergesetze

Abwasserabgabengesetze

Sonstige Umweltrechte

Raumordnung, Landesplanung, Baurecht

Raumordnungsgesetz

Landesplanungsgesetze

Baugesetzbuch

Baunutzungsverordnung

Landesbauordnungen

Landschaftspflege und Naturschutzrecht

FFH-Richtlinie

Bundesnaturschutzgesetz

Landesnaturschutzgesetz

Chemikalienrecht, Gentechnik

EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)

Chemikaliengesetz , -verbotsverordnung

Gentechnikgesetz


Anlage 7

(zu § 5 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5, § 14 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1)

Sondervorschriften für die Fachrichtung Wasserwesen

Teil 1
Gliederung der Ausbildung

Das zweijährige technische Referendariat mit einer Gesamtausbildungszeit von 104 Wochen gliedert sich in die Ausbildungsabschnitte I bis V. Auf die Ausbildungsabschnitte I bis IV entfällt ein Zeitraum von 62 Wochen und auf den Ausbildungsabschnitt V von 30 Wochen. 12 Wochen entfallen auf den Erholungsurlaub.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitte
und Dauer

Ausbildungsinhalt

I
22 Wochen

Organisation der Verwaltung, Betrieb und Unterhaltung der eigenen Infrastruktur, untere Verwaltungsebene

II
22 Wochen

Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Bauträgers

III
12 Wochen

Aufgaben benachbarter Bundes- , Landes- und Kommunalverwaltungen

IV
6 Wochen

Aufgaben der mittleren und höheren Verwaltungsebene

62 Wochen

 

(Die Reihenfolge der Wochenangaben entspricht der oben genannten Reihenfolge der drei Bereiche)

1.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 bis 6 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 6 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 16 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere 14 Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 30 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst.

2.

Gesamtaufteilung

Das zweijährige technische Referendariat setzt sich wie folgt zusammen:

a)

62 Wochen (Nummer 1),

b)

30 Wochen (Nummer 2) sowie

c)

12 Wochen Erholungsurlaub,

die Gesamtdauer beträgt 104 Wochen.

Teil 2
Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis IV

Innerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV können die Möglichkeiten zum Aufenthalt in Wahlstationen (Hospitationen gemäß § 5 Abs. 6 und § 6 Abs. 6) mit fachlichem Bezug im Umfang von bis zu maximal sechs Wochen liegen. Die Abzüge der Ausbildungswochen erfolgt vorzugsweise in den Ausbildungsabschnitten I und II.

Der Ausbildungsabschnitt III dient im Wesentlichen dem Kennenlernen und Verstehen der fachlichen und rechtlichen Verknüpfungen zwischen den Aufgaben der Wasserstraßen- und der Wasserwirtschaftsverwaltung sowie der Landesfach- und Kommunalverwaltung. Ausbildungsstellen sind zwingend unter diesem Gesichtspunkt zu wählen, das heißt, es sind Behörden mit regelmäßigem Kontakt zu den Ausbildungsbehörden als Ausbildungsstellen vorzusehen.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang der im Besonderen auch Inhalte gemäß § 6 Abs. 2 enthält stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein allgemeines Verwaltungsseminar und durch fachbezogene Verwaltungsseminare zu vertiefen. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis IV durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es ist dafür aber auch eine gebündelte Ausbildung von mindestens vier Wochen in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchzuführen.

Teil 3
Ausbildungsplan der Fachrichtung Wasserwesen

Die nachfolgenden Ausbildungspläne der Fachrichtung Wasserwesen strukturieren die Regelausbildung. Der Ausbildungsplan soll für jede Referendarin oder jeden Referendar individuell aufgestellt werden. Dabei sollen nach Möglichkeit Wünsche und Prioritäten der Referendarinnen und Referendare unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars berücksichtigt werden.

Ausbildungs-
abschnitt

Dauer
(Wochen)

Ausbildungsstelle

Ausbildungsinhalte

I bis V
Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

 

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Prüfstoff gemäß Fach 1 und Fach 2, insbesondere:
alle Aufgaben der Leitung von fachtechnischen Organisationseinheiten, Vorgesetztenfunktion, die der Leitung zugrunde liegenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften, soziale und fachliche Kompetenz, wirtschaftliches, nachhaltiges und rechtskonformes Entscheiden und Handeln, Leitungs- und Führungstechniken, Rhetorik und Präsentation.
Die Aufgaben sollen der Referendarin oder dem Referendar durch kontinuierliche Einbindung in die Leitungsfunktion in allen Ausbildungsabschnitten vermittelt werden, zum Beispiel in Form von Hospitanz, Mitarbeit und Übertragung von geeigneten, konkreten Themen.

I

22

Landesverwaltungsamt

Information und praktische Mitarbeit in der Verwaltung:
Rechtsgrundlage, Aufgaben, Status und Organisation der Einrichtung;
Organisation und Aufbau der öffentlichen Verwaltung
Allgemeiner Geschäftsbetrieb
Grundsätze des Verwaltungshandelns
Personal-, Haushalts- und Rechnungswesen
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Steuerung technischer Planungen
Betrieb und Unterhaltung von Gewässern und wasserwirtschaftlichen Anlagen
Wasserwirtschaftliche Zulassungsverfahren

II

22

Landesbetrieb für Hochwasserschutz

Eigenverantwortliche Mitarbeit beim Vorbereiten und Durchführen von Bauten:
Vorarbeiten für Bauvorhaben
Aufstellen und Prüfen von Entwürfen
Vergabe von Ingenieurleistungen
Vergabe von Leistungen nach VOB und VOL
Leitung und Überwachung von Baumaßnahmen
Verantwortlichkeiten auf der Baustelle
Information und praktische Mitarbeit bei der technischen Verwaltung:
Allgemeiner Geschäftsbetrieb
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Steuerung technischer Planungen
Betrieb und Unterhaltung von Gewässern und wasserwirtschaftlichen Anlagen
Aufgaben der staatlichen Wasserwirtschaftsverwaltung
Organisation und Aufbau der öffentlichen Verwaltung

III

12

Wasser- und Schifffahrtsamt (4 Wochen)

Information bei Einrichtungen benachbarter Fachgebiete:

 

 

Landesamt für Verbraucherschutz (1 Woche)

Aufgaben und Organisation der Wasserwirtschaftsverwaltung, der Wasserschifffahrtsverwaltung und der kommunalen Selbstverwaltung

 

 

Landesamt für Umweltschutz (3 Wochen)

Rechtsgrundlage, Aufgaben, Status und Organisation der jeweiligen Einrichtung
Kompetenzen und Arbeitsweisen

 

 

Landkreise, kreisfreie Städte (4 Wochen)

Allgemeiner Geschäftsbetrieb
Grundsätze des Verwaltungshandelns
Personal-, Haushalts- und Rechnungswesen
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Steuerung technischer Planungen
Betrieb und Unterhaltung von Gewässern und wasserwirtschaftlichen Anlagen
Wasserwirtschaftliche Zulassungsverfahren

IV

6

für Wasserwesen zuständiges Ministerium
(4 Wochen)
Landkreise, kreisfreie Städte
(2 Wochen)

Rechtsgrundlagen, Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb der jeweiligen Einrichtung

V

16

Sonderstelle für Aus- und Fortbildung Hannover

3 Wochen Einführungslehrgang
3 Wochen Verwaltungslehrgang
3 Wochen Baulehrgang
4 Wochen Managementlehrgang
3 Wochen Schlusslehrgang

 

14

Landesverwaltungsamt

Prüfungsvorbereitung und Prüfung

12 Wochen

 

 

Erholungsurlaub

 

104

(24 Monate)

zusammen

Teil 4
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 in der Fachrichtung Wasserwesen sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten für drei Kandidatinnen oder Kandidaten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1 1 / 4

3.

Wasserstraßen und Wasserwirtschaft

1 1 / 4

4a.

Sondergebiete der Wasserstraßen

1

oder

 

4b.

Sondergebiete der Wasserwirtschaft

1

5.

Vorbereiten und Durchführen von Bauten

1

6.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

1

zusammen

6 1 / 2

Teil 5
Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

(fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

Staatsbegriff, Staatswesen

Völkerrecht in den Grundzügen

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

Staatsformen

Entstehung und Auflösung von Staaten

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

Verfassungsorgane des Bundes

Funktionen der Staatsgewalt

Gewaltenteilung

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

Gesetzgebungsverfahren

Rechtsverordnungen und Satzungen

Rechtsprechung

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

Verfassungsorgane der Länder

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

Entstehungsgeschichte

Status und Organe

Aufgaben und Ziele

Übertragene Souveränitätsrechte

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

Grundsätze des Verwaltungshandelns

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

Auslegung von Rechtsnormen

Amtshilfe

Verwaltungsvollstreckung

Verwaltungszustellungsverfahren

Verwaltungsgebühren

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

Beamtenrecht

Disziplinarrecht

Personalvertretungsrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

Datenschutzrecht in den Grundzügen

Sozialrecht in den Grundzügen

Steuerrecht in den Grundzügen

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

Nachbarrecht

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

Vergaberecht in den Grundzügen

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

Gerichte und Zuständigkeiten

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

Rechtsmittel

Strafrecht

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

Straftaten im Amt

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

(fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

Begriffe

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

Führungs- und Leitungskonzeptionen

Kybernetik und Regelkreis-Modell

Orientierung (Input und Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

Problemanalyse

Alternativensuche und -bewertung

Entscheidung

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und betriebswirtschaftliche Steuerung

Begriffe

Verwaltung im sozialen System

Konzept „Bürokratie“

Funktion und Selbstverständnis

New Public Management

Kalkulation

Ressourcen

Controlling (strategisch und operativ)

Ziele, Produkte, Leistungen

Kennzahlen

Berichtswesen

Kosten-Leistungs-Rechnung

Kaufmännische Buchführung

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

Qualitätsmanagement

Projektmanagement

Benchmarking

Budgetierung

Personalführung

Führungsstile

Grundkenntnisse der Menschenführung

Soziale Kompetenz

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

Motivation

Anerkennung und Kritik

Kommunikation und Konfliktbehandlung

Belastungen und ihre Bewältigung

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

Personalbeurteilung

Personalentwicklung

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gleichstellung

Kommunikation

Rhetorik

Gesprächsführung

Moderation und Besprechungstechnik

Präsentation und ihre Technik

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik

Pflichtenheft

Datensicherheit

E-Government

E-Vergabe

Datenschutz

Statistik

Organisation

Grundzüge der Organisationslehre

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

Geschäftsprozessoptimierung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

Haushaltsordnungen

Haushaltsgesetze

Grundlagen des Haushalts

Grundsätze und Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

Finanzplanung

Programmplanung

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

Rechnungslegung

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

Grundsätze

Minimal-, Maximal- und Optimal-Prinzip

Rahmendaten und Datenrahmen

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

Statische und dynamische Rechenverfahren

Kapitalwertmethoden

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

Monetäre und nichtmonetäre Betrachtung

Kostenvergleichsrechnung

Investitionsrechnung

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

Investitionsmaßnahmen

Kosten-Nutzen-Analysen

Nutzwertanalyse und Kostenwirksamkeitsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Wasserstraßen und Wasserwirtschaft Wasserstraßennetz

Gliederung, Klassifizierung und Netzkategorisierung

Funktionen, Entwicklung

Anlagen der Wasserstraßen

Aufgaben an den Wasserstraßen

Wasserbewirtschaftung der Wasserstraßen

Schiffsverkehr

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

Verkehrsströme

Flottenstruktur (Küste und Binnen)

Transportgüter

Wasserwirtschaftliche Grundlagenplanungen

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

Wasserwirtschaftliche EU-Richtlinien

Internationale Übereinkommen

Generalpläne, Unterhaltungsrahmenpläne, Gewässerentwicklungspläne

Aufbau, Auswirkungen

Wassergefährdende Stoffe im Bereich oberirdischer Gewässer

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

Sicherheitstechnische Anforderungen

Meldesysteme und Alarmpläne

Naturschutz und Landschaftspflege

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

Naturschutzfachliche EU-Richtlinien

Schutzgebiete

Eingriffe in Natur und Landschaft

FFH-Verträglichkeit, Artenschutzprüfung, Umweltverträglichkeit

Gewässerökologie

Naturnahe Gewässergestaltung bei Bau und Unterhaltung

Renaturierung von Gewässern

Ingenieurhydrologie

Messverfahren

Aufbau des Messnetzes

Pegelvorschriften

Gewässerkundliches Jahrbuch

Grundkenntnisse der Meteorologie in Bezug auf Sturmfluten und Hochwasser

Hydrologische Nachrichtendienste einschließlich Wasserstandsvorhersagen

Wasserbauliches Versuchswesen

Bedeutung, Möglichkeiten

Modelle (Arten, Anwendungsgebiete)

Fach 4a:

Sondergebiete der Wasserstraßen (nur für die beiden Bereiche der Wasserstraßen)

Verkehrspolitik

Ziele

Beziehungen zwischen den Verkehrsträgern (Modal Split)

Instrumente der Bundesverkehrswegeplanung (BVWP, nationale und regionale Hafenkonzepte, etc.)

Wasserstraßenpolitik

Organisation und Arbeitsweise Schifffahrtsunternehmen

Schiffstypen

Bau, Umschlag und Lagerung

Gefährliche Güter

Transport, Umschlag und Lagerung

Grundkenntnisse der Nautik und des Seekartenwesens

Schifffahrtszeichenwesen

Rechts- und Verwaltungsvorschriften

Bauart und Funktion

Grundkenntnisse über Verkehrssicherungssysteme und ihre Einrichtung

Telematik (RIS)

Unterhaltung von Wasserstraßen und Betrieb ihrer Anlagen

Technische Grundsätze und Vorschriften

Bauweise und Funktion von Anlagen und Einrichtungen, ferner von Elementen der Gewässer

Planmäßige und fallweise Unterhaltung (Wartung, Inspektion, Instandsetzung)

Peilwesen

Baggereiwesen

Grundkenntnisse über Bauart, Funktion und wirtschaftlichen Einsatz von Wasserfahrzeugen und Landfahrzeugen sowie über die Maschinenbau- und elektrotechnischen Einrichtungen von Anlagen der Wasserstraßen

Technischer Arbeitsschutz, Unfallverhütung

Grundsätze und Vorschriften

Gefährdungsanalyse

Zuständigkeiten

Berufsgenossenschaften

Fach 4b:

Sondergebiete der Wasserwirtschaft (nur für den Bereich Wasserwirtschaft)

Wassermengen- und Wassergütewirtschaft

Begriffe

Technische Vorschriften

Grundsätzliche Anforderungen an Gewässerbenutzungen

Abwasser-, Wärme- und Radioaktivitätsbelastung

Wassergefährdende Stoffe im Grundwasserbereich

Technische Vorschriften

Sicherheitstechnische Anforderungen

Schadstoffunfallbekämpfung

Zuständigkeiten

Technische Vorschriften

Abwasserbehandlung

Begriffe

Technische Vorschriften

Planungsgrundsätze

Anforderungen an Abwassereinleitungen

Verfahren der Abwasserbehandlung

Behandlung von Niederschlagswasser

Schlammbehandlung und -verwertung

Abwasseruntersuchung

Abfallwirtschaft

Begriffe

Technische Vorschriften

Technische Anleitungen

Abfallplanung

Emissionsbegrenzung bei Abfallanlagen

Abfallvermeidung, -verminderung, -verwertung

Altlasten

Abfall- und Emissionsuntersuchungen

LAGA-Merkblätter

Wasserversorgung

Begriffe

Technische Vorschriften

Wasseruntersuchung

Wasserschutzgebiete

Schutzmaßnahmen bei Verunreinigungen

Bemessungs- und Aufbereitungsverfahren

DVGW -Arbeitsblätter

Abflussregelung, Hochwasserschutz, Küstenschutz

Begriffe

Zuständigkeiten

Technische Vorschriften

Staatsaufsicht für Talsperren

Gewässerausbau, Gewässerunterhaltung, Landwirtschaftlicher Wasserbau

Zuständigkeiten

Technische Grundsätze

Arbeitsmethoden

Wasserwirtschaftliche Finanzierungs- und Förderprogramme

Begriffe

Zuständigkeiten

Fach 5:

Vorbereiten und Durchführen von Bauten

Vorarbeiten für Bauvorhaben

Grundlagenermittlung

Aufstellen und Prüfen von Entwürfen

Veranlassung

Rechts- und Verwaltungsgrundlage

Bautechnische Grundlagen, Bauweisen, Bauverfahren

Wirtschaftlichkeit

Umweltschutz

Entwurfsarten

Bestandteile der Entwürfe

Zuständigkeiten, Mitwirkung Dritter

Vorbereitung von Baumaßnahmen

Grunderwerb

Beweissicherung

Vergabe nach VOB und VOL

Verwaltungsvorschriften und -verfahren

Verdingungsunterlagen, Standardleistungsbeschreibungen

Vergabeentscheidung, Zuschlagserteilung

Vergabe von Ingenieurleistungen

Verwaltungsvorschriften und -verfahren

Vergabe nach VOF

Anwendung HOAI

Abwicklung von Baumaßnahmen

Verwaltungsvorschriften

Bauprogramm

Ausgabenkontrolle

Vertragsänderung

Nachtragsmanagement

Baubestandspläne

Bauabnahme

Bauabrechnung

Gewährleistung

Verantwortung bei Planung und Durchführung von Baumaßnahmen

Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Bauaufsicht

Baubevollmächtigter (nur WSV)

Bauleiter

Unfallverhütung, Baustellenverordnung (SiGeKo)

Fach 6:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

Wasserstraßenrecht

Bundeswasserstraßengesetz

Wasserstraßenstaatsvertrag

Völkerrechtliche Regelungen für Wasserstraßen

Wasserrecht

EU-Richtlinien ( WRRL , HWRMRL, MSRL)

Wasserhaushaltsgesetz

Landeswassergesetze

Abwasserabgabengesetz

Grundzüge des Wasserverbandsrechts, Deichrechts, Fischereirechts und Wassersicherstellungsgesetzes

Umweltschutzrecht

EU-Richtlinien (FFH, Vogelschutz)

Bundesnaturschutzgesetz , Landesnaturschutzgesetze

Kreislaufwirtschaftsgesetz

Landesabfallgesetze

Meeresumweltschutz

Grundzüge der Gewerbeordnung und des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz

Bundesbodenschutzgesetz

Baurecht

Baugesetzbuch

Landesbauordnungen

Raumordnung, Landesplanung, Liegenschaftswesen - Grundzüge

Raumordnungsgesetz

Landesplanungsgesetze

Flurbereinigungsrecht

Liegenschaftswesen

Wegerecht anderer Verkehrszweige - Grundzüge

Bundesfernstraßengesetz , Landesstraßengesetze

Allgemeines Eisenbahngesetz

Hafenpolizeirecht

Grundzüge

Besondere Gesetze und Verordnungen nur für die beiden Bereiche der Wasserstraßen

Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Seeschifffahrt

Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Binnenschifffahrt

Gesetz über den gewerblichen Binnenschiffsverkehr

Seestraßenordnung

Kollisionsverhütungsregeln

Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung

Schifffahrtsstraßen-Ordnungen im Binnenbereich

Lotswesen