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Vorschrift
Normgeber:Kultusministerium
Aktenzeichen:24-82000
Erlassdatum:30.04.2015
Fassung vom:20.04.2018
Gültig ab:01.08.2018
Quelle:Wappen Sachsen-Anhalt
Gliederungs-Nr:223142
Fundstelle:SVBl. LSA. 2015, 102
Unterrichtsorganisation an den Sekundarschulen

223142



Unterrichtsorganisation an den Sekundarschulen



RdErl. des MK vom 30. 4. 2015 – 24-82000



Fundstelle: SVBl. LSA 2015, S. 102
Zuletzt geändert durch RdErl. des MB vom 20.04.2018 (SVBl. LSA 2018, S. 52)



Bezug:

a)

RdErl. des MK vom 10. 5. 2010 (SVBl. LSA S. 174)

b)

RdErl. des MK vom 11. 6. 2014 – 24-81023 (n.v.)





1.


Fächergruppe/Fach

Anzahl der Wochenstunden
in den Schuljahrgängen

5 und 6

7 und 8

9

10

Kernfächer:






Deutsch

9

7

4

4


Mathematik

9

7

4

4


Englisch

10

7

3

3

Naturwissenschaftliche Fächergruppe:

5

8

5

5


Biologie







Physik






Chemie





Astronomie


Gesellschaftswissenschaftliche Fächergruppe:

5

6

3

3


Geographie






Geschichte






Sozialkunde




Profilbereich:

4

6

3

3


Technik






Hauswirtschaft






Wirtschaft




Künstlerisch-musische Fächergruppe:

4

4

2

2


Musik






Kunsterziehung





Ethikunterricht/evangelischer Religionsunterricht/katholischer Religionsunterricht

4

4

2

2

Sport

6

4

2

2

Fächerübergreifender Pflichtstundenpool

2

3

2

2

Wahl- und Förderbereich:

2 bis 4

4 bis 8

2 bis 4

2 bis 4


Vertiefungs-, Festigungs- und Förderunterricht






Klassenstunde






Zweite Fremdsprache





Fächerübergreifende Kurse




Pflichtstundenzahl gesamt

60 bis 62

60 bis 64

32 bis 34

32 bis 34



Der Unterricht wird auf der Grundlage des gültigen Lehrplanes der Sekundarschule durchgeführt.



2.


2.1 Vorbehaltlich des Satzes 2 sowie der Nummern 2.5.2 und 2.5.3 sind alle in der Stundentafel ausgewiesenen Fächer in jedem Schuljahrgang vorzuhalten. Der Unterricht im Fach Physik setzt im 6. Schuljahrgang, in den Fächern Chemie und Wirtschaft im 7. Schuljahrgang, im Fach Sozialkunde im 8. Schuljahrgang und im Fach Astronomie im 10. Schuljahrgang ein.



2.2 Die für Doppeljahrgänge ausgewiesene Pflichtstundenzahl ist in der Regel durch eine gleichmäßige Verteilung auf beide Schuljahrgänge zu realisieren.



2.3 Insbesondere im 5. Schuljahrgang findet zum Erwerb von Methoden zum Lernen im Rahmen des Pflichtunterrichtes ein Angebot statt. Über die organisatorische Ausgestaltung entscheidet die Schule.



2.4 Für den fächerübergreifenden Pflichtstundenpool gilt:



2.4.1 In den fächerübergreifenden Pflichtstundenpool sind folgende Stunden eingegangen:



Fächergruppe/Fach

Anzahl der Wochenstunden
in den Schuljahrgängen

5 und 6

7 und 8

9

10

Deutsch

1

1

0

0

Mathematik

1

1

0

0

Naturwissenschaftliche Fächergruppe

0

1

1

1

Gesellschaftswissenschaftliche Fächergruppe

0

0

1

1



2.4.2 Die Stunden sind für verpflichtenden Unterricht zur Erfüllung der lehrplanbezogenen Anforderungen einzusetzen.



2.4.3 Die Schule entscheidet über die jeweilige inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung. Dies schließt die Verwendung zur Übung, Vertiefung und Festigung, für offene Lernformen, fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht, zur unterrichtlichen Differenzierung ein.



2.4.4 Die Stunden können bei Bedarf auch dem fachbezogenen Unterricht zugeordnet werden.



2.4.5 Entsprechend dem Schulkonzept können weitere Stunden diesem Pflichtstundenpool zugeführt werden.



2.4.6 Der Pflichtstundenpool kann mit den Stunden aus dem Wahl- und Förderbereich zusammengeführt und realisiert werden.



2.5 Für den Wahl- und Förderbereich gilt:



2.5.1 Die Schule unterbreitet Angebote, die sich in den Gesamtzusammenhang der schulischen Lernförderung einordnen und der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler im Sinne der Vertiefung, Festigung und Erweiterung der unterrichtlichen Lernprozesse sowie der Förderung der Interessen, Begabungen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler dienen.



2.5.2 Der Unterricht in der Zweiten Fremdsprache beginnt ab dem 7. Schuljahrgang und umfasst jeweils 3 Wochenstunden in den Schuljahrgängen 7 bis 10. Die Belegung der Zweiten Fremdsprache ist für die Schülerinnen und Schüler nicht verpflichtend. Die Entscheidung treffen die Schülerinnen und Schüler mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten am Ende des 6. Schuljahrganges. Ein späterer Eintritt in den Unterricht in der Zweiten Fremdsprache ist in der Regel nicht möglich. Über Ausnahmen entscheidet die Klassenkonferenz auf Antrag der Erziehungsberechtigten. Unterricht in einer weiteren Zweiten Fremdsprache kann angeboten werden.



2.5.3 Die Schule entscheidet, ob sie ein fächerübergreifendes Kursangebot, wie Planen, Bauen und Gestalten, Angewandte Naturwissenschaften, Moderne Medienwelten, Rechtskunde sowie Kultur und Künste, auf der Grundlage der Kurslehrpläne in den Schuljahrgängen 7 bis 10 einrichtet. Die Schule kann mit Zustimmung des Landesschulamtes auch Kurse entsprechend dem Schulkonzept vorhalten.



2.5.4 Die Klassenstunde dient der Förderung und Intensivierung der erzieherischen Möglichkeiten, soll Handlungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler entwickeln sowie für sozial integrative Maßnahmen genutzt werden.



2.5.5 Sofern im Wahl- und Förderbereich Leistungen erbracht werden, die zur Notenbildung führen, so sind diese einem Fach zuzuordnen. Die Leistungen in der Zweiten Fremdsprache sind zeugnis-, versetzungs- und abschlussrelevant.



2.6 Über den Pflichtunterricht hinaus können Arbeitsgemeinschaften angeboten werden. Diese ordnen sich in das Schulkonzept und in den Gesamtzusammenhang der schulischen Förderung ein.



2.7 Abschlussbezogene Differenzierung



2.7.1 Ab dem 7. Schuljahrgang wird der Unterricht abschlussbezogen gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihrer Einstufung mit Bezug auf das Abschlussziel unterrichtet.



2.7.2 Abschlussbezogener Unterricht heißt, den Bildungs- und Erziehungsprozess hinsichtlich der Lernziele, Lerninhalte und Systematik in allen Fächern zu differenzieren und abzustimmen. Wesentliche Kriterien der Differenzierung sind



a)
Abstraktionsgrad, Komplexität, Grad der fächerübergreifenden Vernetzungen,


b)
Umfang und Niveau der zu erwerbenden fachbezogenen Kompetenzen,


c)
Komplexität der Methoden und Arbeitsweisen und


d)
Grad der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung beim Lernen.


2.7.3 Mögliche Organisationsformen sind



a)
kombinierte Klassen mit binnendifferenziertem Unterricht durch klasseninterne Lerngruppen,


b)
kombinierte Klassen mit abschlussbezogenen Lerngruppen in den Differenzierungsfächern Deutsch, Mathematik, Englisch (ab dem 7. Schuljahrgang) und Physik (ab dem 9. Schuljahrgang); die Schülerin oder der Schüler wird in allen Differenzierungsfächern einheitlich einer abschlussbezogenen Lerngruppe zugewiesen; in allen anderen Fächern erfolgt der abschlussbezogene Unterricht binnendifferenziert durch klasseninterne Lerngruppen, oder


c)
abschlussbezogene Klassen des auf den Realschulabschluss bezogenen Unterrichts und des auf den Hauptschulabschluss bezogenen Unterrichts (Realschulklassen und Hauptschulklassen).


3.


3.1 Neben dem klassenbezogenen Unterricht und den klasseninternen Lerngruppen kann der Unterricht auch in klassenübergreifenden und jahrgangsübergreifenden Lerngruppen organisiert werden. Die Besonderheiten von Abschlussjahrgängen sind zu berücksichtigen.



3.2 Für die Bildung von Anfangsklassen im 5. Schuljahrgang gelten die Regelungen der Verordnung zur Bildung von Anfangsklassen und zur Aufnahme an allgemeinbildenden Schulen vom 19. 3. 2014 (GVBl. LSA S. 92).



3.3 Über die Bildung der Klassen und Lerngruppen entscheidet die Schule auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden und pädagogischer Erwägungen.



3.4 Die Schülerzahl einer Klasse oder Lerngruppe soll in der Regel 28 Schülerinnen und Schüler nicht überschreiten.



3.5 Bei der Klassen- und Lerngruppenbildung sind die einschlägigen Vorgaben zur Sicherheit und Unfallverhütung im Unterricht zu beachten.



3.6 Lerngruppen in der Zweiten Fremdsprache werden ab dem 7. Schuljahrgang eingerichtet.



3.7 Bei der Klassen- und Lerngruppenbildung ist den besonderen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Rechnung zu tragen.



3.8 In allen Fällen von Klassenumbildungen hat die Schule in geeigneter Weise und rechtzeitig vor der Durchführung die Klassenelternschaften zu informieren.



3.9 Eine Außenstelle ist keine selbstständige Schule. Hauptstandort und Außenstelle sind als eine organisatorische und pädagogische Einheit zu betrachten. Dies gilt auch für die Klassen- und Lerngruppenbildung. Über Ausnahmen entscheidet das Landesschulamt.



4.


4.1
Schülerzahlbezogene Zuweisung für den Grundbedarf


4.1.1 Die Höhe der Zuweisung für den Grundbedarf je Schule ergibt sich aus folgender Berechnungsformel:



Zugewiesene Lehrerwochenstunden

=

1,42 x Schülerzahl + 78.



Die ermittelte Stundenzahl wird jeweils auf die nächsthöhere halbe oder ganze Stundenzahl aufgerundet.



4.1.2 Für die Berechnung des Grundbedarfs ist die Schülerzahl am Stichtag der zweiten vorläufigen Erhebung der Schüler- und Klassen- oder Lerngruppenzahlen maßgebend. Veränderungen werden vorgenommen, wenn sich die Gesamtschülerzahl gegenüber dem Stichtag um mehr als 3 v. H. verändert hat.



4.1.3 Die Bildung von Abendklassen erfolgt gemäß der Verordnung über Abendklassen an Sekundarschulen vom 28. 2. 2005 (GVBl. LSA S. 101), geändert durch Verordnung vom 30. 6. 2010 (GVBl. LSA S. 387). Jeder Abendklasse werden die nach der Anlage Stundentafeln zu § 9 Abs. 1 der in Satz 1 genannten Verordnung erforderlichen Lehrerwochenstunden zugewiesen. Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern in Abendklassen steht im Rahmen ihrer Stundenverpflichtung eine Wochenstunde zur Erfüllung besonderer pädagogischer Aufgaben zur Verfügung, die in eigener Verantwortung mit Schülerinnen und Schülern der Klasse zu gestalten ist.



4.1.4 Lehrerwochenstunden für Lerngruppen des Produktiven Lernens werden gemäß den jeweils geltenden Verwaltungsvorschriften zugewiesen.



4.2
Zusatzbedarfe


4.2.1
Lehrerwochenstunden für die Zusatzbedarfe für


a)
die Ganztagsschule,


b)
Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und


c)
den Sonderunterricht


werden gemäß den jeweils geltenden Verwaltungsvorschriften zugewiesen.


4.2.2
Stundenzuweisung für die Förderung von Schülerinnen und Schülern im gemeinsamen Unterricht


4.2.2.1 Den Schulen werden durch das Landesschulamt ergänzend Stunden für die Förderung von Schülerinnen und Schülern im gemeinsamen Unterricht zugewiesen. Diese Stunden dienen der Erfüllung des allgemeinen Förderauftrages und zur Entwicklung eines differenzierten Förderangebotes entsprechend der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler. Die Zuweisung orientiert sich an den regionalen Besonderheiten des Schulstandortes und an der bisherigen Schulentwicklung, insbesondere der pädagogischen Arbeit der Schule in der allgemeinen, präventiven und sonderpädagogischen Förderung. Die Zuweisung erfolgt in halben oder ganzen Vollzeitlehrereinheiten.



4.2.2.2 Die Zuweisung berechnet sich wie folgt:



a)
Ermitteln des Anteils an Schülerinnen und Schülern im Gemeinsamen Unterricht (AGU):


AGU

=

Anzahl GUSchüler x 100


Gesamtschülerzahl




b)
Ermitteln der Zuweisung in Lehrerwochenstunden (ZGU):


aa)

Wenn AGU < 3 dann ZGU =

Gesamtschülerzahl


20




bb)

Wenn 3 ≤ AGU ≤ 7 dann ZGU =

Gesamtschülerzahl

x

2

20



cc)

Wenn AGU > 7 dann ZGU =

Gesamtschülerzahl

x

3

20



c)
Ermitteln der Zuweisung in VZLE (Anzahl der Lehrkräfte – LKGU):


LKGU = ZGU/25


Die ermittelte Anzahl wird unter Berücksichtigung der konkreten schulischen Situation durch das Landesschulamt auf eine halbe oder ganze Zahl gerundet.


4.2.2.3 Die Förderung richtet sich insbesondere auf Schülerinnen und Schüler mit



a)
sonderpädagogischem Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsbedarf,


b)
ungünstigen Lernausgangslagen in allen oder einzelnen Unterrichtsfächern oder in der Sozialkompetenz,


c)
Entwicklungsverzögerungen, Beeinträchtigungen oder Benachteiligungen,


d)
sonderpädagogischem Förderbedarf, Behinderungen oder festgestellten Beeinträchtigungen und


e)
besonderen Leistungspotentialen in allen oder einzelnen Unterrichtsfächern.


4.3 Das Landesschulamt kann abweichende Zuweisungen vornehmen.



5.


Für Schülerinnen und Schüler, die am 1. 8. 2015 in den 10. Schuljahrgang eintreten, werden sowohl die Zweite Fremdsprache als auch die Wahlpflichtkurse fortgeführt. Die Regelungen zur Abschlussprüfung und zum Erwerb des Realschulabschlusses gelten für diesen Schuljahrgang fort.



6.


Dieser RdErl. tritt am 1. 8. 2015 in Kraft. Gleichzeitig treten die Bezugs-RdErl. zu a und b außer Kraft.

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVST-223142-MK-20150430-SF&psml=bssahprod.psml&max=true