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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Bildung
Aktenzeichen:24-82121
Erlassdatum:30.07.2019
Fassung vom:30.07.2019
Gültig ab:15.08.2019
Gültig bis:31.07.2024
Quelle:Wappen Sachsen-Anhalt
Gliederungs-Nr:22311
Modellprojekt: Duales Lernen in Sekundar-, Gemeinschafts-, Gesamt- und Förderschulen für Lernbehinderte in Form von Praxislerntagen - Anlage 3: Merkblatt zum Dualen Lernen in Form von Praxislerntagen für Schülerinnen und Schüler sowie Personensorgeberechtigte

Zum Hauptdokument : Modellprojekt: Duales Lernen in Sekundar-, Gemeinschafts-, Gesamt- und Förderschulen für Lernbehinderte in Form von Praxislerntagen



Anlage 3
(zu Nummer 9.4)



Merkblatt zum Dualen Lernen in Form
von Praxislerntagen für Schülerinnen und Schüler
sowie Personensorgeberechtigte



Praxislerntage sind eine Form des Dualen Lernens. Während der Praxislerntage werden allgemeinbildende Unterrichtsinhalte und die praktische Tätigkeit in einem Betrieb, einer Berufsschule oder einer sozialen Einrichtung verbunden.



Ziele



Durch die Verknüpfung von schulischem Lernen mit dem Lernen am Praxislernort erfolgt eine intensive Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf den Übergang von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt. Die Kooperation mit den Betrieben, Berufsschulen oder sozialen Einrichtungen garantiert die Berücksichtigung der Erwartungen dieser an die Absolventen der Sekundar-, Gemeinschafts-, Gesamt- und Förderschulen für Lernbehinderte und eine Verbesserung der Ausbildungs- und Studienreife der Schülerinnen und Schüler.



Organisation



Praxislerntage werden im 8. und 9. Schuljahrgang in der Sekundarschule und jeweils mit Ausnahme der Gymnasialzweige in der Gemeinschaftsschule und in der Gesamtschule im 8. und 9. Schuljahrgang, sowie in der Förderschule für Lernbehinderte durchgeführt. Vorbereitende Maßnahmen hierfür finden bereits im zweiten Schulhalbjahr des 7. Schuljahrgangs statt.



Praxislerntage werden an einem Unterrichtstag pro Schulwoche im 14-tägigen Rhythmus von allen Schülerinnen und Schülern der teilnehmenden Klassen in Praxislernorten der Region durchgeführt.



Kann eine Schülerin oder ein Schüler aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht am Praxislerntag teilnehmen, sind unverzüglich der Praxislernort und die Schule zu informieren. Die Schülerin oder der Schüler hat sodann der Schule eine entsprechende (ärztliche) Bescheinigung vorzulegen.



Schülerinnen und Schüler von beruflich Reisenden nehmen in der Regel am Unterricht einer anderen Klasse teil. Sie sollen nur dann am Praxislerntag teilnehmen, wenn es der ausdrückliche Wunsch der Personensorgeberechtigten ist.



Datenschutz



Die Schülerinnen und Schüler sind zur Geheimhaltung über alle Angelegenheiten verpflichtet, die ihnen im Rahmen des Praxislerntages in außerschulischen Einrichtungen zur Kenntnis gelangen, soweit sie der Geheimhaltung unterliegen.



Es ist zu gewährleisten, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden.



Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes und des Infektionsschutzgesetzes



Bei der Durchführung des Praxislerntages sind die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes vom 1. 5. 1976 (BGBl. I S. 965), zuletzt geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 10. 3. 2017 (BGBl. I S. 420, 422) in der jeweils geltenden Fassung, einzuhalten.



Der Praxislerntag stellt weder ein Ausbildungs- noch ein Beschäftigungsverhältnis nach arbeitsrechtlichen Vorschriften oder eine berufliche Eignungsfeststellung dar. Die Schülerinnen und Schüler erhalten für die Tätigkeit während des Praxislerntages keine Vergütung.



Für die Schülerinnen und Schüler im Praxislerntag gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) vom 20. 7. 2000 (BGBl. I S. 1045), zuletzt geändert durch Artikel 18a des Gesetzes vom 9. 8. 2019 (BGBl. I S. 1202, 1219). Auf die Regelungen des RdErl. des MS vom 14. 8. 1992 (MBl. LSA S. 1133) wird verwiesen.



Vor Aufnahme einer Tätigkeit in einer Gemeinschaftseinrichtung, insbesondere in Kindertagesstätten, Heimen oder ähnlichen Einrichtungen, ist gemäß § 35 IfSG eine Belehrung durch die Verantwortlichen dieser Einrichtungen über die gesundheitlichen Voraussetzungen durchzuführen.



Vor Beginn des Praxislerntages sollen sich bei gesundheitlichen Bedenken und besonderen Arbeitsplatzansprüchen die Schülerinnen und Schüler einer schulärztlichen Allgemeinuntersuchung durch den Amtsarzt unterziehen. Die Kosten hierfür trägt das Land Sachsen-Anhalt.



Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz



Während des Praxislerntages unterliegen die Schülerinnen und Schüler der gesetzlichen Unfallversicherung. Weiterer Versicherungsschutz besteht entsprechend den von den kommunalen Schulträgern freiwillig abgeschlossenen Versicherungsverträgen.

 


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