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Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
Amtliche Abkürzung:AbfZustVO
Ausfertigungsdatum:06.03.2013
Gültig ab:16.03.2013
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Sachsen-Anhalt
Fundstelle:GVBl. LSA 2013, 107
Gliederungs-Nr:2129.24
Zuständigkeitsverordnung für das Abfallrecht
(AbfZustVO)
Vom 6. März 2013
Zum 19.10.2019 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 3 geändert Verordnung vom 19. Juni 2017 (GVBl. LSA S. 105)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Aufgrund des § 32 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 30 Abs. 1 des Abfallgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Februar 2010 (GVBl. LSA S. 44) , geändert durch § 38 Abs. 1 des Gesetzes vom 10. Dezember 2010 (GVBl. LSA S. 569, 577) , in Verbindung mit Abschnitt II Nr. 8 des Beschlusses der Landesregierung über den Aufbau der Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom 3. Mai 2011 (MBl. LSA S. 217), zuletzt geändert durch Beschluss vom 18. September 2012 (MBl. LSA S. 535), wird verordnet:

§ 1
Zuständigkeit der oberen Abfallbehörde

(1) Die obere Abfallbehörde ist zuständige Behörde für den Vollzug des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212) für

1.

das Anzeigeverfahren für Sammlungen nach § 18 ,

2.

die Erteilung der Zustimmung zum Ausschluss von Abfällen aus der Entsorgung sowie zum Widerruf nach § 20 Abs. 2 ,

3.

die Entgegennahme von Anzeigen nach § 26 Abs. 2 , die Freistellung nach § 26 Abs. 3 Satz 1 sowie die Feststellung nach § 26 Abs. 6 ,

4.

die Verpflichtung zur Gestattung der Anlagenmitbenutzung, die Entgeltfestsetzung und das Vorlageverlangen nach § 29 Abs. 1 Satz 1, 2 und 5 , die Übertragung der Abfallbeseitigung nach § 29 Abs. 2 Satz 1 sowie die Verpflichtung und Kostenfestsetzung nach § 29 Abs. 3 Satz 1 und 3 ,

5.

die Abfallwirtschaftsplanung nach den §§ 30 bis 32 in Verbindung mit den §§ 16 und 17 des Abfallgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt ,

6.

die Erkundung geeigneter Standorte nach § 34 sowie die Planfeststellung und Genehmigung nach § 35 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Satz 1 und 2 einschließlich Entscheidungen, Prüfungen und Verlangen nach den §§ 36 und 37 für Deponien der Klassen II und III gemäß § 2 Nrn. 8 und 9 der Deponieverordnung vom 27. April 2009 (BGBl. I S. 900), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 28 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 259),

7.

die Anordnung von Befristungen, Bedingungen und Auflagen sowie die Untersagung nach § 39 für Deponien der Klassen II und III gemäß § 2 Nrn. 8 und 9 der Deponieverordnung ,

8.

die Entgegennahme von Anzeigen nach § 40 Abs. 1 Satz 1 , den Erlass von Verfügungen nach § 40 Abs. 2 Satz 1 , die Feststellung der endgültigen Stilllegung nach § 40 Abs. 3 sowie die Feststellung des endgültigen Abschlusses der Nachsorge nach § 40 Abs. 5 für Deponien der Klassen II und III gemäß § 2 Nrn. 8 und 9 der Deponieverordnung ,

9.

die Überwachung der Entsorgung von Abfällen nach den §§ 47 , 49 bis 51

a)

in Anlagen zur Ablagerung von Abfällen der Deponieklassen II und III gemäß § 2 Nrn. 8 und 9 der Deponieverordnung , einschließlich der Überwachung der Entsorgung der in diesen Anlagen anfallenden Abfälle,

b)

in Anlagen, die der Verfahrensart G in Spalte c des Anhangs 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen vom 2. Mai 2013 (BGBl. I S. 973, 3756) zuzuordnen sind, soweit diese Anlagen der Nummer 8 in Spalte a des Anhangs 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen zuzuordnen sind einschließlich der Überwachung der Entsorgung der in diesen Anlagen erzeugten Abfälle,

c)

bei der Beförderung auf öffentlichen Straßen in Sachsen-Anhalt,

10.

die Verlängerung bestehender Pflichtenübertragungen nach § 72 Abs. 1 Satz 2 .

(2) Soweit die Zuständigkeit der oberen Abfallbehörde nach Absatz 1 Nr. 9 Buchst. a oder b gegeben ist, ist sie auch zuständig für

1.

die Freistellung oder Anordnung nach § 26 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 der Nachweisverordnung vom 20. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2298, 2007 S. 2316), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 27 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 259),

2.

die Entgegennahme der Angaben nach § 4 Abs. 1 der PCB/PCT-Abfallverordnung vom 26. Juni 2000 (BGBl. I S. 932), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 21 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 257),

3.

die Anordnung von Untersuchungen und die Entgegennahme von Unterrichtungen nach § 6 Abs. 6 Satz 4 und 5 der Altholzverordnung vom 15. August 2002 (BGBl. I S. 3302), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 26 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 258) sowie das Vorlageverlangen nach § 12 Abs. 3 der Altholzverordnung ,

4.

die Entgegennahme von Anzeigen und Mitteilungen nach § 58 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie die Anordnung nach § 59 Abs. 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ,

5.

den Vollzug des Artikels 7 Abs. 4 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 850/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über persistente organische Schadstoffe und zur Änderung der Richtlinie 79/117/EWG (ABl. L 158 vom 30. 4. 2004, S. 7; ABl. L 229 vom 29. 6. 2004, S. 5; ABl. 204 vom 4. 8. 2007, S. 28), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 519/2012 vom 19. Juni 2012 (ABl. L 159 vom 20. 6. 2012, S. 1),

6.

den Vollzug der Altölverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. April 2002 (BGBl. I S. 1368), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 14 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 250).

(3) Die obere Abfallbehörde ist ferner zuständig für

1.

den Vollzug der Nachweisverordnung , ausgenommen § 26 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 und § 28 Abs. 1 der Nachweisverordnung ; dies gilt nicht, soweit Abfallerzeuger, ausgenommen die in Absatz 1 Nr. 9 genannten Abfallerzeuger, oder Abfallbeförderer im Sinne des § 1 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 der Nachweisverordnung betroffen sind,

2.

den Vollzug des Abfallverbringungsgesetzes vom 19. Juli 2007 (BGBl. I S. 1462), geändert durch Artikel 5 Abs. 34 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 262), sowie der Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Juni 2006 über die Verbringung von Abfällen (ABl. L 190 vom 12. 7. 2006, S. 1; ABl. 318 vom 28. 11. 2008, S. 15), zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 135/2012 vom 16. Februar 2012 (ABl. L 46 vom 17. 2. 2012, S. 30) und der darauf aufbauenden Rechtsvorschriften.


§ 2
Zuständigkeit der technischen Fachbehörde

Die technische Fachbehörde ist zuständig für

1.

die Anerkennung von Trägern der Qualitätssicherung nach § 12 Abs. 5 Satz 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ,

2.

die Auskunft über geeignete Beseitigungsanlagen nach § 46 Abs. 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ,

3.

die Zustimmung zu Überwachungsverträgen nach § 56 Abs. 5 Satz 3 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit der Entsorgungsfachbetriebeverordnung vom 10. September 1996 (BGBl. I S. 1421), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 17 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 254), die Anerkennung von Entsorgergemeinschaften nach § 56 Abs. 6 Satz 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit der Entsorgergemeinschaftenrichtlinie vom 9. September 1996 (BAnz. S. 10 909) sowie den Entzug von Zertifikaten und Berechtigungen zum Führen des Überwachungszeichens und der Bezeichnung „Entsorgungsfachbetrieb“ sowie Untersagung der weiteren Verwendung der Bezeichnung nach § 56 Abs. 8 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ,

4.

die Anerkennung von Lehrgängen nach

a)

§ 4 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 5 sowie § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Abs. 3 Satz 2 der Anzeige- und Erlaubnisverordnung vom 5. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4043),

b)

§ 9 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 der Entsorgungsfachbetriebeverordnung und

c)

§ 4 Nr. 2 der Deponieverordnung ,

5.

die Erteilung der Identifikations-, Erzeuger-, Beförderer- und Entsorgernummern nach § 28 Abs. 1 der Nachweisverordnung ,

6.

die Erhebung der Abfälle, über die Nachweise zu führen sind nach § 4 in Verbindung mit § 14 Abs. 2 Nr. 2 des Umweltstatistikgesetzes vom 16. August 2005 (BGBl. I S. 2446), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 1 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 248), sowie nach Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 2150/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2002 zur Abfallstatistik (ABl. L 332 vom 9. 12. 2002, S. 1), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 849/2010 vom 27. September 2010 (ABl. L 253 vom 28. 9. 2010, S. 2),

7.

alle Maßnahmen im Zusammenhang mit der Anerkennung und Überwachung einschließlich der Bekanntgabe staatlich anerkannter Stellen nach

a)

§ 3 Abs. 2, Abs. 5 Satz 1 und Abs. 6 Satz 3 in Verbindung mit § 3 Abs. 11 und 12 der Klärschlammverordnung vom 15. April 1992 (BGBl. I S. 912), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 12 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 249),

b)

§ 3 Abs. 8 Satz 1 in Verbindung mit § 3 Abs. 8a und 8b , § 4 Abs. 9 Satz 1 in Verbindung mit § 4 Abs. 10 , § 9 Abs. 2 Satz 6 in Verbindung mit § 9 Abs. 2a der Bioabfallverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. April 2013 (BGBl. I S. 658), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 5. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4043, 4063),

c)

§ 6 Abs. 6 Satz 1 in Verbindung mit § 6 Abs. 7 und 8 der Altholzverordnung ,

8.

Auswertung der nach § 9 Satz 2 des Abfallgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vorzulegenden Abfallbilanzen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und Erstellung einer zusammenfassenden Bilanz des Landes nach § 9 Satz 4 des Abfallgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt ,

9.

alle Maßnahmen im Zusammenhang mit der Feststellung von Systemen nach § 6 Abs. 5 der Verpackungsverordnung vom 21. August 1998 (BGBl. I S. 2379), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 19 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212, 255), sowie der Prüfung branchenbezogener Selbstentsorgerlösungen gemäß § 6 Abs. 2 der Verpackungsverordnung .


§ 3
Zuständigkeit des Landesamtes
für Geologie und Bergwesen

(1) Das Landesamt für Geologie und Bergwesen ist zuständig für die Überwachung der Entsorgung der in Betrieben des Untertagebergbaus über und unter Tage anfallenden Abfälle, bis zu deren Übergabe an einen Dritten, nach den §§ 47 , 49 bis 51 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes .

(2) Soweit in der Bergaufsicht unterliegenden Anlagen Deponien ohne die erforderliche abfallrechtliche Zulassung nach § 35 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes errichtet oder betrieben wurden oder werden, ist das Landesamt für Geologie und Bergwesen auch zuständig für die in diesem Zusammenhang notwendigen abfallrechtlichen Anordnungen, Zulassungen und Maßnahmen der Überwachung sowie für die in § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 6 genannten Aufgaben. § 6 findet keine Anwendung.

§ 4
Zuständigkeit der Polizei

Die Polizei ist neben den zuständigen Abfallbehörden zuständig für die Überwachung der Einhaltung abfallrechtlicher Vorschriften bei der Verkehrsüberwachung.

§ 5
Gleitende Verweisung

Soweit diese Verordnung auf Rechtsvorschriften verweist, bezieht sich die Verweisung auf die Vorschriften in ihrer jeweils geltenden Fassung.

§ 6
Übergangsregelung

Verfahren, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung begonnen wurden, werden von der zuständigen Behörde zu Ende geführt, die zum Zeitpunkt des Beginns des Verfahrens als zuständig galt.

§ 7
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Zuständigkeitsverordnung für das Abfallrecht vom 26. Mai 2004 (GVBl. LSA S. 302) , zuletzt geändert durch Verordnung vom 20. Mai 2011 (GVBl. LSA S. 585) , außer Kraft.

Magdeburg, den 6. März 2013.

Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt
des Landes Sachsen-Anhalt

Dr. Aeikens